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Gothic-Kultur

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
en Goth om Grufti-Luuk mit Piercing, Roosechranz und alchemistische Symbol uf de Stirn

D Gothic-Kultur isch e vilsitigi Subkultur, wo ab Afang vo de 1980er Joor schtuefewiis us em Punk und em New-Wave-Umfäld füregange isch und sich us mehrerne Schplitterkulture zämesetzt. Si het in de 1980er und 1990er Joor im Rahme vo dr Dark-Wave-Bewegig exischtiert und het bis zur Joortuusigwändi dr Knotepunkt vo dr sognannte Schwarze Szene bildet.

S Basiselemänt, wo d Entwicklig vo dr Gothic-Bewegig ermöglicht het, isch s Zämewirke vo Musik (Gothic Rock), d Faszination an absiitige Theme wie Tod und Vergänglichkeit (dodrus erklärt sich s Interässi an de Gothic Novels und an dr Schwarze Romantik), wo im Zug vo dr Neuen Deutschen Todeskunst ihre Höhepunkt gfunde het, und ere Sälbschtinszenierig, wo dodrus resultiert het.

D Ahänger vo dr Gothic-Kultur wärde länderübergriffend als Goths bezeichnet, au wenn die Bezeichnig innerhalb vo dr Szene ehnder sälte Awändig findet, bi vilne Szene-Aghörige sogar uf Ablähnig stosst und hüfig hinterfrogt wird. Gründ für das finde sich bischpilswiis im Versuech, die eigeni Individualität z wahre.

Im letschte Joorzähnt het d Bezeichnig Gothic e Zwäckentfremdig als Vermarktigsetikett dur d Musikinduschtrie erfahre, aber au dur die kommerzielle Medie, und das isch e witere Grund gsi, dä Szene-Name abzleene. So sin immer hüüfiger Bands us szenefremde Musikkulture, wie Metal, Mittelalterrock, Neue Deutsche Härte oder Visual Kei als Gothic vermarktet worde, während däm s Zentrum vo dr Gothic-Bewegig schrittwiis ins Absiits grote isch.

Goth(ic) (eigtl. „gotisch“, do im Sinn vo „düschter, schaurig“) het Ändi 1970er für e Schtil vo dr Rockmusik us em Post-Punk-Umfäld Verwändig gfunde und isch ab 1982/1983 uf d Ahänger vo dr Jugendkultur, wo drmit verbunde gsi si, übertrage worde. Dr Szene-Name goht doderbi nit ufs Volk vo de Gote, ufs Zitalter vo dr Gotik oder uf d Gothic Novels zruck, sondern isch grundsätzlich an e Musikschtil aglehnt, wo in Ängland entschtande isch und wo wäge sim dunkle und dumpfä Klang und sine verwändete Theme als „schuurig“ empfunde worde isch. Es het also zwüsche dr Gothic-Szene und dr Gotik-Epoche bzw. em Mittelalter kei diräkte Bezug bestamde, wie s in de Joorzähnt druf hauptsächlich vo Usseschtehende fählinterpretiert worde isch.

So het 1982 unter anderem dr Ian Astbury, dr Sänger vo dr Band The Southern Death Cult, d Fans vo dr Gruppe Sex Gang Children als „Goths“ bezeichnet. Nur kurzi Ziit spöter het dr Ian Astbury us The Southern Death Cult d Band Death Cult formiert und het 1983 in Berlin e Uftritt kha. Dr Musikjournalischt Tom Vague, wo au bim Konzärt gsi isch, het in eme Bricht in dr Oktober-Usgab vom Musikmagazin ZigZag vo 1983 über s Berliner Publikum „Hordes of Goths. It could be London…“ („Horde vo Goths. Es könnt London sii…“) gschriebe und het eso probiert, d Ähnlichkeite zwüsche em Publikum vo beidne Schtädt z verdüütliche. Zwüsche 1983 und 1984 het sich die Bezeichnig für e neui Jugendkultur no di noo etabliert und isch in dr Zitschrift The Face in eme Special übere Londoner Batcave-Club wider erwähnt worde.

