Künstliche Intelligenz

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Künstligi Intelligänz (KI, änglisch artificial intelligence, AI) isch e Däilgebiet vo dr Informatik, wo sich mit dr Automatisierig vo intelligentem Verhalte befasst. Dr Begriff isch nit äidütig abgränzbar, wil es scho kä genaui Definizioon vo Intelligänz git. Doch wird dr Begriff in dr Forschig und Entwicklig aagwändet.

Im Allgemäine bezäichnet „künstligi Intelligänz“ dr Versuech, e menschenäänligi Intelligänz z simuliere, d. h., e Kompiuter z baue oder z brogrammiere, so dass dä äigeständig Brobleem cha bearbäite. Vilmol brucht me dr Begriff aber au für Effäkt, won e chli usgseen, wie wenn Intelligänz wurd drhinderstecke, au wenn si mäistens nume uf äifache Algorithme basiere.

Überblick[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Begriff künstligi Intelligänz erinneret vilmol an d Vorstellig vom „Mensch as Maschine“, wo us dr Ufkläärig stammt[1], wo s Ziil vo dr sogenannte starke KI isch: en Intelligänz z schaffe, wo wie dr Mensch kreativ cha noochdänke und Brobleem cha lööse und won e Form vo Bewusstsii beziejigswiis SelbstbewusstseinSälbstbewusstsii und Emozioone het. Die Ziil vo dr starke KI si au noch joorzääntelanger Forschig immer non e Draum.

Bi dr schwache KI goot s drum, konkreti Aawändigsbrobleem z lööse. Bsundrigs intressant si doo Aawändige, wo s noch allgemäinem Verständnis usgseet, wie wemm mä e Form vo „Intelligänz“ drfür bruchi. Schlussändlig goot s bi dr schwache KI drum, intelligänts Verhalte mit Middel us dr Mathematik und dr Informatik z simuliere und nid drum, Bewusstsii z schaffe oder zum e diefere Verständnis vo Intelligänz z choo. Die schwachi KI het wil si sich uf relativ äifachi Verheltnis beschränggt het, in de letschte Joor bedütendi Fortschritt gmacht.

Näbe Forschigsresultaat us dr Informatik sälber brucht d KI au sonigi us dr Psüchologii, dr Nöirologii und de Nöirowüsseschafte, dr Mathematik und Logik, dr Koomunikazioonswüsseschaft, dr Filosofii und dr Linguistik. Umkeert het d KI iirersits Iifluss uf anderi Gebiet, vor allem uf d Nöirowüsseschafte. Das gseet mä draa, wie sich d Computational Neuroscience het afo entwiggle und dr Beriich vo dr Nöiroinformatik, wo zur biologiiorientierte Informatik ghöört. Mä muess doo au no dr ganz Zwiig vo dr Kognizionswüsseschaft erwääne, wo sich stark uf d Resultaat vo dr künstlige Intelligänz in Zämmenarbet mit dr kognitive Psüchologii stützt.

D KI isch uf jeede Fall kä abgschlossnigs Forschigsgebiet. Es wärde doo Technike us verschiidene Diszipline verwändet, ooni dass die e Verbindig mitenander häi. Bi künstlige nöironale Netz handlet es sich um Technike, wo zo dr Middi vom 20. Joorhundert aa entwigglet worde si und wo uf dr Nöirofüsiologii ufbaue.

Aawändige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In dr Vergangehäit si Erkenntniss vo dr künstlige Intelligänz mit dr Zit vilmol in de andere Gebiet vo dr Informatik ufdaucht: Sobald mä e Brobleem guet gnueg verstande het, het sich d KI nöiji Ufgoobe gsuecht. Zum Bischbil häi s Konstruiere vo Kompäiler oder d Kompiuteralgebra ursprünglig zur künstlige Intelligänz ghöört.

E Hufe Aawändige si uf dr Grundlaag vo Technike entwigglet worde, wo äinisch Forschigsgebiet vo dr KI gsi si oder es immer no si. E baar Bischbil:

