Essei

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech

Dr Essei isch e gäistriichi Abhandlig, wo din wüsseschaftligi, kulturelli oder gsellschaftligi Fenomeen belüüchdet wärde. Im Middelpunggt stoot die persönligi Usenandersetzig vom Autor mit em Thema. D Kriterie vo dr wüsseschaftlige Methodik cha mä drbii vernoochlässige; dr Autor het also relativ groossi Freihäite.

D Essei ghööre au zu de schurnalistische Daarstelligsforme. Äänligi Teggstarte, wo mä mänggisch au sünonüüm mit Essei verwändet, si Causerie, Glosse, Kolumne, Drakdaat, Ufsatz und dr schurnalistischi Kommentar und dr Läitardikel.

Dr Übergang zwüschen em Essei und em Aforismus isch fliessend: „Der Essay ist der große Bruder des Aphorismus“.

Dr Michel de Montaigne

Dr Begriff chunnt vom franzöösische Wort essai (vom latiinisch exagium) wo bäidi e „Broob, Versuech“ bedüte. Dr Essei as literarischi Form oder Gattig goot uf e franzöösisch Autor Michel de Montaigne (1533–1592) zrugg, won en us dr Adagia vom Erasmus vo Rotterdam entwigglet het.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Theodor W. Adorno: Der Essay als Form. In: Ders.: Noten zur Literatur. Hrsg. v. Rolf Tiedemann. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, 19581.
  • Hans Peter Balmer: Aphoristik, Essayistik, Moralistik. In: Hans Vilmar Geppert / Hubert Zapf (Hrsg.): Theorien der Literatur. Grundlagen und Perspektiven, Bd. III, A. Francke, Tübingen 2007, S. 191–211.
  • Max Bense: Über den Essay und seine Rede. In: Merkur 1 (1947), S. 414–424.
  • Erwin Chargaff: Alphabetische Anschläge, Stuttgart 1989, darin Versuch mit oft unzulänglichen Mitteln, S. 223-230
  • Gerhard Haas: Essay. Stuttgart 1969.
  • O.B. Hardison, Jr.: Binding Proteus: An Essay on the Essay. In: Alexander J. Butrym (Hrsg.): Essays on the Essay: Redefining the Genre. The U of Georgia P, Athens / London 1989, S. 11–28.
  • Ludwig Rohner: Der deutsche Essay. Materialien zur Geschichte und Ästhetik einer literarischen Gattung. Luchterhand, Neuwied / Berlin 1966.
  • Ludwig Rohner: Deutsche Essays. Prosa aus zwei Jahrhunderten in 6 Bänden. DTV, München 1982.
  • Michael Rutschky: Wir Essayisten. Eine Selbstkritik. In: Ders.: Reise durch das Ungeschick. Und andere Meisterstücke. Haffmans, Zürich 1990, S. 199–220.
  • Michael Rutschky: Stichwort Essay: Unterscheidungen ignorieren. In: Hugo Dittberner (Hrsg.): Kunst ist Übertreibung. Wolfenbütteler Lehrstücke zum Zweiten Buch I. Wallstein, Göttingen 2003, S. 228–237.
  • Christian Schärf: Geschichte des Essays. Von Montaigne bis Adorno. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1999.
  • Friedhelm Schmidt-Welle: Von der Identität zur Diversität. Mexikanische Essayistik im 20. Jahrhundert. In: Walther L. Bernecker u. a. (Hrsg.): Mexiko heute. Vervuert, Frankfurt am Main 2004; S. 759–786
  • Georg Stanitzek: Essay – BRD. Vorwerk 8, Berlin 2011.
  • Klaus Weissenberger (Hrsg.): Prosakunst ohne Erzählen. Die Gattungen der nichtfiktionalen Kunstprosa; Niemeyer, Tübingen 1985.
  • Andreas Martin Widmann: Die Form der Stunde (Site cha nüme abgrüeft wärde; Suche im Webarchiv) Vorlage:Toter Link/www.freitag.deIn: Der Freitag (26. Januar 2012); S. 15.
  • Peter V. Zima. Essay / Essayismus. Zum theoretischen Potenzial des Essays. Von Montagne bis zur Postmoderne. Königshausen & Neumann, Würzburg 2012, ISBN 978-3-8260-4727-5.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]