Im dütsche Sproochruum het me gliichzitig Bezeichnige wie „Gruftis“ oder szeneübergriffend „Schwarzi“ oder „Waver“ benutzt, wil sich Gothic in de 1980er Joor weder als Genrebegriff no als Bezeichnig für e Subkultur über britischi Gränze hinwäg witläufig het könne duresetze. In Kanada und de USA isch das erscht öppe um 1988 passiert, im mitteleuropäische Ruum Afangs 1990er, au wenn Gothic als Sälbschtbezeichnig scho sit 1988 in Oscht-Berlin belegt isch.

Grufti, aglähnt an s Wort für Grabgwölb, het in Teil vo Düütschland langi Ziit als negativ besetzti Bezeichnig golte, wo schpöter vo de Szeneaghörige aber immer mee als saloppi Sälbschbezeichnig verwändet worde isch. Gegewärtig wird d Bezeichnig Grufti für d Gothic-Generatione vo de 1980er und früehe 1990er bruucht, wo – im Hiblick ufd Musik, s Outfit und s Styling – no schtark in dr Post-Punk- und New-Wave-Bewegig verankeret sin. Usseschtehendi verwände die Bezeichnig no hüt für die gsamti Gothic-Kultur, hüte aber witgehend ohni negativi Konnotatione.

Färner sin in dr DDR und in Teil vo Berlin Bezeichnige wie Ghouls, Outs oder Darks gebrüchlich gsi. Darks findet mä au in Länder wie Italie oder Mexiko wider. In e paar Gebiet vo Dütschland, wie Nordrhein-Westfalen, isch dezue ane d Sälbschttitulierig Krähen glöifig, was öppe dr Bezeichnig les corbeaux („d Rabe“) entschpricht, wo französischi Gothic- und Wave-Ahänger in de 1980er für sich gnutzt hän und wo sich uf däne ihr Erschiinigsbild bezoge het.

Goth, in dr Merzahl Goths gnennt, het sich bis hüt in vilne Teil vo dr Wält etabliert. In Dütschland isch au die entschprächendi Übersetzig Goten und au die grammatikalisch inkorräkti Bezeichnig Gothics verbreitet.

e Frau im schwarz-romantische Stil

Übere Umfang vo dr Gothic-Bewegig isch bishär wenig bekannt. E Märtschtudie us de schpote 1990er Joore goht in Düütschland vo öppe 60.000 Ahänger us, au wenn die Zahl als unrealistisch gültet, wil si näbe dr tatsächliche Gothic-Kultur au Teil vo dr gsamte Schwarze Szene und zahlrichi Sympathisante mit ibezieht. Au e Wachstum vo dr Gothic-Szene innerhalb vo de letschte zäh Joor, wo um d Joortuusigwändi mehrmols prognoschtiziert worde isch, wird doderbi szene-intern schtark azwiiflet. Schtattdesse wird sit Ändi 1990er in vilne Regione e sukzessivi Zruckbildig agnoh.

D Gothic-Szene gültet als ästhetisch orientierti Subkultur, vo däre d Mitglider als fridlich, aber au als unnahbar, elitär oder wirklichkeitsfremd wohrgnoh wärde. Sie isch e retroschpektivi Kultur mit ere ernorme Bandbreiti an modische Forme. D Gschlächterverteilig innerhlab vo dr Szene isch sehr usgwoge, dr Fraueateil liegt somit dütlich über däm vo vilne andere Subkulture.

D Durchschnittsbevölkerig wird vo Teil vo dr Gothic-Kultur negativ kritisiert, si wird als konservativ, konsumorientiert, intolerant, egoistisch und vom Gsetz vo dr soziale Bewährtheit gleitet dargschtellt. Us dr Ablähnig vo däne Eigeschafte resultiert e demonschtrativi Dischtanzierig zur Gsellschaft. Us em Versuech vo dr Bewältigung vo de Zwäng, dr emotionale Kälti und dr Vereinheitlichig vom Individuum in dr hütige Gsellschaft, trätte wiederum d Ideal vom Individualismus und die zelebrierti Melancholie füre.

E charakteristischs Läbensgfühl, wo alli Aghörige vo dr Gothic-Szene mitenand teile, gits nit. So wärde zwar philosopschisi, religiösi und politischi Froge unter de Goths durchuus thematisiert, allerdings nit einheitlich beantwortet.

