Ribel

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Dialäkt: Ostschwizerisch
Rhintaler Ribelmeal
Ribel wörd i da Brotpfanne g riblet
En Guate . . .
Rhintaler Ribel - pfannefertig
Sack mit Meal för da Rhintaler Ribel
Rhintaler Ribelmais - AOC-Verpackig (sit 2013 AOP)

Ribel, Ribl oder Ribil, o Türgge- oder Törggeribel (im Voralbärg: Riebel, au Stopfer, Pflutta oder Brösel), ischt a oafachs Maisgricht us em St. Galler Rhintl, Föarstetum Liachtasta und em nördliche Churer Rhintl. Sit em Augste 2000 ischt i de Schwiz de Rhintaler Ribelmais, wo ma brucht zum drus Ribel macha, a gschützti Ursprungsbezaichnig.[1]

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ribel ischt früaner – epa vom 18. bis i d Metti vom zwoanzigste Johrhundert – vor allem a Mohlzit vo de arme Lüt und de Puurefamilie gsi. Will d Lüt globt hond, de Mais chäm us em Oste, händs eam Türgge oder Törgge gseat. Wäg em Pföa ischt dia Pflanze im Rhintl guat gwachse. Geasse wore ischt de Ribel maistens zum Zmorge. Da Grecht wörd us heallem Maismeal gmacht und vilfach zeamme mit Kafi oder Milch geasse.

Spöter ischt dean de Ribel dor s modearn Zmorge chli verdrängt wore. Ribel wörd hüt no (oder wider) i de Ostschwiz (vor allem im Rhintl) und im Liachtasta (aber o im Voralbärg) geasse.

Er ischt e nahrhafti, vegetarischi und o priisgünstigi Mohlzit.

Zuaberaitig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Für en tüpische Ribel wörd s Ribelmeal mit a chli Salz öber Nacht i Milch iigwaicht. Am Morge wörd deann de Brai innere Pfanne mit a chli Butter oder Schmaalz langsam (bis zunnere Stund) pröatlet. Dors ständig rible mit ennere flache Chelle entstoht langsam de Ribel (uuregelmässig rundi, liecht aaproteni Chlümpli, Ribeli). Mit e bitzli Zucker gits us deam Ribel a oafachi Süessspiis. Däzue trinkt me en Milchkafi oder me tunkt de Ribel ime Chacheli warme Milch. I ältere Rezäpt ischt de Ribel mit grafflete Eardlig (Härdöpfel) gstreckt und so als nahrhafti Hoptmohlzit geasse wore.

Rhintaler Ribelmais AOP[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Mais spillt im Rhintl sit langem a kulturgschichtlichi aber o a wertschaftlichi Rolle, vorallem de Fuettermais. Damit de Fuettermais sich nöd mit em Ribelmais chrützt und so em Ribelmais sini Qualität sinkt, hät me a gwüssi Distanz bim Aabau iigfüart. Und im Sommer 2000 ischt dean de Rhintaler Ribelmais, als tradizionelli Maissoarte, a gschützti Ursprungsbezaichnig (doozmol AOC, sit 2013 AOP) wora. Us deam Törgge weard e grobs Meal gmale, wo ma drus Ribel ka kocha.

Wariante[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wer zum kocha vom Ribel nöd sövil Zit bruche wil, de ka i de hütiga Zit a pfannefertigs Produkt koofe, wo me nu no ir Pfanne mos bröötle. E anders Produkt entstoht, wenn d Maiskörner nöd so fii gmale wörid. Da griesartig Meal aignet sich zum Bramata kocha, wo ähnlich ischt wia d Polenta.

Herkunftsgebiet[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Aabau vo dem Ribelmais beschränkt sich uf s Gebiet zwüschet em Bodesee und em nördlige Churer Rhintl:

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Ribel – Sammlig vo Multimediadateie

Verglichbari Produkt:

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Rhintaler Ribel (GUB) Schwizerischi Aidgenosseschaft, Bundesamt för Landwertschaft, Verfüegig vom 7. August 2000