Maria Beig

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D Maria Beig (* 8. Oktober 1920 z Senglinge, hit e Ortsdail vu Meggebeire as Maria Hund; † 3. Septämber 2018 z Friedrichshafe[1]), isch e dytschi Schriftstelleri gsii.[2] Si het as „Stimm vu Oberschwobe“ gulte.

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Maria Beig stammt us ere Buurefamilie. Si isch uf d Volksschuel un derno uf d Frauenarbetsschuel gange. Ab 1936 het si am Huuswirtschaftlige Seminar vum Pedagogische Inschtitut z Kircha e Lehr as Huuswirtschafts- un Handarbetslehreri absolviert. Ab 1941 het si as Lehreri an Schuele bi Hailbrunn, uf dr Schwebische Alb un z Friedrichshafe gschafft, wu si lang gläbt het un im Septämber 2018 im Alter vu 97 Johr gstorbe isch. Anne 1954 het si ghyrote, 1958 het si ne Dochter kriegt. Anne 1977 isch si in dr vorzytig Ruestand gange un het si ihre Draum vum Biecherschrybe erfillt. Zletscht het si z Immenstaad am Bodesee gläbt.

Chinschtlerisch Schaffe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Maria Beig het Roman un Verzellige verfasst, wu vor allem s Lääbe vu dr Buure in ihre oberschwebische Haimet schildere. Mit ihre niechtere Darstelligswys un ihrem absichtli aifache Stil het si syt ihrem Debüt, em Familieroman Rabenkrächzen, as en Art episch Naturtalänt gulte. Bsundersch gferderet wore isch si vum Martin Walser, was au derzue gfiert het, ass e Dail vu ihre Biecher in dr 1980er-Johr in Lizänz bim Suhrkamp Verlag erschine sin, doderdur het si ne braiter Publikum chänneglehrt. Fir Walser isch si dr Mittelpunkt vu dr „drei oberschwäbischen Marien-Heiligen der Literatur“ – gmaint sin näbe dr Beig d Dichteri Maria Menz un d Schriftstelleri Maria Müller-Gögler.

Im Noowort zue Rabenkrächzen het dr Walser iber d Maria Beig gschribe: „Literarisch kommt mir das, was Maria Beig geschrieben hat, vor, wie etwas, was auf der Wiese gewachsen ist, während wir anderen Schreibenden alle im Garten wachsen müssen. Der Unterschied ist der zwischen Gartensalbei und Wiesensalbei, der zwischen Gartenakelei und Wiesenakelei. In Duft und Feuer.“

S Beigs Buech Ein Lebensweg isch im Juni 2009 uf dr ersscht Blatz vu dr SWR2 Bestenliste gwehlt wore.[3] D Jury het s Buech as „eine Art Befreiungsliteratur“ globt.[4]

In dr Festschrift zue s Beigs 90. Geburtstag het dr Arnold Stadler gschribe: „aus der Heimat, das heißt, aus dem Inneren von etwas heraus, über das wir nicht verfügen, von dem wir nicht ohne weiters ‚mein‘ sagen können, da ist es her, was von Maria Beig kommt. Von weit her, geht es ganz nah.“[5]

Uuszaichnige un Ehrige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wäärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Rabenkrächzen. Sigmaringen 1982
  • Hochzeitslose. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1983
  • Hermine. Ein Tierleben. Sigmaringen 1984
  • Aus Oberschwaben. Freiburg im Breisgau 1985 (zäme mit em Rupert Leser)
  • Urgroßelternzeit. Sigmaringen 1985
  • Minder oder Zwei Schwestern. Sigmaringen 1986. Als Suhrkamp-Taschenbuch, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-518-38109-1
  • Die Ruferin. Bergen (Niederlande) 1987
  • Kuckucksruf. Sigmaringen 1988
  • Die Törichten. Sigmaringen 1990
  • Jahr und Tag. Sigmaringen 1993
  • Töchter und Söhne. Sigmaringen 1995
  • Annas Arbeit. Sigmaringen 1997
  • Treppengesang. Stuttgart 2000
  • Buntspechte. Stuttgart 2002
  • Ein Lebensweg. Klöpfer & Meyer, Tübingen 2009
  • Maria Beig. Das Gesamtwerk. Klöpfer & Meyer, Tübingen 2010 (hrsg. von Peter Blickle und Franz Hoben)

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Oswald Burger (Hrsg.): Was zählt. Maria Beig zum 75. Geburtstag. Thorbecke, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-1695-6
  • Peter Blickle: Maria Beig und die Kunst der scheinbaren Kunstlosigkeit. Edition Isele, Eggingen 1997, ISBN 3-86142-066-X
  • Peter Blickle und Hubert Klöpfer (Hrsg.): Maria Beig zu ehren. Eine kleine Festschrift. Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen 2010, ISBN 978-3-940086-92-1
  • Karin Kontny: Erzählen, um zu überleben. Erinnerung an eine Begegnung mit der Schriftstellerin Maria Beig, die im Oktober [2015] 95 Jahre alt wird. In: Literaturblatt für Baden-Württemberg, September/Oktober 2015, S. 9–11.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Maria Beig gestorben, swr.de, 4. Septämber 2018
  2. Maria Beig. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2016/2017. Band II: P-Z. Walter de Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-045397-3, S. 55.
  3. SWR2 Bestenliste Juni 2009 abgruefen am 26. Oktober 2009 (PDF; 22 kB)
  4. SWR2 aus dem Land: Musik und Literatur abgruefen am 19. Juni 2009
  5. Arnold Stadler in: Peter Blickle, Hubert Klöpfer: Maria Beig zu ehren, Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen 2010.
  6. Alemannischer Literaturpreis. Stadt Waldshut-Tiengen, archiviert vom Original am 4. Mai 2013; abgerufen am 14. Dezember 2010.
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