En Teil vo de Goths bevorzuge Stilli, Einsamkeit und Besinnig und Ort, wo hüfig e Atmosphäre vo Tod, Leid, Fride und Vergänglichkeit usschtrahle. Dennoch isch d Gothic-Szene kei Truurkultur. Es git vil Goths, wo sich primär an dunkle, mystische oder okkulte Sache erfreue und probiere, die Siite vo ihrer Persönlichkeit uszläbe.

D Akzeptanz vom Tod als natürliche Beschtandteil vom Läbe wir hüfig nach usse treit. Vereinzlet gseht mer aber e Hang zur Exischtänzphilosophie, wo näbe em Reinkarnationsgedanke au d Erkenntnis über d Vergänglichkeit und dodrmit d Sinnlosigkeit vom Läbe impliziert, und us däre könne sich widerum negativi Gmüetszueschtänd wie Gliichgültigkeit, Resignation oder Todessehnsucht entwickle.

E gwüssi Sehnsucht nach em Mittelalter und sine Mythe und Sage isch bi einige Szenemitglider azträffe. Doderbi handlest s sich jedoch hüfig um e romantisierts Bild vom Mittelalter, wo mänge Goth vor Auge het und wo e Flucht vor dr reale Wält söll ermögliche. Doch au anderi Epoche, wie die elisabethanischi und viktorianischi Epoche, d Gründerzit sowie s Fin de siècle, ziehn s Interässe vo dr Gothic-Kultur uf sich.

D Beweggründ, sich dr Gothic-Bewegig azschliesse, sin unterschiedlicher Natur und unterscheide sich nur unwäsentlich vo däne vo andere Subkulture. Näbe de musikalische Vorliebe zelle doderzu schpeziell im Jugendalter d Identitätssuechi, alternativi Läbensentwürf, Protescht und Abgränzig gegenüber em Elterehuus und dr Gsellschaft, aber au e depressivs Läbensgfühl, wo hüfig durch Sinnleeri und Unverschtandesii füregruefe wird. Doderbi zieht d Entscheidig, sich dr Gothic-Szene azschliesse, oft vili privati, schuelischi und berueflichi Konflikt noch sich. In Einzelfäll ka die Entscheidig d Bindig and Eltere oder an anderi Familiemitglierder komplett zerschtöre, z. B. wenn s Familieläber scho vorhär schtark belaschtet und unharmonisch gsi isch.

Vili Goths pfläge e schtarks Traditionsbewusstsii und bhalte ihre Läbensschtil oder di dermit verbundene Vorliebene (u. a. für Musik und Kleidigsschtil) wit bis ins Erwachsenealter bi. Im Unterschied zu klassische Jugendkulture entschtoht so e altersübergriffende Dialog.


Schplitterkulture

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Ufgrund vo dr Grössi vo dr Szene sowie de persönliche Vorliebe hiisichtlich Musik, Kunscht und Kleidig, weli oft au als Usdrucksmittel diene, hän sich im Lauf vo dr Ziit e Reie erkennbari Schplitterkulture („Interässegmeinschafte“) bildet, weli sit etliche Joor koexischtiere. Insbesundere d Hardliner vo de jewilige Schplitterkulture könne sich doderbi durchus ablähnend gegeüberschtoh. So ka e Aghörige vo dr Batcave-Szene e völlig anderi Geischteshaltig verträtte als bischpielswiis e Ändziitromantiker. Zwei Charakterischtika, weli aber alli Schplittergruppe mitenand vereine, sind d Verwurzelige in dr Post-Punk- und Wave-Bewegig und dr Bezug zu de Gothic Novels bzw. zur Schwarze Romantik.


Batcaver au Gothpunk gnennt, bezeichnet die Aghörige vo dr früehe Gothic-Szene, wie si hautpsächlich in Ängland vorzfinde gsi isch. Si sin die erschte gsi, wo öppe 1983 als Gohts bezeichnet worde sin. Dr Name „Batcaver“, wo uf e früehe Szene-Club in London zruckgoht, isch erscht in schpöterer Ziit ufkoh und dient vor allem zur Abgränzig gegnüber de nochkommende Schplitterkulture innerhalb vo dr Gothic-Szene. In Bezug uf Outfit, Frisur und Ideologie no schtark vom Punk prägt, hän d Batcaver mit dr Joortuusigwändi e Revival mit aktiver Vernetzig zur amerikanische Death-Rock-Szene erläbt. Mit dr Batcave-Kultur wird weniger d Affinität zum Wältschmärz und zur Besinnlichkeit als vilmeh dr Schpass am Schuurig/Schöne in Verbindig brocht.

