Thoth
Thoth oder Thot isch dr grezisiert Name vom enä altägyptische Mondgott. Si Hauptkultort isch z Hermopolis (ägyptisch Chmunu) im Nildelta gsi.
Inhaltsverzeichnis |
Name und Usgseh [ändere]
In dr Hieroglypheschrift wird si Name
|
Dr Thoth isch as ä Maa mit em Chopf vom enä Ibis dargstellt worde, wo hüfig ä Schriibpinsel und ä Dintegfäss in dr Hand het und mänggisch ä Modsichle uf em Chop drait, oder—nochdäm er mit em Paviangott Hezwer vo Hermopolis verschmulze isch—as ä Pavian oder ä Maa mit emä Pavianchopf.
Wäse [ändere]
As Mondgott isch er noch mit em Sunnegott Re verwandt gsi. In de Pyramide Text vom Teti erschiint dr Re z Nacht as dr Thoth, d.h. as dr Mond.[7] Dr Thoth isch ä Schöpfergott gsi, wo d Wält in Ornig brocht het. Er het alles gwüsst, und wem mä sich biim Pharao het welle iischmiichle, wie s dr Wesir Rechmire gmacht het mit em Thutmoses III., denn het men von em as vom Name Thoth gredet.[8] Wäge siiner Rolle as Mondgott isch er as dr Erfinder vom Kaländer verehrt worde, wo z erst ä Mondkälander gsi isch und erst em Lauf vo de Stärn abasst worden isch, wo dr Thoth vo dr Nut bim nä Spiil ä Zweiäsiibzistel vom ä Johr (d.h. fümf Däg) abgwunne und die zu de 360 Däg vom Mondjohr (12 Möned zu driissig Däg) derzue do het und so s Johr vo 365 Däg erschaffe het. Vom Zele vo Däg isch s ä chliine Schritt zum Rächne und Schriibe gsi, die haig dr Thoth au erfunde und so isch er dr Schutzgott vo de Schriiber worde.
In dr Underwält het er as Schriiber ä Rolle gspiilt und het d Urdeil über die Dote ufgschriibe. Er het mänggisch sogar sälber s Härz vom Dote gwoge im Saal vo de Zwei Wohrheite, für zum z gseh, öbs schwerer siig as d Fädere vo dr Göttin Maat. Wenn im Dote siini Sünde z schwer gwoge hai, het dr Dämon Ammit s Härz ufgfrässe und kei Wiiterläbe noch em Dod isch möglig gsi. Vo do het er d Rolle vom ä Richter übercho.[9]
Vil vom Thoth siim Wüsse isch gheim gsi und nume Iigweihte zuegänglig. Noch de Gschichte, wo sich die alte Ägypter verzelt hai, hai siini Tämpel gheimi Rüüm gha. [10] Au dr Schriiber Amenhotep, wo under em Pharao Amenhotep III. gschafft het, het in erä Inschrift beschriibe, wie n er im Thoth siini Gheimnis iigweiht worde isch.[11] Z Europa isch er spöter zum Schutzherr vo de Zauberer worde und dä Tarotcharte, mit wele mä d Zuekumft het welle vorhärsäge, het mä S Buech vom Thoth gsait.
Quelle [ändere]
- Ermann & Grapow, Wörterbuch der ägyptischen Sprache, abkürzt Wb.
Fuessnote [ändere]
- ↑ Wb 1, 25.6
- ↑ Wb 1, 134.9
- ↑ Wb, 1, 41.7
- ↑ Wb 1, 138.1
- ↑ Wb 1, 163.5
- ↑ Wb 1, 184.21
- ↑ M. Lichtheim, Ancient Egyptian Literature, Band 1, p.43
- ↑ James Henry Breasted, Ancient Records of Egypt, Deil 2, § 664
- ↑ M. Lichtheim, Ancient Egyptian Literature, Band 1, S.179
- ↑ "D Gschicht vom Zauberer Dschedi", in M. Lichtheim, Ancient Egyptian Literature, Band 1, S.219
- ↑ James Henry Breasted, Ancient Records of Egypt, Deil 2, § 915
![I10 [D] D](http://bits.wikimedia.org/static-1.22wmf2/extensions/wikihiero/img/hiero_I10.png)
![V28 [H] H](http://bits.wikimedia.org/static-1.22wmf2/extensions/wikihiero/img/hiero_V28.png)
![G43 [w] w](http://bits.wikimedia.org/static-1.22wmf2/extensions/wikihiero/img/hiero_G43.png)
![X1 [t] t](http://bits.wikimedia.org/static-1.22wmf2/extensions/wikihiero/img/hiero_X1.png)
![Z4 [y] y](http://bits.wikimedia.org/static-1.22wmf2/extensions/wikihiero/img/hiero_Z4.png)

