Altgriechische Sprache

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S Altgriechische (agr. ἡ Ἑλληνικὴ γλῶσσα, hē hellēnikē glōssa) ghört zu de wichtigste Kultursprooche vo dere Welt, und het e riichhaltigi Literatur förebroocht. Die Sprooch het vill verschidnig Tielekt, wo recht underschidlich sind und werd - mit Uusnaam vom zyprische Tielekt - i de altgriechische Schrift gschrebe, wo aber vo Regioo zu Regioo underschidlichi Forme uufwiist. Ab öppe 300 v.Chr. het sich aafange e aihaitlichi Schriftsproch, d Koine, döresetze.

Iiornnig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Altgriechische isch e Form vom Griechische, wo en aigne Zwiig innerhalb vo de Indoeuropäische Sproochfamili bildet. Eng verwandt mitem Griechische isch s Makedonische.

Di ältist öberlifreti Sproochstuufe vom Griechische isch s Mykenische (um 1200 v.Chr.), denn chunnt ab 800 v.Chr. s Altgriechische, wo no i de Antiki vo de Koine as Schriftsprooch abglöst woren isch. Im Mittelalter het sich s Mittelgriechische uusbildet. De direkti moderni Noofolger vom Altgriechische isch s Noigriechische.

Tielekt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

di altgriechische Tielekt

S Altgriechische isch ales anderi as aihaitlich gsii. Scho die früeste Zügnis abem 9.Jh.v.Chr. zaiget starchi Tielektunderschiid uuf. Die Tielekt hend sich im Lauf vo de Ziit veränderet und wenigstens i de schriftliche Form immer mee em ionische Tielekt aapasst. Drususe isch denn d Koine entstande, e Schriftsprooch, wo ufem Attische basiert. Noch Uuswiis vo de epigraphische Zügnis sind aber d Tielekt nöd öberall verschwunde, sondern sind lokal wiiters bruucht wore. Im Mittelalter sind aber all Tielekt verschwunde und dör d Koine verdrängt wore, nume i de östliche Peloponnes lebt s Tsakonische as anzige moderne Fortsetzer vomene dorische Tielekt bis hüt witter.

Arkado-zyprisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

I de peloponnesische Landschaft Arkadie und uf de Insle Zypere sind Tielekt gredt wore, wo recht archaisch gsii sind. Die Tielekt stönd em nöchste vo de Mykenische Sprooch, wie si i de Bronzeziit öberliferet isch. De Zyprischi Tielekt isch zudem ane no inere aigne Schrift gschribe wore, de zyprische Silbeschrift, wo gwössi Äänlichkaite mit de Linear B-Schrift zaigt, de Schrift vom Mykenische. Beed Tielekt sind nume dör epigraphischi Zügnis bikannt.

Ionisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Ionische tailt sich i meriri Undertielekt uuf, Attisch, de Tielekt vo Athen, Inselionisch uf de maiste Kyklade, Ostionisch a de türkische Chüste und Euböisch uf de Insle Euböa. S typischte Merkmol isch d Uusprooch vom alte lange /a/ as langs /e/, d Uusproch vom alte /u/ as /y/ und de Verlust vom /w/ i allne Stellige. S Ionische isch d Grundlaag vo de Koine und somit au vom moderne Griechische. Em Homer sini Epe (Ilias, Odysee) sind imene altionische Tielekt gschribe.

Äolisch-Thessalisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Äolische isch uf de Insle Lesbos gredt wore und gegenöber a de türkische Chüste. D Lyrikeri Sappho und de Aischylos hend im äolische Tielekt gschribe. S Thessalische i de nordgriechische Landschaft Thessalie isch nume schlecht öberliferet, do nu epigraphischi Dokument bikannt sind und vo denen onöd ase vill, wie vo anderne Tielekt.

Böotisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Böotisch i de Mittelgriechische Landschaft Böotie mit de wichtige Stadt Thebe isch e Mischtielekt, wo äolischi, dorischi und ionischi Iiflüss zaigt. Er het starchi Ändrige döregmacht, bsunders im Vokalismus. Mengisch werd s Böotische enger zum Äolische gstellt.

Dorisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dorisch isch uf de südliche Peloponnes (Messenie, Lakedaimon mit Sparta, Argolis, Korinth, Megaris) gredt wore, uf de Insle Kreta, Kythera, Melos, Thera, Rhodos, Kos und a de türkische Chüste. Die Tielekt sind recht underschidlich gsii. Typisch sind Rhotazismus und d Verhuuchig vom /s/ (Pohoidan vs. Poseidon), de Erhalt vom /w/ (Welena vs. Helena) und Uusprooch vom /y/ as /u/ (Kurana vs. Kyrene) und spööter d Uussprooch vom /th/ as /s/ (z.B. Asana vs. Athene). S hütige Tsakonische, de anzig altgriechisch Tielekt wo bis hüt öberlebt het, zaigt all die dorische Merchmool uuf. Di inseldorische Tielekt degege sind eener konservativ. Dorischi Autore hend i de regle e "gmäässigts" Dorisch gschribe, wääred ionischi Autoore di dorische Bsunderhaite gern karikiert hend.

Nordwestgriechisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

E Tielektgruppe, wo nöd guet öberliferet isch, aber en grosse Tail vom antike Griecheland iignoo het, drunter au d Landschafte Lokris und Phokis mit dem Orakelort Delphi, den Ätolie und Elis mit Olympia. Au die Tielekt sind recht verschide. S Eleische zaigt äänlichi Merchmool wie s Dorische (Walis vs. Elis, Olunpia vs. Olympia).

Grammatik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Altgriechischi het e komplexi Grammatik, wo no nöch zu de erschlossne Indoeuropäische Ursproch stoot, bsunders s Verb. S Nomen het degege e gwössi Veraifachig döregmacht.

Nomen[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Nomen (Substantiv, Adjektiv, Pronome) het 3 Genera (Maskulina, Feminina, Neutra), 3 Numeri (Singualr, Dual, Plural) und 5 Kasus (Nominativ, Vokativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ). Im Underschiid zu de anderne alte indoeuropäische Sprooche het s Altgriechische e bestimmte Artikel kennt.

Verb[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Verbsystem isch höchst komplex und nume s Sanskrit het no e komplexers Verbsystem. Infiniti Verb kennt 5 Infinitiv und 5 Partizipie und 2 Verbaladjektiva. S Finiti Verb kennt 3 Persone (1., 2. 3. P.), 3 Numeri (Sg., Du., Pl.), 4 Modi (Indikativ, Konjunktiv, Optativ, Imperativ) und 7 Tempora (Präsens, Perfekt, Imperfekt, Plusquamperfekt, Futur, Perfektfutur und Aorist). und denn no 2 Genera verbi (Aktiv, Mediopassiv).

Zueornnig vo de Ziite zu de Modi
Modus  Präs.   Fut.   Aor.   Perf.   Impf.   Plqpf.   PerfFut. 
Indikativ
x
x
x
x
x
x
x
Imperativ
x
 
x
x
   
x
Konjunktiv
x
 
x
x
     
Optativ
x
x
x
x
   
x
Infinitiv
x
x
x
x
   
x
Partizip
x
x
x
x
   
x

Öberliferig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die früeste Zügnis vom Altgriechische stamet usem 9.Jh. v.Chr. Abem 8. Jh.v.Chr. setzt denn e riichhaltigi Literatur uuf. Die ältiste Autore sind de Homer wo di beede Epe Ilias und Odyssee gschribe het und de Hesiodos, wo u.a. e Theogonie gschribe het.

Di altgriechisch Literatur umfasst under anderem Epik (Homeros), Lyrik (Sappho, Pindaros), Theater (Aristophanes, Sophokles, Aischylos), Gschicht & Geografii (Herodotos), Jura & Politik (Solon), Wüsseschaft (Pythagoras, Ptolemaios), Religioo & Mythologii (Apollodoros) und Philosophii (Sokrates, Platon, Aristoteles).

Di epigraphische Zügnis sind hüüfig i Stai und Felse oder Muure iigmaislet, aber au Graffiti und Inschrifte uf Gschierr und Urne sind hüüfig. Si gönd vo bloosse Näme, öber vulgäri Inschrifte, Flüech, Sege för Verstorbni bis zu Edikt und Gsetz, wo öffetlich guet sichtbar publiziert wore sind.