Bevorzugti Musik: Bauhaus, Siouxsie & The Banshees, The Damned, Specimen, Virgin Prunes, UK Decay


Grufti au Gruftie gnennt, het die Aghörige vonere Jugendkultur in Mitteleuropa bezeichnet, weli als Parallelbewegig zur Batcave-Kultur in Änland entschtande isch und bezüglich ihrer morbide Eigeheite in de 1980er und früehe 1990er Joor für Schlagziile gsorgt het. Konträr zur Batcave-Szene sin d Gruftis, sowohl musikbezoge als au ouftitmässig, dütlich schtörker im Wave-Umfäld verwurzlet gsi und hän e usprägte Hang zum Wältschmärz und zur Realitätsflucht erkenne loh. Inzwüsche gültet d Grufti-Bewegig, vo däre sich d Ahänger primär inerhalb vom adoleszente Schtadium bewegt hän, als erlosche.

Bervorzugti Musik: The Cure, Joy Division, Bauhaus, Christian Death, Anne Clark, früehi The Sisters Of Mercy


Ändziitromantiker D Ändziitromantiker bilde e Schplitterkultur, weli erschtmols Afangs de 1990er Erwähnig findet. Si het sich schtuefewiis us dr Grufti-Bewegig entwicklet; vo dere sin e Teil vom Erschiinigsbild wie usrasierti und toupierti Hoor, Silberschmuck etc. zwar bibhalte worde – im Vergliich zum Outfit vo de Gruftis sin Kleidig und Schminkschtil aber sorgfältig, dütlich ufwändiger und mit Liebi zum Detail gwählt. Si sin dr Schpiegel vo ere apokalyptische, todeskonzerntrierte Wältsicht. Markanti merkmool sin wiss gschminkti, ofmols mit filigran usgarbeitete Ornamänt verseheni Gsichtspartie, Kleidigsschtück us Samt, Brokat, Schpitze, Chiffon und Siide sowie Accessoires wie Roosekränz, Kruzifix, Brosche, Diadem, Samthalsbänder, riich verzierti Faltfächer und Schpitzehändsche. De Ändzitromantiker isch e Vorliebi für Philosophie, Literatur (bsunders Poesie), Molerei, Fridhöf und alti, verfalleni Baute wäsentlich mehr eige als es in Teil vo dr Grufti-Szene vo de 1980er Joor gsi isch.

Bevorzugti Musik: Goethes Erben, Relatives Menschsein, Sopor Aeternus, Lacrimosa, früehi Sanguis Et Cinis


Schwarzromantiker au Dark Romantic oder Romantic Goth gnennt, bezeichnet dr Ahänger von ere Schplitterkultur, weli sich öppe parallel bzw. unmittelbar nach de Ändziitromantiker etabliert het und sich im Lauf vo de letschte Joor zu eine vo de vorherrschende Schplitterkulture innerhalb vo dr Gothic-Kultur entwicklet het. Konträr zu de Ändziitromantiker sin punk- und wave-typischi Merkmool, wie usrasierti Hoor, toupierti Hoor, Piercings odr tote-ähnlich gschminkti Gsichtspartie, kuum bis gar nit vorhande. D Gränze zwüsche bedie Schplitterkulture sin – hisichtich de Interässe und dr Kleidig – aber fliessend. D Schwarzromantiker sin e landübergriffends Phänomen und – mit unterschiedliche Titulierige wie Romantic Goth – au in Grossbritannie, Frankriich, Italie oder Schpanie z finde.

