Weimar

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Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Stadt Weimar
Weimar
Dütschlandcharte, Position vo dr Stadt Weimar fürighobe
Koordinate: 50° 59′ N, 11° 20′ O
Basisdate
Bundesland: Thüringe
Höchi: 208 m ü. NHN
Iiwohner:

65.138 (31. Dez. 2021)[1]

Poschtleitzahle: 99423, 99425, 99427, 99428
Vorwahle: 03643, 036453
Kfz-Chennzeiche:
Gmeischlüssel: 16 0 55 000
Stadtgliderig: 12 Ortsdäil
Adress vo dr
Stadtverwaltig:
Schwanseestraße 17
99423 Weimar
Webpräsenz: www.weimar.de
Oberbürgermäister: Peter Kleine (bardeilos)
D Laag vo dr Stadt Weimar z Thüringe
Charte
S Roothuus vo dr Stadt (2006)

Weimar isch e kräisfreiji Stadt z Thüringe in Dütschland, wo für iir kulturells Erb bekannt isch. Es isch e Middelstadt und lit am ene Booge vo dr Ilm südöstlig vom Ettersbärg, wo mit 478 Meter dr höggst Punkt im Thüringer Becki isch. D Stadt het öbbe 65'000 Iiwooner (2021) und isch noch Erfurt, Jena und Gera die viertgrössti Stadt z Thüringe.

Weimar isch e Middelzentrum, wo zum Däil Funkzioone vom ene Oberzentrum erfüllt und sich sit 2004 as Uniwersidäätsstadt bezäichnet. Näbe dr Bauhaus-Uniwersidäät isch au d Hochschuel für Muusig Franz Liszt und d Herzogin Anna Amalia Bibliodeek dört dehäi, und Behörde wie s Thüringer Oberverwaltigsgricht, s Thüringer Landesverwaltigsamt, dr Thüringer Verfassuisgrichtshoof und s Thüringische Landesamt für Dänkmolpflääg und Archeologii.

Im 16. Joorhundert häi d Kunstmooler Lucas Cranach dr Elter und dr Jünger z Weimar gschafft. Im 17. Joorhundert isch die Fruchtbringendi Gsellschaft gründet worde. Im 18. Joorhundert het dr Johann Sebastian Bach immer wider emol z Weimar gschafft. Denn isch d Weimarer Klassik mit em Wieland, Goethe, Herder und Schiller choo. S 19. Joorhundert isch verbunde mit em Franz Liszt, Richard Strauss, Friedrich Nietzsche und de Landschaftsmooler vo dr Weimarer Moolerschuel an dr Groossherzoglig-Säggsische Kunstschuel. Am Aafang vom 20. Joorhundert häi dr Harry Graf Kessler und dr Henry van de Velde z Weimar gschafft und s Bauhaus und d Weimarer Republik gründet.

D UNESCO het d Bauhaus-Stett in Weimar und Dessau 1996 und s „klassische Weimar“ im Dezämber 1998 zum Wältkultuurerb erkläärt.[2] Au dr Noochlass vom Goethe, wo im Goethe- und Schiller-Archiiv z Weimar ufbewaart wird, isch 2001 vo dr UNESCO in s kulturelle Gedächtnis vo dr Menschhäit as Wältdokumänterb (Memory of the World) ufgno worde. Zum Wältdokumänterb ghööre sit 2015 au früeji Schrifte vo dr Reformazioon, won e Däil von ene in dr Herzogin Anna Amalia Bibliotheek z Weimar ufbewaart wärde. In über 25 Museum und Usstelligsort wird s kulturelle Erb vo nazionaalem und internazionaalem Rang usgstellt.

Weimar isch sit 1547/52 Haupt- und Residänzstadt vom Herzogdum Saggse bzw. Saggse-Weimar, spööter Saggse-Weimar-Eisenach (sit 1815: Groossherzogdum) gsi. Es isch 1816 dr erst Staat z Dütschland gsi, wo sich e Verfassig gee het. Paralleel zur Daaging vo dr Nazionaalversammlig vom 6. Februar 1919 bis zum Septämber 1919 isch Weimar au dr Sitz vo dr Regierig vo dr Weimarer Republik gsi, wo sich denn konstituiert het.[3] Vo 1920 bis 1952 isch Weimar d Hauptstadt vom Land Thüringe gsi. 1999 isch si d Kultuurhauptstadt vo Öiropa gsi.

S klassische Weimar[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Klassische Weimar isch sit em 2. Dezämber 1998 Däil vom UNESCO Wälterb, und umfasst elf verschiideni Dänggmööler in dr Stadt Weimar. Es isch en äinzigartigs Zügnis von ere vergangene Kulturepoche, wo immer no Iifluss het, dr «Weimarer Klassik», mit sinere hööfische und bürgerlige Kultur wo us dr öiropäische, bürgerlige Ufkläärig uusegwaggse isch.

