Prophetie

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As Brofetii bezäichnet mä, wenn Persone, wo dängge, ass si vom ene Gott berüeft worde si, Botschafte von ere Religion verkünde. Sonigi Brofeete (vo gr. προφήτης propʰḗtēs [vgl. Präposition προ- pro-, φη|μί pʰē|mí, „ich sääg“ und Suffix -tēs]: „Fürsprächer”, „Sändbote”, „Vorussääger”) legitimiere iiri Botschaft im Underschiid zun ere razional begründete Brognose und zum Woorsääge drmit, ass si von ere Gotthäit dur Intuizion, Audizion und/oder Vision en Ufdraag überchoo häige, und si näme in Aaspruch , die Botschaft öffentlig witerzgee.

D Brofetii isch e vilschichtigs Fenomeen, wo bsundrigs im Alte Oriänt bekannt gsi isch. Si isch e Kennzäiche vor allem vo de abrahamitische Religione und iirem Glaube an en äinzige Gott.[1] Si isch mündlig bekannt gmacht und denn vilmol ufgschriibe und überliiferet worde und umfasst nit nume Eräigniss in dr Zuekumft, sondern vilmol wie zum Bischbil im biblische Buech Amos au Kritik an dr Vergangehäit und Gegewart vo de Lüt, wo si an sä grichdet gsi isch. Äinzelni Vorussage vom ene Brofeet bezäichnet mä as Brofezeijig oder Verhäissig.

Öb e Brofetii as e Wort vo Gott anerkennt oder as Düüfelszüüg und Heresii bezäichnet wird, hängt vom Glaube vo dr Person ab, wo sä ghöört. Nid nume organisierti Religione bekämpfe Brofetie, won ene nid ins Züüg basse, au Filosoofe wie dr Karl Popper in sim Buech Die offene Gesellschaft und Ihre Feinde, und in dr Vordragsräije Philosophie und falsche Propheten, bezäichne anderi Filosofe wie dr Karl Marx und dr Friedrich Engels mit iirer Häilsverkündung vo dr Industrialisierig as falschi Brofeete. D Tendänz hützudags isch s, wenn öbber säit, er wurd Gott gsee oder ghööre, daas as psüchiatrischs Brobleem aazluege.

Biischpiel vo Bibel-Profetiie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Dr Profet Jesaja verkündet im Alte Teschtament, Jesaja 53,7: "Als er gemartert ward, litt er doch willig"; 53,9: "Und man gab ihm sein Grab bei Übeltätern, wiewohl er niemandem Unrecht getan ..."; 53,11: "...denn er trägt ihre Sünden". Das Ganze schtammt natürlich, falls authentisch, uus dr Ziit düütlich vor Chrischtus.
  • In dr Johannes-Offebarig vom Neue Teschtament, 20,7, heisst's: "Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan los werden."; 20,9: "Und sie zogen herauf und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt."; 20,10: "Und der Teufel ward geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel."

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • W.A. Bijlefeld: A prophet and more than a prophet? Some observations on the qurʾanic use of the terms ‘prophet’ and ‘apostle’. In: Muslim World 59 (1969), S. 1–28.
  • Mathis Christian Holzbach: Die großen Seher und Propheten. Marixverlag, Wisbade 2013, ISBN 978-3865399748.
  • Walter A. Koch: Prophetie und astrologische Prognose. Karl Rohm, Lorch 1998, ISBN 3-87683-215-2.
  • Matthias Riedl, Tilo Schabert: Propheten und Prophezeiungen. Königshausen & Neumann, 2005, ISBN 3-8260-2253-X.
  • T. Fahd: Art. „Nubuwwa“; in: The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. VIII, S. 93b–97a. (Über s Konzept vo dr Brofetii im Islam)

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Scott Davison: „Prophecy“ in dr Stanford Encyclopedia of Philosophy (änglisch, mit Literaturaagabe)
  • Jutta Krispenz: Prophetische Redeformen, in: Michaela Bauks / Klaus Koenen (Hgg.), Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex) 2006.
  • Martti Nissinen: Prophetie (Alter Orient), in: Michaela Bauks / Klaus Koenen (Hgg.), Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex) 2007.

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Hans Küng: Der Islam, Piper, München-Zürich 2004, S. 166
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