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Metallurgii

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Iisewärk (um 1875)
Hoochoofenabstich (21. Joorhundert)

Metallurgii bezäichnet alli Verfaare zum Metall und anderi metallurgisch nützligi Elimänt z gwinne und z verarbäite.

S Wort „Metallurgii“ setzt sich zämme us em altgriechische μέταλλον métallon für en Abbaustett und ourgos für ‚dä, wo e Däätigkäit usüebt‘.[1] E Metallurg schafft also in Abbaustett und mit däm, wo abbaut wird. Dr Begriff vom latiinische Wort metallum isch änger und bedütet nume „Metall“.[2]

In dr Daafele undedraa isch d Entwigglig vo dr Metallurgii vom Neolithikum bis zum Aafang vo dr Modärne beschriibe. D Zitaagoobe für Kulturverändrige si für Europa, Asien und Afrika nit immer die gliiche. S Ändi vom Mesolithikum (öbbe 5500 v. d. Z.) und dr Aafang vom Neolithikum (ab 8000, noch andere Aagoobe ab 5500 bis 2000 v. d. Z.) überschniide sich. Die jüngeri Datierig goot mit de Keramikkulture (Schnuer- und Bandkeramik, Gloggebächer, wo mit metallischem Schmuck gfüllt si, as Graabbigoobe) no vil lenger as dr Aafang vo dr Chupferzit, wo uf öbbe  5000 v. d. Z. datiert isch, und d Früefaase vo dr Bronsezit, wo as Chupferstäizit bezäichnet wird.

um 8000 v. d. Z. langsame Übergang ins Neolithikum sässhafti Besiidlig vo 7750 v. d. Z. aa noochgwiise, Landwirtschaft, Metallschmuck, ersti Erkenntniss in dr Gwünnig vo Metall und sinere Bearbäitig
um 4000 v. d. Z. früeji Chupferzit, au Chupferstäizit Metallspiegel z Knossos, Beieli us Chupfer, Grabbiigoobe in dr Form vo Chupferdolch und Goldschmuck, ersti Gegeständ us Iise
ab 2700 v. d. Z. Früeji Bronsezit D Bronse chunnt us em Kaukasus in dr Middelmeerruum (Zykladekultur[3]) und uf Egüpte, in Öiropa isch d Himmelsschiibe vo Nebra dr bedütendsti Fund us dr Früeje Bronsezit
1700 – 800 v. d. Z. Bronsezit Kampfwäge und Waffe us Bronse, Schwärter, Dänggmol, Schmuck (Bronzefible), Münze, Wärkzüüg (Beieli), Bauwääse (Chlammere as Verbinder von Marmordäil)
ab 1100 v. d. Z. Mit dr Iiwanderig us em Norde chunnt technische Fortschritt, wo s Wie und s Wenn nid unumstritte si. Dorischi Riterchrieger, scho mit Iisewaffe (ab 1200 scho bi de Hethiter), häige sich gege Bronseschwärter und Kampfwääge duregsetzt.
ab 800 v. d. Z. Früeji Iisezit Hallstattkultur, Verbräitig vo Iisegegeständ im middelöiropäische Ruum
ab 600 v. d. Z. Aafang vo dr Iisezit z China
um 500 v. d. Z. Hoochblüeti vo dr hellenisch-römische Antike
ab 450 v. d. Z. Jüngeri Iisezit, Latène-Kultur witerentwiggleti Verwändig vo Iise
Zitewändi Römischi Verhüttigsaalaage entstöön in Gebiet, wo mä Erz gfunde het, Siegerland
200 n. d. Z. Spootantiki Zit Es git Fabricae (Manufakture) in dr Metallverarbäitig näben em Handwärk
400600 / 700 Zit vo dr germanische Völkerwanderig, s Ändi vo dr Spootantike Witerentwigglig bi dr Verwändig vo Iise under de Merowinger und Wikinger (Waffe, technischi Gräat), Bronse für Münze, Chliibildniss, Rölief, Dänggmol
um 1160 Aafang vo dr Besiidlig vom böhmisch-sächsische Erzgebirg zerst nume Abbau vo silberhaltige Bleierz zum Silber z gwinne („Driibaarbet“)
noch 1300 1318 ersti urkundligi Erwäänig vo Muldehütte bi Freiberg/Erzgebirg as „Hüttestandort“ ersti „Hoochschachtööfe“ ersetze die elter „Niiderschachtööfe“, lueg Hoochoofe
noch 1400 die früeindustrielli Gwünnig und Verarbäitig vo Iise nimmt zue.
noch 1500 Aafang vo dr Entwigglig, wo bis in die hütigi Zit längt. mit em Georgius Agricola (XII Libri) ersetze technischi Hilfsmiddel zum Erz z gwünne und z verarbäite die äifachi Handaarbet;
1519 die erste Joachimsthaler wärde us böhmischem Silberabbau brägt.
  • Hermann Ost: Lehrbuch der chemischen Technologie. 21. Uflaag, Jänecke Verlag, Leipzig 1939. (Kapitel „Metallurgie“).
  • Alfred von Zeerleder: Über Technologie der Leichtmetalle. 2. Uflaag. Verlag des Akademischen Maschinen-Ingenieur-Vereins an dr E. T. H. Züri, 1951.
  • Hans Schmidt: Das Gießereiwesen in gemeinfasslicher Darstellung. 3. Uflaag, Gießerei-Verlag, Düsseldorf 1953.
  • Hans Riedelbauch: Partie- und Chargenfertigung in betriebswirtschaftlicher Sicht. In: ZfhF – Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung. Westdeutscher Verlag, Köln u. a., Heft 9, 1959, S. 532–553.
  • Ernst Brunhuber: Schmelz- und Legierungstechnik von Kupferwerkstoffen. 2. Uflaag, Schiele & Schön Verlag, Berlin 1968.
  • Gesamtverband Deutscher Metallgiessereien (Hrsg.): Guss aus Kupfer und Kupferlegierungen, Technische Richtlinien. Düsseldorf / Berlin 1982, DNB 821020889.
  • Mervin T. Rowley (Hrsg.): Guss aus Kupferlegierungen. Schiele & Schön, Berlin 1986, ISBN 3-7949-0444-3. (ängl. Originalditel: Casting copper base alloys).
  • DKI-Workshop. Deutsches Kupfer-Institut, Berlin. (Schriftenreihe; Tagungsbände – unter anderem 1993, 1995).
  • Hans Joachim Müller: Handbuch der Schmelz- und Legierungspraxis für Leichtmetalle, Schiele & Schön, Berlin 1977, ISBN 3 7949 0247 5.
 Commons: Metallurgii – Sammlig vo Multimediadateie
  1. Vergliich: „Chirurg“, äine, wo öbbis mit sine Händ macht.
  2. Lueg au: Zedlersches Lexikon. Bd. 20, 1739/1740, Spalte 1255. Artikel Metallurgie. Über wie sich d Bedütig vo métallon gänderet het: in Liddell/Scotts Wörterbuch sowie unter métallurgie in Dictionnaire de l'Académie française
  3. FAS 18. Dezember 2011, S. 71.
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