E baar Dänggmööler us em «Klassische Weimar»[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Liddratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Alexandra Abel (Text), Stephan Ernst (Foto): Klassisch Modern Lebensstile in Weimar. Weimarer Verlagsgesellschaft, Weimar 2015, ISBN 978-3-7374-0212-5.
  • Dorothee Ahrendt (Text), Roland Krawulsky (Foto): Weimarer Parks. Edition Leipzig, Leipzig 2013, ISBN 978-3-361-00684-3.
  • Günther Beyer (Bilder) und Jens Riederer (Texte): Bilder der Zerstörung. Weimar 1945. Katalog zur Sonderausstellung im Stadtmuseum Weimar, Hrsg. vom Stadtmuseum, Weimar 2015, ISBN 978-3-910053-57-1.
  • Andrea Dietrich, Jörg Sauerbier: Weimar. Ansichten und Einblicke. Leipzig 1996, ISBN 3-86189-082-8.
  • Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Weimar 1998, ISBN 3-7400-0807-5.
  • Jürgen Helfricht: Kleines Weimar-ABC. Husum Verlag, Husum 2008, ISBN 978-3-89876-387-5.
  • Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Wartburg-Verlag, Weimar 2004, ISBN 3-86160-156-7.
  • Rikola-Gunnar Lüttgenau (Hrsg.): Weimar im Nationalsozialismus. Ein Stadtführer. Förderverein Buchenwald, Weimar 2008, ISBN 978-3-938669-04-4.
  • Peter Merseburger: Mythos Weimar. Zwischen Geist und Macht. dtv, 2013, ISBN 3-423-30787-0.
  • Rainer Müller: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Kulturdenkmale in Thüringen (Band 4). Stadt Weimar, Altstadt (Band 4.1), Stadt Weimar, Stadterweiterung und Ortsteile (Band 4.2). E. Reinhold Verlag, Altenburg 2010, ISBN 978-3-937940-54-0.
  • Angela Pfotenhauer, Elmar Lixenfeld: Weimar – Welterbe. Monumente-Edition. Monumente-Publikation der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2006, ISBN 3-936942-65-X oder ISBN 3-936942-66-8.
  • Heinrich Pleticha (Hrsg.): Das klassische Weimar. Texte und Zeugnisse. Köln 1983, ISBN 3-89836-517-4.
  • Steffen Raßloff: Weimar. 55 Meilensteine der Geschichte. Erfurt 2022, ISBN 978-3-96303-371-1.
  • Steffen Raßloff: Geschichte der Stadt Weimar. Erfurt 2018, ISBN 978-3-95400-891-9.
  • Steffen Raßloff und Mark Schmidt (Hrsg.): Orte der Reformation – Weimar. Leipzig 2015, ISBN 978-3-374-04117-6.
  • Georg Schmidt: Durch Schönheit zur Freiheit: Die Welt von Weimar-Jena um 1800, C.H. Beck, Münche 2022. ISBN 978-3-406-78556-6
  • Rolf Schneider: Weimar. Klassik und Moderne. be.bra verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86124-661-9.
  • Alberto Schwarz: Weimar (= „Berühmte Kunststätten/Kunstgeschichtliche Städtebücher“). Leipzig 1993, ISBN 3-363-00582-2.
  • Annette Seemann: Weimar – ein Reisebegleiter. Insel Verlag, 2004, ISBN 3-458-34766-6.
  • Annette Seemann, Constantin Beyer: Weimar. Die bedeutendsten Bauten vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2014, ISBN 978-3-95462-193-4 (Bild-Text-Band).
  • Annette Seemann: Weimar. Eine Kulturgeschichte, C.H. Beck, München 2012. ISBN 978.-3-406-63030-9
  • Justus H. Ulbricht: Klassikerstadt und Nationalsozialismus, Kultur und Politik in Weimar 1933 bis 1945. Weimar 2000, ISBN 3-931743-55-1.
  • Rainer Wagner (Hrsg.): Weimar. Stadtansichten im Wandel. Kassel 1992, ISBN 3-87816-078-X.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Weimar – Album mit Multimediadateie

Wikisource Weimar im dütschsprochige Wikisource

Offizielli Website
Anderi Website

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Dr Grund drfür isch die „groossi kunsthistorischi Bedütig vo öffentlige und privaate Gebäid und Parklandschafte us dr Blüetezit vom klassische Weimar.“ Vgl. Klassisches Weimar. (Nicht mehr online verfügbar.) In: unesco.de. Deutsche UNESCO-Kommission e. V., archiviert vom Original am 4. Juni 2016; abgruefen am 31. Dezember 2018.
  3. bundestag.de