Siegfried Lenz

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Dr Siegfried Lenz (1969)

Dr Siegfried Lenz (* 17. Merz 1926 z Lyck, Ostpröisse; † 7. Oktober 2014 z Hamburg) isch e dütsche Schriftsteller gsi und äine vo de bekanntiste dütschsproochige Verzeler in dr Noochchriegs- und Gegewartslitratuur. As si wichdigsts Wärk gältet dr Roman Deutschstunde (1968) über d Zit vom Nationalsozialismus und e falsch verstandnige Pflichtbegriff, wo in e Hufe Sprooche übersetzt und au verfilmt worde isch. Au sini ersti Sammlig vo Churzgschichte vom Joor 1951, So zärtlich war Suleyken, isch mit sinere nöiartige Wiis vom Verzele und wil er dr masurisch Dialäkt verwändet, seer erfolgriich worde.

Dr Lenz het sich für d SPD anggaschiert und het d Ostpolitik vom Willy Brandt understützt. Wo dr dütsch-polnisch Verdraag 1970 underschriibe worde isch, het män en uf Warschau iiglaade. Im Oktober 2011 isch er Eerebürger vo sinere Geburtsstadt worde.[1]

Wärk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Lenz bin ere Lääsig z Bonn (1969)

Näbe vierzää Romään het dr Siegfried Lenz über hundert Verzellige, Theaterstück, Höörspiil, Essey, Reede und Rezensione gschriibe und het sich immer wider in dr Politik iigmischt. Noch em Hanjo Kesting het er näben em Heinrich Böll und em Günter Grass zu de Autore vo dr dütsche Noochchriegslitratuur ghöört, wo bestimmt häi und uusegstande si.

Romään[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1951 Es waren Habichte in der Luft
  • 1953 Duell mit dem Schatten
  • 1957 Der Mann im Strom
  • 1959 Brot und Spiele
  • 1963 Stadtgespräch
  • 1968 Deutschstunde
  • 1973 Das Vorbild
  • 1978 Heimatmuseum
  • 1981 Der Verlust
  • 1985 Exerzierplatz
  • 1990 Die Klangprobe
  • 1994 Die Auflehnung
  • 1999 Arnes Nachlaß
  • 2003 Fundbüro

Gschichte und Novälle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1955 So zärtlich war Suleyken, Churzgschichte
  • 1956 Das schönste Fest der Welt
  • 1956 Das Kabinett der Konterbande
  • 1958 Jäger des Spotts. Geschichten aus dieser Zeit, Verzellige
  • 1958 Lukas, sanftmütiger Knecht, Verzellig (12 Site)
  • 1959 Ein Freund der Regierung, Churzgschicht
  • 1960 Das Feuerschiff, Verzellig
  • 1961 Zeit der Schuldlosen, szenischs Wärk
  • 1962 Stimmungen der See, Verzellige
  • 1964 Das Gesicht, szenischs Wärk
  • 1964 Lehmanns Erzählungen
  • 1965 Der Spielverderber, Verzellig
  • 1967 Haussuchung, szenischs Wärk
  • 1968 Leute von Hamburg, Verzellig
  • 1970 Die Augenbinde, szenischs Wärk
  • 1973 Wie bei Gogol, Verzellig
  • 1975 Der Geist der Mirabelle, Verzellig
  • 1975 Einstein überquert die Elbe bei Hamburg, Verzellige
  • 1980 Drei Stücke, szenischs Wärk
  • 1984 Ein Kriegsende, Verzellig
  • 1987 Das serbische Mädchen, Verzellig
  • 1996 Ludmilla, Verzellig
  • 2004 Zaungast, Verzellige
  • 2006 Die Erzählungen. ISBN 3-455-04285-6.
  • 2008 Schweigeminute, Novälle
  • 2009 Landesbühne, Novälle. Hoffmann und Campe, Hamburg 2009, ISBN 978-3-455-30665-1.
  • 2009 Der Ostertisch, Verzellig, Illustration: Jacky Gleich
  • 2011 Die Ferne ist nah genug. Erzählungen, uusegee vom Helmut Frielinghaus. dtv, Münche 2011, ISBN 978-3-423-14023-2.
  • 2011 Die Maske. Verzellige. Hoffmann und Campe, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-40098-4.[2]
  • 2011 Harmonie. Die Versuchsperson. Zwäi Äiakter. Hoffmann und Campe, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-04292-4.
  • 2012 Küste im Fernglas. Erzählungen, uusegee vom Helmut Frielinghaus, dtv, Münche 2012, ISBN 978-3-423-14080-5.
  • 2013 Die Nacht im Hotel. Illustriert vo dr Joëlle Tourlonias, ISBN 978-3-455-38127-6.
  • 2013 Eine Liebesgeschichte. Zärtliches aus Suleyken. Illustriert vo dr Franziska Harvey, ISBN 978-3-455-38134-4.
  • 2014 Leute von Hamburg. Mit Bilder vom Klaus Fußmann und eme Vorwort vom Helmut Schmidt, ISBN 978-3-455-40513-2

