Friedrich Brenner

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Dialäkt: Baseldütsch

Dr Friedrich Brenner (* 8. Januar 1809 z Baasel, † 31. Oktober 1874 z Baasel) isch e Schwizer Arzt und Baasler Groossroot gsi.

Lääbe und Karriere[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Friedrich Brenner isch 1809 z Baasel as Soon vom Spezereihändler Johann Jacob Brennner uf d Wält cho. Er het z Züüri, z Baasel und z Freiburg im Brisgau Medizin studiert und 1830 z Baasel dr Dokter gmacht. 1832 het er as Irrenarzt am "Almose" im ehemoolige Barfüesserklooster afo schaffe und het d Chettene und d Brüügel abgschafft.

1833 het dr Brenner d Catharina Kern ghürootet und 1835 isch er Brivatdozänt un dr Uni worde.

Zu dere Zit isch au s Groosse Spiddaal näbedraa im ene katastrofale Zuestand gsi, und dr Spiddaalarzt Brofässer Jung het sich drfür iigsetzt, ass mä für s Bürgerspiddal e nöis Häim wurd finde. Mä het drfür dr Markgrööflerhoof umbaut und 1842 isch s nöije Bürgerspiddääl iigweit worde und het au en Abdäilig für die Gäisteskranke ghaa, wo dr Brenner gläitet het. S «zum Almoose» isch zuedoo worde.[1]

1855 isch dr Brenner usserordentlige Brofässer für Psüchiatrii an dr Uniwersidäät Baasel worde as erste Dozänt in däm Fach an ere Schwizer Hochschuel.

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Brenner isch politisch und gsellschaftlig liberal und progressiv gsi und het wäge däm under de konserwative Christe nid wenig Find ghaa. Er het sich under anderem für Schuelreforme iigsetzt und für d Schwachsinnige-Bildig. Er isch zwäimol Freisinnige Baasler Grossroot gsi, vo 1846 bis 53 und vo 1859 bis 63. 1871 het er en Entwurf für en äidgenässischs Irregsetz gschriibe.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Gottlieb Burckhardt: Nekrolog. In: Correspondenz-Blatt für Schweizer Aerzte. Bd. 5 (1875), S. 65–69.
  • Brenner, Friedrich. In: Alma Kreuter: Deutschsprachige Neurologen und Psychiater. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon von den Vorläufern bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Saur, München 1996, Bd. 1, S. 180.
  • Georges Schüler: Der Basler Irrenarzt Friedrich Brenner 1809–1874. Ein Beitrag zur Geschichte der Schweizer Psychiatrie sowie zur Sozial-, Religions- und Kulturgeschichte der Stadt Basel im 19. Jahrhundert (= Veröffentlichungen der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. Bd. 27). Sauerländer, Aarau 1974, ISBN 3-7941-0996-1 (Dissertation, Universität Zürich, 1973).
  • Thomas Haenel: Zur Geschichte der Psychiatrie. Gedanken zur allgemeinen und Basler Psychiatriegeschichte. Birkhäuser, Basel 1982, ISBN 3-7643-1356-0, S. 87–98.
  • Huldrych M. F. Koelbing: Brenner, Friedrich. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Das Irrenhaus zum Almosen (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) uf basler-bauten.ch, abgrüeft am 12. Juni 2014