Bevorzugti Musik: Dead Can Dance, Atraxia, Dargaard, Faith & The Muse, Love Is Colder Than Death, Qntal


Sunschtigi In dr zweite Hälfti vo de 1980er isch mit dr wachsende Poplarität vo Bands wie The Sisters of Mercy, The Misson oder Fields of the Nephilim e Fangmeinschaft entschtande, weli sich vo de üssere Merkmool vo allne vorhär gnennte Schplitterkulture schtark unterschiede het: Schtatt sitlich usrasierte, toupierte Hoor und eme typische Schmin- und Kleidigsschtil im Punk- und Wave-Look dominiere do langi Hoor und Kleidigselemänt vo dr Hard-Rock-Szene. Das Outfit gipfelet bi gwüsse Fans in ere komplette Übernahm vom Kleidigsschtil vo de Fields of the Nephilim, weli ufgrund vo ihrem Westernlook au scherzhaft „The Bonanzas“ gnennt worde sin.

Bevorzugti Musik: Fields of the Nephilim, The Mission, The Sisters of Mercy, New Model Army

Erschiinigsbilder

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E zentrals Merkmool vo dr Gothic-Kultur isch s Styling, wo vo vilne Ahänger als Usdrucks- und Abgränzigsform iigsetzt wird. Gothc, wo ihri Läbensiischtellig durch ihr Erschiinigsbild uszdrucke probiere, bevorzuge allgmein d „Farb“ Schwarz. Sie wird aber au als eifachs, modischs Elemänt verwändet. Aber au Blau, Violet, Wiss oder Bordeaux-Rot sin vorzfindendi Hoor- bzw. Kleiderfarbe. In Alähnig and Wurzle im Punk wärde d Schtrumpfhoose oder Netzhemmli absichtlich mit Riss oder Löcher verseh. Ebeso erinnere etlichi Frisure and Punk- und Wave-Kultur vo de 1980er Joor.

D Bekleidigsstrategie vo dr früehe Gothic-Szene het sich aber nit wie bi de Punks als Äschtetisierig vom Hässliche oder bi de New Romantics als Revival vom Glamouröse vo vergangene Ziite zeigt, sondern als Inszenierig vom Horror. Insbsundere bi de Gruftis isch es langi Ziit modisch gsi, d Vergänlichkeit vom menschliche Dosii geziilt durch e toteähnlichs Ufträtte z versinnbildliche. Dr glamourösi Aschpäkt, wie ihn die hütigi Gothic-Generation kennt, het doderbi zerscht nur e näbesächlichi Rolle gschpielt.

Vili Goths gränze sich allerdings au bewusst vom Erschiinigsbild vo dr Punk-Kultur ab. Elemänt us Kleidigsschtil vo dr Renaissance sin ebeso präsänt wie e ans Viktorianischs Ziitalter oder an dr Jugendschtil aglähnts Outfit. Doderbi sin die jewiilige Kleidigsschtil aber nur sälte in ere reine Form azträffe. In dr Regle handltes sich um einzelni Kleidigskomponänte us unterschiedliche Epoche, wo eklektisch mitenander kombiniert wärde. Glägentlich wärde näbe de dodermit verbundene Kleiderufwänd au hochi Köschte in Kauf gno, zum sich bischpielswiis e schtilächts Rokoko-Koschtüm schnidere z loh. E paar vo däne Kleidigsforme wärde als Relikt vo dr New-Romantic-Szene agluegt, anderersiits gälte d Darschteller vo romantische Vampirfilm als modischi Vorbilder.

Markanti Merkmool könne sii:

– Blass gschminkti Gsichtsfarb (Liicheblässi bzw. Viktorianischi Ästhetik), füreghobe durch dunkels Make-up und Bemoolige (Aktzentuierig vo de Backeknoche sowie kunschtvoll usgarbeiteti Ornamänt um Auge und Muul), schwarz lackierti Fingernägel.

– Ungwöhnlichi Frisure wie „Tällermiine“ (kreisförmig usrasierti Hoor, meischtens in Form vo „Rabenäschter“ oder „Turmfrisure“ gstylt), „Truurwiidefrisure“ (langi, uftoupierti Hoor), Irokeseschnitt (usrasierte Schtreife vom vordere Hoorasatz bis in Nacke), Undercut (zuesätzlich Hinterkopf), teilweiis sehr hoch toupiert, meischtens schwarz, sältener blau, rot und violet gfärbt oder blondiert. Sit de 1990er sin bi Frau vermehrt Frisure us vergangene Epoche azträffe, vereinzelt au überschulterlangi Hoor bi Männer.

Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vu dere Version vum Artikel „Gothic_(Kultur)“ vu de dütsche Wikipedia. E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.