Dibenger Gogawitz

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S Gôgadenkmal vom Ugge Bärtle en dr Dibenger Salzstadelgass, wo an Weigärtner mit-ra tibischa Rickatrage zeigt.
Dialäkt: Schwäbisch
Des Denkmal hoißt „Auseinandersetzung“ ond stoht seit 1979 em Dibenger «Lammhof»

Die Dibenger Gogawitz sen a literarische Kurzform uf Schwäbisch.

Thema[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S got haubdsächlich om Wei, Weibr, Wirdschafda, Wengerder (Goga), saufa, schaffa, Schdudenda, schwäbische Liadla, Ärzd on Abotheka. Z´erschd ischs bloß a glois Bieachle gwee, wo d Witz iber dia Diabengr Wengerder drengschdanda sen. Oft send dia Witz für dia normale Leit äweng derb oder au makaber. Aber so send se halt. Gogawitz send meischtens zemlich grob, aber de Goga hot des älleweil gfalla, weil se dodrmit de Gstudierte, sowohl de Studenta als au de Professora hent kenna schogga ond sich von dene abgrenza und wer de grebste Witz macht, gilt bei de Goga bsonders viel.[1]

A baar Beischpiel[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • An reacht fauler Moh isch gschtorba, ond sei Frau hot en z´Reitlenga eiäschera lau. (En Diebenga geits koi Gremadorium). Als sen na dia Asche drhoim khet hot, hot se se na glei in a Oieruhr omgfüllt und en d Kuche gschtellt. "So Karle, jetzet schaffescht au mol was dahinna."
  • A andre Frau hot au irna Moh im Crematoriom ghollt ond weils Wender gsei isch, isch d´ Staig grausig vereist gweäh. No hot sich dia guat Frau it andersch zom helfa gwisst, als sell Asche onder d´ Räder vo ehrem Waga zom stroia. Wo se na wiadr drhoim gsei isch, hend dia Verwande na dia Asche au seah wella. It bleed, hot dia Frau na oifach ausm Ofa d´ Asche gnomma ond se in dia Urna neidoa. Sait uf dr Laich dr Schwoger, als er en des Deng neiguckt: "Scho wenig, wa von em Moh ibrigbleibt: nau Asche ond a paar Oierschala."
  • An Wengerder ond sei Soh ganget en Wengert. Na beim Schaffa siaht dr Jong, wia em Vadder ah Raup de Arm nufflauft. Secht dr Jong: "Vadder, da isch ah Raup." Dr Vadder haut dem Jong oine an Gosch na. (Raup isch ah Beleidigong fiar d'Wengerter. Des kommt dadavo her, wenn dia Wengerter mit de Butta auf em Buckel en de schdeile Wengert beinoh uf elle vier romkrebslat send, na hot des ausgseha, wia wenn Raupa da Berg nuf laufad)
  • An Gog ond an Schdudendt standet uf dr Neckerbruck. Dr Schdudent geit a Gdicht zom Beschta ond sait drnoch zom Gog: "Das war wie Hölderlin, als er dichtete." Dr Gog sait noh druff: "Wenn i mer de Fenger en Arsch neischteck, na dichtet des au." – A ander Version isch: Der erschde sagd: "Ich stehe auf der Neckarbrück und spuck den Fischen ins Genick", do sagt der Gog: "Des ko i besser: I stand uff d'r Neggrbrück und steck d'r Fenger in d'r Arsch." Secht d'r Studend: "Das reimt sich doch gar nicht." Druff secht der Gog: "Aber dichta duads!"
  • Der Karle kmmt hoim ond froget sei Weib: "Was ischt denn dees?" Sui sait: "Ha dees ischt an Lufdballoo, du Balla." Der Karle: "Drom, i hau doch deekt an Pfuurz mit Haut kaas et sai."
  • A neigieriger Nochber, wo emmer elles wissa will: "Ond Karle, wo gohts noh?" Karle: Ha noch Schtuegert, an neia Aarsch kaufa, mein alder hot a Loch!
  • En Diebenga geits an "Seifzerwald" wo sich frieher ond vielleicht au no heit die jonge Leit droffa hend. Irgendwann obends kommt oiner ama Gebisch vorbei ond heerd a oheimlichs Gestehne. No schreit er en dees Gebisch nei: "Ja sagamol, wuurd do oiner ombrochd?" No kommts aus em Gebisch zrick: "Ha waa! Grad em Gegadoil".
  • Der Gog duad beim Professor d´ Gillegruab leera. Goht uf oimal oba des Fenschter uf und die Frau Professor schreit ra (nadierlich uf Hochdeitsch): "Um Himmels willen, das stinkt ja erbärmlich". Schreit dr Gog ausm Loch naus: "Ja hau i dees gschissa oder du?"

Uffzeichnonga[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Elegdronische Media[ändere | Quälltäxt bearbeite]

En de Achzicher Johr sen no emmerhin 4 Kassedda rauskomma, älle ogfähr 40 Minudda lang. Oinigas schbäder send die erschde 3 dann au no uff CD erschiena. Dia bekanndeschde Schprecher send gwäa:

Biachr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De erscht Sammlong vo de Dibenger Gogawitz ischt scho 1916 uf da Markt komma. „Romeo“ hot sich domols dr Vrfasser ghoißa. Schbäter isch des Werk vom Dr. Heinz-Eugen Schramm en emmr nuie Auflaga wesentlich erweidret worra. Seller hot deam Biachle an langa Titl gäa: Gogen-Witze – Die „klassische“ Sammlung garantiert waschechter, würziger Gogen-Witze, als allgemeinbildender Beitrag der Tübinger Weingärtner zur Weltliteratur sach- und ortskundig in gültig-endgültiger Form gebracht, erweitert und herausgegeben von Heinz-Eugen Schramm.[2].

Lidradur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Nachdruck der Urausgabe von 1916 der Tübinger Gogenwitze: Urausg. 1916 / mit e. Vorw. von Bernd-Jürgen Warneken u. Zeichn. von Sepp Buchegger[3]
  • Martin Biastoch: Tübinger Studenten im Kaiserreich: eine sozialgeschichtliche Untersuchung[4]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wo s herkommd[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Bernd Jürgen Warneken: Die Gogenwitze oder Tübinger Volkskultur in der Moderne. Abgrüeft am 4. Juli 2016.
  2. Heinz-Eugen Schramm: Karl Knödler Die „klassische“ Sammlung garantiert waschechter, würziger Gogen-Witze, als allgemeinbildender Beitrag der Tübinger Weingärtner zur Weltliteratur sach- und ortskundig in gültig-endgültiger Form gebracht, erweitert und herausgegeben von Heinz-Eugen Schramm, 79 1982, ISBN 3-87421-099-5DNB 830239235
  3. Schwäbische Verlagsgesellschaft Tübinger Gogenwitze: Urausg. 1916 / mit e. Vorw. von Bernd-Jürgen Warneken u. Zeichn. von Sepp Buchegger 1979, ISBN 3-88466-000-4
  4. Martin Biastoch: Thorbecke Tübinger Studenten im Kaiserreich: eine sozialgeschichtliche Untersuchung / Martin Biastoch 1996DNB 946346194


Information icon.svg Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Gôgen-Witz“ vu de deutsche Wikipedia.

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