Essey, Chinderbüecher, Reede[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1953 Lotte soll nicht sterben, Chinderbuech
  • 1970 Beziehungen, Essey
  • 1971 Die Herrschaftssprache der CDU, Reed
  • 1971 Verlorenes Land – Gewonnene Nachbarschaft, Reed
  • 1971 So war das mit dem Zirkus, Chinderbuech
  • 1980 Gespräche mit Manès Sperber und Leszek Kołakowski
  • 1982 Über Phantasie: Gespräche mit Heinrich Böll, Günter Grass, Walter Kempowski, Pavel Kohout
  • 1983 Elfenbeinturm und Barrikade. Erfahrungen am Schreibtisch, Essey
  • 1986 Geschichte erzählen – Geschichten erzählen, Essey
  • 1992 Über das Gedächtnis. Reden und Aufsätze
  • 1998 Über den Schmerz, Essey
  • 2001 Mutmaßungen über die Zukunft der Literatur, Essey
  • 2006 Selbstversetzung, Über Schreiben und Leben, ISBN 3-455-04286-4
  • 2012 Amerikanisches Tagebuch 1962, Hoffmann und Campe Verlag, ISBN 978-3-455-40422-7
  • 2014 Gelegenheit zum Staunen. Ausgewählte Essays, uusegee vom Heinrich Detering. Hoffmann und Campe Verlag, ISBN 978-3-455-40493-7

