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Europäischs Barlemänt

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(Witergleitet vun EU-Parlament)
Europäischs Barlemänt

Plenarsaal vum Europäische Barlemänt z Stroßburi

Sitzverdailig
        

Stand: 2. Juli 2019[1]

Fraktion Sitze DeutschlandDeutschland OsterreichÖsterreich
  EVP
Chrischtdemokrate, Konservativi
182 29
(CDU, CSU)
7
(ÖVP)
  S&D
Sozialdemokrate
152 16
(SPD)
5
(SPÖ)
  Renew Europe
Liberali, Zentrischte
108 7
(FDP, FW)
1
(NEOS)
  Grieni/EFA
Grieni, Regionalparteie
74 25
(Grieni, ÖDP, Pirate, Die Partei, Volt)
2
(Grieni)
  ID
Rächtspopulischte, Rächtsextremi
73 11
(AfD)
3
(FPÖ)
  EKR
EU-Skeptiker, Konservativi
62 1
(Familie)
  GUE/NGL
Sozialischte, Kommunischte
41 8
(Linki, Tierschutzpartei)
  fraktionslos 54 1
(Die Partei)
Summe 751 96 18

S Europäisch Barlemänt (au Europabarlemänt oder EU-Barlemänt) isch s Barlemänt vu dr Europäische Union (Art. 14 EU-Verdrag) mit Sitz z Stroßburi. Syter anne 1979 wird s all fif Johr in allgmaine, diräkte, freie, ghaime Europawahle vu dr Burger vu dr EU gwehlt. Dodermit isch s Europäisch Barlemänt nit nume s ainzig diräkt gwehlt Organ vu dr Europäische Union, sunder au di ainzig diräkt gwehlt supranational Inschtitution wältwyt. Wel s uumittelbar di europäisch Bevelkerig rebresäntiert, cha s d Burgerchammere vu dr EU gnännt wäre, näb em Rot vu dr Europäische Union as Staatechammere.

Syt dr Grindig vum Barlemänt anne 1952 sin syni Kompetänze bi dr EU-Rächtsetzig e baar Mol dytli uusgwytet wore, vor allem dur dr Verdrag vu Maastricht 1992 un zletscht dur dr Verdrag vu Lissabon 2007, wu am 1. Dezämber 2009 in Chraft drätten isch. Au bi dr Bildig vu dr Exekutive, also dr Wahl vu dr Europäische Kommission, sin d Rächt vum Barlemänt schrittwys uusböue wore. D Kandidate fir d EU-Kommission mien si mittlerwyli zerscht ere Aaherig im Europäische Barlemänt stellen un bewyse, ass si fir s vorgschlaa Amt gaignet sin. Die Aaherig macht in dr Reglen en Uusschuss vum Europäische Barlemänt un alli Aaherige wäre per Web-Stream iber d Websyte vum Europäische Barlemänt au effetli gmacht. Erscht no dr erfolgrych bstandene Aaherig cha dr Kandidat zum Mitglid vu dr EU-Kommission gwehlt wäre, au des dur s Europäisch Barlemänt.

Im Europäische Barlemänt fählt dr typisch Gegesatz zwische Regierigs- un Oppositionsfraktione. Andersch wie in dr maischte nationale Barlemänt, wu d Regierigsfraktione normalerwys loyal zue dr Regierig stehn un däne ihri Gsetzentwirf prinzipiäll unterstitze, bilde si im Europäische Barlemänt je no Abstimmigsthema unterschidligi Meehaite. Des fiert au derzue, ass di ainzelne Europa-Abgordnete unabhängiger sin un mit Verhandligsgeschick un Sachkänntnis e greßere Yyfluss uf d EU-Gsetzgeebig hän, wie s Abgordnete vu nationale Barlemänt megli isch. S Bundesverfassigsgriicht spricht em Europäische Barlemänt in syym Urdail zum Lissabon-Verdrag vum 30. Juni 2009 nume ne yygschränkti demokratischi Legitimation zue un siht syni Entschaidigskompetänze zue wytere Schritt vun ere europäischen Integration dodedur begränzt..[2]

No dr Europawahl im Juni 2009 het si s Europäisch Barlemänt am 14. Juli 2009 fir sy sibt Wahlperiod konschtituiert. Am Aafang vu däre Wahlperiode het s 736 Mitglider umfasst, wu umgangssprochlig au Europaabgordneti gnännt wäre. Dur dr Verdrag vu Lissabon isch s Barlemäntuf 754 Abgordneti uusgwytet wore. Di 18 zuesätzlige Mitglider hän ihre Amt im Verlauf vum Dezämber 2011 aadrätte. Ab dr Europawahl 2014 het s Barlemänt regulär 750 Sitz gha, derzue dr Bresidänt, insgsamt also 751 Abgordneti (Art. 14 Abs. 2 EU-Vertrag).

