Aker

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Aker und die zwei Leue wo dr Ii- und dr Uusgang zur Unterwält beschütze

Dr Aker isch en altägyptische Ärdgott gsi.

Rolle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

As Akeru, e Mehrzahl vo Ärdgötter, isch er elter gsi as dr Ärdgott Geb, si wärde im Papyrus Juja as em Geb siini Vorfahre und au as Die-wo-vernichte bezeichnet,[1] und hai mit magische Sprüch müesse bändiget wärde. Wenn en achu, en Art Seel, vom ene König zum Himmel ufgstiige isch, hai d Chnoche vo de Akeru zitteret,[2] das heisst, ass das es ärderschütternds Ereignis gsi isch.

Dr Aker het z Nacht im Sunnegott Re siis Sunneboot uf em Rugge drait, nodäm s dr Himmel verlo und in d Unterwält ine gfahre isch. Er het d Apophisschlange, wo dr Re het welle zerstöre, iigschlosse, nochdäm si dödet und verschnitte worden isch.[3] Er isch e Schutzgott gsi und het Schlangebiss chönne heile.

Name und Usgseh[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Aker si Name isch in dr Hieroglypheschrift meischdens  
A k
r
[4]   gschriibe worde, mänggisch mit eme Gottdeterminativ
A40
hindedra. Er wird as e Streife vo Land zwüsche zwei Leue oder zwei Menschechöpf dargstellt, wo dr eint noch Oste und dr ander noch Weste luegt und so dr Uusgang und dr Iigang zur Unterwält beschütze.[5]

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Thesaurus Linguae Aegyptiae, pKairo CG 51189 (pJuja), Tb 153 A
  2. E. A. Wallis Budge, The Egyptian Book of the Dead, Courier Dover 1967, S. xxix
  3. Lepsius: Todtenbuch, 108.9
  4. Erman, Adolf & Grapow, Hermann, 1926–1953. Wörterbuch der aegyptischen Sprache im Auftrage der deutschen Akademien. 6 vols. Leipzig: J. C. Hinrichs'schen Buchhandlungen. (Neue Auflage Berlin: Akademie-Verlag GmbH, 1971): Band 1, 22.6
  5. M. Lurker, Lexikon der Götter und Symbole der alten Ägypter, Scherz 1998, S.40