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Winfried Baßmann: Siegfried Lenz. Sein Werk als Beispiel für Weg und Standort der Literatur in der Bundesrepublik Deutschland. Bouvier, Bonn 1976, ISBN 3-416-01271-2 (= Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Literaturwissenschaft; 222).
  • Hans-Jürgen Greif: Zum modernen Drama: Martin Walser, Wolfgang Bauer, Rainer Werner Fassbinder, Siegfried Lenz, Wolfgang Hildesheimer. 2. Uflaag Bouvier, Bonn 1975, ISBN 3-416-00936-3 (= Studien zur Germanistik, Anglistik und Komparatistik; 25).
  • Rachel J. Halverson: Historiography and fiction. Sigfried Lenz and the „Historikerstreit“. Lang, New York u. a. 1990 (= German life and civilization; 8).
  • Ming-fong Kuo: Das Romanwerk von Siegfried Lenz unter besonderer Berücksichtigung des Romans Das Vorbild. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1991, ISBN 3-631-40857-9 (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 1; 1223).
  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Siegfried Lenz. Edition Text u. Kritik, München 1976, ISBN 3-921402-33-6 (= Text + Kritik; 52).
  • Rudolf Wolff (Hrsg.): Siegfried Lenz. Werk und Wirkung. Bouvier, Bonn 1985, ISBN 3-416-01825-7 (= Sammlung Profile; 15).
  • Corinna Schlicht (Hrsg.): Anmerkungen zu Siegfried Lenz. Laufen, Oberhausen 1998, ISBN 3-87468-150-5 (= Autoren im Kontext – Duisburger Studienbögen; 2).
  • Felicia Letsch: Auseinandersetzung mit der Vergangenheit als Moment der Gegenwartskritik. Die Romane „Billard um halb zehn“ von Heinrich Böll, „Hundejahre“ von Günter Grass, „Der Tod in Rom“ von Wolfgang Koeppen und „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz. Pahl-Rugenstein, Köln 1982, ISBN 3-7609-5118-X (= Pahl-Rugenstein Hochschulschriften; 118; Ser.: Literatur und Geschichte).
  • Jörg Magenau: Schmidt - Lenz. Geschichte einer Freundschaft. Hoffmann und Campe, Hamburg 2014, ISBN 978-3-455-50314-2.
  • Erich Maletzke: Siegfried Lenz. Eine biographische Annäherung. 2. Aufl. Zu Klampen, Springe 2006, ISBN 3-934920-88-8.
  • Dorothée Merchiers: Le réalisme de Siegfried Lenz. Lang, Bern u. a. 2000, ISBN 3-906758-81-8 (= Publications universitaires européennes; Ser. 1, Langue et littérature allemandes; 1770).
  • Hagen Meyerhoff: Die Figur des Alten im Werk von Siegfried Lenz. Lanf, Frankfurt am Main u. a. 1979, ISBN 3-8204-6645-2 (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 1; 327).
  • Hartmut Pätzold: Theorie und Praxis moderner Schreibweisen. Am Beispiel von Siegfried Lenz und Helmut Heissenbüttel. Bouvier, Bonn 1976, ISBN 3-416-01258-5 (= Literatur und Wirklichkeit; 15).
  • Elfie Poulain: La recherche de l’identité sociale dans l’œuvre de Siegfried Lenz. Analyse de pragmatique romanesque. Lang, Bern u. a. 1996, ISBN 3-906754-68-5 (= Collection contacts; Sér. 3, Études et documents; 37).
  • Trudis E. Reber: Siegfried Lenz. 3., erg. Auflage, Colloquium, Berlin 1986, ISBN 3-7678-0678-9 (= Köpfe des 20. Jahrhunderts; 74).
  • Nikolaus Reiter: Wertstrukturen im erzählerischen Werk von Siegfried Lenz. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1982, ISBN 3-8204-7262-2 (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 1; 560).
  • Irene Schlör: Pubertät und Poesie. Das Problem der Erziehung in den literarischen Beispielen von Wedekind, Musil und Siegfried Lenz. Wisslit, Konstanz 1992, ISBN 3-89038-821-3 (Zugleich Dissertation an der Universität Istanbul, 1991).
  • Werner Schwan: „Ich bin doch kein Unmensch“. Kriegs- und Nachkriegszeit im deutschen Roman. Grass, Blechtrommel – Lenz, Deutschstunde – Böll, Gruppenbild mit Dame – Meckel, Suchbild. Rombach, Freiburg im Breisgau 1990, ISBN 3-7930-9062-0.
  • Hans Wagener: Siegfried Lenz. Edition Text und Kritik, München 1979, ISBN 3-406-04152-3.
  • Wolfgang Beutin: „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz. Eine Kritik. Mit einem Anhang: Vorschule der Schriftstellerei. Hartmut Lüdke Verlag, Hamburg 1970. (Die „Vorschule“ beschäftigt sich mit W. E. Süskinds Vom ABC zum Sprachkunstwerk.)
  • Wolfgang Beutin: Siegfried Lenz. In: Preisgekrönte. Peter Lang, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-631-63297-0, S. 227–274.
  • Marcel Reich-Ranicki: Mein Freund Siegfried Lenz. In: FAZ, 17. März 2006
  • Fritz J. Raddatz: Ich lehne mich auf, darum bin ich. In: Die Zeit, 16. März 2006, Nr. 12.

Film[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Siegfried Lenz – Schriftsteller und Menschenfreund. Dokumentarfilm, Dütschland, 2011, 43:40 Min., Buech und Reschie: Adrian Stangl, Brodukzion: arte, NDR, Räije: Mein Leben, Erstsendung: 21. Merz 2011 bi arte.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Siegfried Lenz – Sammlig vo Multimediadateie

link={{{1}}}:q S {{{3}}}sprochig Wikiquote hät Zitat zum Thema „[[Wikiquote:{{{1}}}:{{{2}}}|{{{2}}}]]“

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Siegfried Lenz wird Ehrenbürger seiner Heimatstadt. In: Die Welt, 18. Oktober 2011
  2. Polonaise fauchen. In: Süddeutsche Zeitung, 6. Dezämber 2011, Seite 2/8
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