Uff dr schwäbsche Eisebaa

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Dialäkt: Schwäbisch

Auf de schwäbsche Eisebahne, Auf da schwäbscha Eisabahna oder Uff dr schwäbsche Eisebaa isch a Volkslied aus m Wirdâbergischa.

Geschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wer s gschriba hod, isch ned klar. Ma ka blos ageba mo ma s z ersschd gfonda hod. Ema Diebengr Schdudendagsangbuach schdohd s 1894, andre Liadrbüachr hend s scho 1888 abduggd.[1] S geit vrschiedne Textvarianda. Des kennd bedeida, dass es des Liad scho lang geba hod, bevor s Oiner aufgschrieba hod. Die durchgängig Eröffnong vo dr erschda wirdâmbergische Eisebahnstrecke von Heilbronn iber Stuttgart ond Ulm noch Friedrichshafen (Nord-, Ost- und Südbahn) war 1850. Dr Text wurd also drnoch endschdanda sei. D Melodii isch vom a Basler Soldatenlied om 1850.[2]

e Darstellong in de Fliegende Blätter vo 1853

Dr Texd[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S hod an Haufa Varianta. Es Deutsche Volksliedarchiv en Freiburg im Breisgau hod ogfähr hondrd druggde Versiona ond Übrliefrongstext gsammld. Dia hend bis zu 27 Stropha. D bekanndeschd Versioo handld vo ama Bauer, mo sein Goißbock – so wia ma s friehr gmachd hod, wemma mid dr Boscht odr amma Karra gewehnd war, an da Eisenbaawaga bendad, abr am nächschda Hald blos no da Kopf fenda ka. Den keit r vollr Zora em Schaffnr an da Grend. Dodrmid machd sich dr Autor ibr d hendrwäldlerische Baura luschdig. Den Grond zoigd au a Karrikadur aus de Fliegende Blätter vo 1853,[3] då wurd aber em Baura ooverninfdigr Geiz als Motiv ondrschdelld.

Dr Refrain

„Trulla, trulla, trullalla
trulla, trulla, trulla la,
Schtuegert, Ulm und Biberach
Mekkebeure, Durlesbach.“

zähld d Bahnhöf Stuegert, Ulm, Biberach, Mekebeure ond Durlesbach an dr Oschd- ond Südbahn ned en dr geografisch richdiga Roihafolg auf, weil Durlesbach vor Meckenbeuren leid. Dr Bahnhof Durlesbach isch fir s abseidig vo dr Südbahn glegene Bad Waldsee baut woora ond 1984 gschlossa worra.

D Melodii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wort ond Weis: Volksliad us Schwoba om 1853

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s Denkmal am Bahnhof Durlesbach

Denkmälr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Durlesbach[ändere | Quälltäxt bearbeite]

En Durlesbach geid s Denkmal am friahra Baahof.

s Denkmal en Meckabeura

Meckabeura[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Au en Meckabeura hods a Denkmal an dr Eck Bahnhof-/Ravensburger Stroß. S zoigd s Bäuerle, wia n r sei Goißkbock bei den Hörnern packd.

s Logo vo dr Bodesee-Oberschwobe-Bahn

Rezeption[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Bodensee-Oberschwaben-Bahn, mo d Verbindung AuladorfFridrichshafe bediend, hod n Goißkopf als Logo. D Züg hoißad au „Goißbockbahn“.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Otto Holzapfel: Auf de schwäb’sche Eisebahne. Notizen zu einem international populären Lied. In: Leben am See. Heimatjahrbuch des Bodenseekreises. Band 5, 1978, ISBN 3-88812-505-7, S. 235–240.
  • Katja Moser-Zours und Andrea Liebers: Auf der Schwäb’schen Eisenbahn. DRW-Verlag Weinbrenner, Leinfelden-Echterdingen 2002, ISBN 3-87181-477-6.
  • Lutz Röhrich: … und das ist Badens Glück. Heimatlieder und Regionalhymnen im deutschen Südwesten. Auf der Suche nach Identität. In: Jahrbuch für Volksliedforschung. Band 35, 2002, ISBN 3-8309-1213-7, S. 14–25.
  • Eckart Schörle: Auf de schwäbsche Eisebahne. Eine Schwabenhymne. Sutton Verlag, Erfurt 2012, ISBN 978-3-86680-988-8.
  • Martin Staehelin: Ein Basler Soldatenlied des 19. Jahrhunderts und der Ursprung einer vergessenen Schnitzelbank-Tradition. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde. Band 67, 1971, S. 174–178.
  • Heinz-Eugen Schramm: Schwaben wie es lacht. Weidlich, Frankfurt am Main 1970, ISBN 3-8035-8549-X.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wikisource Auf de schwäbsche Eisebohne im dütschsprochige Wikisource

Wikibooks-logo.svg Wikibooks: Liederbuch/ Auf der schwäbschen Eisenbahne — Lern- und Lehrmaterialie

 Commons: Auf de schwäbsche Eisebahne – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoota[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. 160 Jahre heimliche Schwabenhymne
  2. Moser-Zours / Liebers, S. 29
  3. Thomas Brune, Heike Gall: Auf Schienen durch bürgerliche Seelenlandschaften. Karikaturen in den Fliegenden Blättern. In: Zug der Zeit – Zeit der Züge. Deutsche Eisenbahnen 1835–1985. Siedler Verlag, Berlin 1985, ISBN 3-88680-146-2, S. 461.
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