  • Suechmaschiine mache dr Umgang mit dr Informazioonsfluet im Internet äifacher.
  • Bi dr Explorazioon vo Öölkwelle, dr Stüürig vo Marsroboter oder dr medizinische Diagnose wärde Expärtesüsteem iigsetzt.
  • Die maschinelli Übersetzig isch hüte wit verbräitet. Iiri Ergääbniss cha mä zwar noonig mit dene vo menschlige Übersetzer vergliiche, si si aber under vile Umständ guet gnueg und spare vil Zit und Gäld.
  • S Data-Mining und Text Mining biete Methode, wie mä Kärninformazioone us Teggst exdrahiert, wo nit oder nume schwach strukturiert si. Es wird öbbe brucht zum Inhaltsanalüüse z mache.
  • Mit em Information Retrieval findet mä komplexi Strukture in seer groosse Daatesätz wider und cha sä wider zämmefüere. Äi Aawändigsgebiet si Internet-Suechmaschine.
  • D Analüüse und Brognoose vo Kursentwicklige vo Akzie wird doo und dört dur künstligi nöironali Netz understützt.
  • Die Optischi Zäicheerkennig liist druckti Teggst zueverlässig.
  • D Handschrifterkennig wird in PDAs verwändet.
  • D Sproocherkennig macht s Diktiere vom ene Teggst mööglig und Reakzioone vo elektronische Apparäät uf gsprochnigi Befääl.
  • Kompiuteralgebrasüsteem, wie Mathematica oder Maple, understütze Mathematiker, Wüsseschaftler und Ääschenjöör bi iirer Arbet.
  • Computer-Vision-Süsteem überwache öffentligi Blätz, Brodukzionsbrozäss oder mache dr Stroossevercheer sicherer.
  • In Kompiuterspiil handle kompiutergstüürti Mitspiiler dä Umständ aagmässe, dank Algorithme, wo in dr KI entwigglet worde si. Bischbil für sonigi Aawändige si Deep Blue, e Schachkompiuter, wo 1997 dr Wältmäister Garri Kasparow besigt het, und s Brogramm Chinook, wo sit 1994 Dame-Wältmäister isch.
  • Bi Grubbesimulazioone für Sicherhäitsblaanig oder Kompiuteranimazioon wird e möögligst realistischs Verhalte vo (Mensche-)Masse berächnet.
  • E wüssebasierts Süsteem , bsundrigs en Expärtesüsteem cha fur schwiirige Frooge Löösige finde. Bischbil für sonigi Aawändige si: s Kompiuterbrogramm Watson, wo im Joor 2011 im Kwis Jeopardy gegen die bäide Spiiler gwunne het, wo bis denn am erfolgriichste gsi si, oder d Wässedaatebank Cyc.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Dietrich Dörner: Bauplan für eine Seele. Rowohlt, Reinbek 2001, ISBN 3-499-61193-7
  • Wolfgang Ertel: Grundkurs Künstliche Intelligenz: Eine praxisorientierte Einführung. 3. Uflaag, Springer Vieweg 2013. ISBN 978-3-8348-1677-1
  • Howard Gardner: Dem Denken auf der Spur (KI als Teil der interdisziplinären Kognitionswissenschaft) Stuttgart 1989 ISBN 3-608-93099-X
  • Uwe Lämmel; Jürgen Cleve: Künstliche Intelligenz, 3. Uflaag 2008, Carl Hanser Verlag Münche, ISBN 978-3-446-41398-6
  • Douglas R. Hofstadter: Gödel, Escher, Bach, ein Endloses Geflochtenes Band dtv ISBN 3-423-30017-5
  • Raymond Kurzweil: The Age of Spiritual Machines. B&T (Januar 2000) ISBN 978-0-14-028202-3
  • Jan Lunze: Künstliche Intelligenz für Ingenieure. 2010. ISBN 978-3-486-70222-4
  • Marvin Minsky: Mentopolis Stuttgart 1990 ISBN 3-608-93117-1
  • Hans Moravec: Computer übernehmen die Macht. Vom Siegeszug der künstlichen Intelligenz. Hoffmann und Campe (1999) ISBN 978-3-455-08575-4
  • Roger Penrose: Computerdenken – Des Kaisers neue Kleider oder die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewusstsein und die Gesetze der Natur, Übersetzig vo dr änglische Originalusgoob The Emperor's New Mind, mit eme Vorwort vom Martin Gardner und eme Vorwort zur dütsche Usgoob vom Dieter Wandschneider, Heidelbärg 1991
  • Roger Penrose: Schatten des Geistes. Wege zu einer neuen Physik des Bewußtseins Übersetzig us em Änglische Shadows of the Mind Heidelbärg 1995
  • Rolf Pfeifer, Christian Scheier, Alex Riegler: Understanding Intelligence Bradford Books, 2001, ISBN 0-262-66125-X
  • Görz, Rollinger, Schneeberger (Hrsg.): Handbuch der Künstlichen Intelligenz, 4. Auflage 2003, Oldenbourg, ISBN 3-486-27212-8
  • Georg Ruppelt (Hg): Der große summende Gott – Geschichten von Denkmaschinen, Computern und künstlicher Intelligenz uusegee für die Niedersächsische Landesbibliothek. Au: Uwe Drewen, Dokumentation einer Ausstellung. Niemeyer, Hameln 2003 ISBN 3-8271-8807-5
  • Stuart Russell, Peter Norvig: Artificial Intelligence: A Modern Approach, 2. Auflage, 2002, Prentice Hall.
  • Stuart Russell, Peter Norvig: Künstliche Intelligenz: Ein moderner Ansatz, August 2004, Pearson Studium, ISBN 3-8273-7089-2 (dütschi Übersetzig vo dr 2. Uflaag)
  • Bernd Vowinkel: Maschinen mit Bewusstsein – Wohin führt die künstliche Intelligenz?. Wiley-VCH (Mai 2006) ISBN 978-3-527-40630-2
  • Joseph Weizenbaum: Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft Suhrkamp, 12. Uflaag, 1978, ISBN 3-518-27874-6
  • Ingo Boersch, Jochen Heinsohn, Rolf Socher: Wissensverarbeitung - Eine Einführung in die Künstliche Intelligenz. Elsevier (Mai 2006) ISBN 978-3-8274-1844-9

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. zum Bischbil 1748 vom Julien Offroy de la Mettrie.
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