Bira

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Disambig.svg Dä Artikel behandlet d Frucht, für anderi Bedütige vom Begriff Bira lueg doo.
Dialäkt: Schwäbisch
Birnen
Illustration Pyrus communis0.jpg

Kultur-Birne (Pyrus communis)

Systematik
Ordnig: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Underfamilie: Spiraeoideae
Tribus: Pyreae
Untertribus: Kernobstgewächse (Pyrinae)
Gattig: Birnen
Wüsseschaftlige Name
Pyrus
L.

Bira sen a Obschd mo moischdens als d vornehme Vrwandte vo de Epfl gseha werrad. Se ghairad zu de Rosagwächs.

Nama[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Der Name bira chund scho im Althochdeitsch vor; er isch vom lateinische pirum, griechisch ἃπιον abgloided, on d Griecha hend d Nama vo no friehere Völkr ibrnomma.[1]

I dr Schwizer Mundart hodt d Fruchd Bir ghoise, und Bire isch ursprünglich dr Plural. Vom Wort und vo dr Kulturgschicht vo dera Fruchd und vo ganz vil alde Schwizer Birasorta isch im Artikl Bir vom Schwizerischn Idiotikon gschriba.[2]

Vrbroidong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Bira (wissaschafdlich Pyrus L.) kommad en dr ganza Weld, mo s Klima des zulassd, vor.

Die ald Wildbira oder Holzbira (Pyrus pyraster) wachsd z Middeleuropa und bis zum Kaukasus.[3] Vo ihra kommad d Kulturbirasorde.

Vrwendong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Blüede[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Mid de Blüeda machd mo Heiltee.

Fruchd[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bira kaa ma roh essa, kocha, ma kaa Gsälz draus macha ond au en Safd (au Birahonig[4]) ond en Birnamoschd.[5]

A Vrwendong fendad Bira au em Hudslbrod, in dr Schwiz Birawegga odr Birabrod. Do drfir werrad d Bira halbierd on drocknad, ond mid anfre Früchd zua ama siassa Brod bacha.

Ma tuet Bira au trochnad essa. A guete Sorda für Biraschnaps isch d Williamsbira.

Aus de Kerna machd mo es Öl.

Holz[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Holz vo de Birabaim isch guad zom Möblbaua. Wamma s schwarz boiza duad wurd s au Deutsches Ebenholz ghissa.[6]

A bsondrs guads Holz aus dr Schwiiz isch s Schweizer Birnbaum, weil s wege em Klima langsam gwachsa isch. Ondr dem Nama wurd au s Holz vom Elsbeerebaum (Sorbus torminalis) ond Speierling (Sorbus domestica) vrkaufd. S daugd au als Furnier odr au zom Schnitza.[7]

Sorda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Neba de normale Sorda geids en Schwoba d Moschdbira. D Sord Goishirtde isch a Moschdbir mo zom Essa z hard, z sauer ond z kloi isch.[8]

Champagner Brotbira sen au a Sord mo ned roh essa kaa.[9]

Schnapsbira hods au, dia sen ned so kloi ond hard, zemle siass abr au ned zom Essa.[10]

In dr Schweiz hot ma alta Birasorda gsuechd, und me kennd heit epa achthundert einhoimischa Sorda.[11] D Stifdong ProSpecieRara informierd übr alte Bira.[12] Bsunders vil Bira werded im Wallis abaut.[13] D Forschigsastald Agroscope hod i dr Schwiz 2018 a neia Birasorda eigfüerd.[14]

Guck au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Lidradur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Reinhard Lieberei, Christoph Reisdorff: Nutzpflanzenkunde. 7. Auflage. Thieme-Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-530407-6.

Nedsadressa[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Andre Projekt
 Commons: Birnen – Album mit Multimediadateie

Wiktionary Wiktionary: Birne – Wortherkunft, Synonym und Übersetzige

Allgmoi

Mo s her isch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch – Pyrus. Winter, Heidelberg, ISBN 3-8263-2533-8.
  2. Schwiizerischs Idiotikon, Band 4, Spalte 1481–1502, Artikel Bir.
  3. Christian Wild (Red.) et al.: Beiträge zur Wildbirne. Berichte aus der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Nr. 23. LWF, Freising 1999.
  4. Birahonig uf patrimoineculinaire.ch)
  5. Ein Beitrag zur Mostkultur. Abgerufen am 5. März 2019.
  6. Birnbaumholz. Archiviert vom Original am 12. Oktober 2017; abgerufen am 5. März 2019.
  7. Elsbeere, Schweizer Birnbaum. Archiviert vom Original am 9. Oktober 2019; abgerufen am 6. März 2019.
  8. Nur im Schwabenland bekannt. Archiviert vom Original am 20. Februar 2016; abgerufen am 5. März 2019.
  9. Die Streuobstwiese der Schwäbischen Alb. Abgerufen am 5. März 2019.
  10. Streuobsthochstämme (Site cha nüme abgrüeft wärde; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.gruenspecht-saft.de PDF-Datei uf gruenspecht-saft.de (Stand: April 2014) abgruefe am 5. März 2019
  11. Die Schweiz hat 840 heimische Birnensorten Artikel uf schweizerbauer.ch vom 24. November 2015
  12. Birne under Sortenfinder uf prospecierara.ch
  13. Birnen (Memento vom 21. Jänner 2019 im Internet Archive) uf landwirtschaft.ch
  14. FRED®: die neue Birne von Agroscope (Memento vom 10. April 2018 im Internet Archive) uf agroscope.admin.ch