Dr Bresidänt vum Europäische Barlemänt in dr erschte Halbzyt vu dr Wahlperiod 2009–2014 isch dr Jerzy Buzek (EVP) gsii, in dr zwoote Halbzyt, syt em 17. Jänner 2012, isch s dr Martin Schulz (SPE) gsii. Sid em 3. Juli 2019 isch dr David Sassoli der Berlemäntsbresidänt.

S Barlemänt het (ane 2019) sibe Fraktione un derzue fraktionslosi Abgordneti. In ihre Haimetländer sin die Abgordnete Mitglider in rund 160 verschidene nationale Barteie, wu si uf dr europäische Ebeni zum große dail zue Europabarteie zämmegschlosse hän.

Arbetsort vum Europabarlemänt sin näbe Stroßburi au Brüssel un Luxemburg.

  • R. Corbett, F. Jacobs, M. Shackleton: The European Parliament. 8. Auflage. John Harper Publishing, London 2011.
  • D. Dialer, H. Neisser, E. Lichtenberger: Das Europäische Parlament. Institution, Vision und Wirklichkeit. University Press, Innsbruck 2010.
  • Stephan Dreischer: Das Europäische Parlament und seine Funktionen. Eine Erfolgsgeschichte aus der Perspektive von Abgeordneten. Nomos, Baden-Baden 2006.
  • Markus Fleischer, Andrea Gertig-Hadaschig, Bettina Holzapfel (Redaktion), Andreas Holzapfel (Hrsg.): Kürschners Handbuch Europäisches Parlament, 7. Wahlperiode 2009–2014. Stand: Juni 2012. NDV Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Rheinbreitbach 2012, ISBN 978-3-87576-713-1.
  • David Judge, David Earnshaw: The European Parliament. 2. Auflage. Palgrave Macmillan, Houndmills 2008.
  • S. Hix, A. Noury, G. Roland: Democratic Politics in the European Parliament. Cambridge University Press, Cambridge 2007.
  • Franz C. Heidelberg: Das Europäische Parlament. Verlag August Lutzeyer, Baden-Baden 1959.
  • Amie Kreppel: The European Parliament and Supranational Party System. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 0-521-00079-3.
  • Andreas Maurer, Dietmar Nickel (Hrsg.): Das Europäische Parlament. Supranationalität, Repräsentation und Legitimation. Nomos, Baden-Baden 2005.
  • Andreas Maurer, Wolfgang Wessels: Das Europäische Parlament nach Amsterdam und Nizza: Akteur, Arena oder Alibi. Nomos, Baden-Baden 2003, ISBN 3-8329-0270-8.
  • Volker Neßler: Europäische Willensbildung. Die Fraktionen im Europaparlament zwischen nationalen Interessen, Parteipolitik und Europäischer Integration. Wochenschau-Verlag, Schwalbach 1997, ISBN 3-87920-493-4.
  • Julian Priestley: Six Battles that shaped Europe’s Parliament. John Harper Publishing, London 2008.
  • Hans-Viktor Schierwater: Parlament und Hohe Behörde der Montanunion. Quelle & Meyer, Heidelberg 1961.
 Commons: Europäischs Barlemänt – Sammlig vo Multimediadateie
  1. http://www.europarl.europa.eu/meps/de/hemicycle.html
  2. Im Wortlut haißt s: „Durch den Ausbau der Kompetenzen des Europäischen Parlaments kann die Lücke zwischen dem Umfang der Entscheidungsmacht der Unionsorgane und der demokratischen Wirkmacht der Bürger in den Mitgliedstaaten verringert, aber nicht geschlossen werden. Das Europäische Parlament ist weder in seiner Zusammensetzung noch im europäischen Kompetenzgefüge dafür hinreichend gerüstet, repräsentative und zurechenbare Mehrheitsentscheidungen als einheitliche politische Leitentscheidungen zu treffen. Es ist gemessen an staatlichen Demokratieanforderungen nicht gleichheitsgerecht gewählt und innerhalb des supranationalen Interessenausgleichs zwischen den Staaten nicht zu maßgeblichen politischen Leitentscheidungen berufen. Es kann deshalb auch nicht eine parlamentarische Regierung tragen und sich im Regierungs-Oppositions-Schema parteipolitisch so organisieren, dass eine Richtungsentscheidung europäischer Wähler politisch bestimmend zur Wirkung gelangen könnte. Angesichts dieses strukturellen, im Staatenverbund nicht auflösbaren Demokratiedefizits dürfen weitere Integrationsschritte über den bisherigen Stand hinaus weder die politische Gestaltungsfähigkeit der Staaten noch das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung aushöhlen.“
Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vu dere Version vum Artikel „Europäisches_Parlament“ vu de dütsche Wikipedia. E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.