Archäologie

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Usgraabig vom ene Boodedänkmol (In-situ-Archäologii)
Funddokumenzation in dr Underwasserarchäologii.
Fundobjekt müesse usgwärtet und klassifiziert wärde
Experimentelli Archäologii: Archäologischi Dütige wärde in ere rekonstruierte Situazion überbrüeft.

D Archäologii (gr. ἀρχαῖος archaios, ‚alt‘ und lógos ‚Leer‘; wörtlig also ‚Altertümerkund‘) isch d Wissenschaft vun d' dingliche Hinterlasseschafte vun em Mansche, wie Geböid, Wärkzüüg und Kunstwärk.

Allgemäins[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Archäologii wändet naturwüsseschaftligi und gäisteswüsseschaftligi Methoden aa, zum die kulturelli Entwicklig vo dr Menschhäit z erforsche. Si umfasst dr Zitruum vo de erste Stäiwärkzüüg vor öbbe 2,5 Millione Joor bis in die nööcheri Gegewart. Au die materielle Hinterlasseschafte vo dr jüngste Gschicht, wie zum Bischbil Konzentrazionslager und Bunkerlinie us em Zwäite Wältchrieg, wärde hüt mit archäologische Methode usgwärtet, aber dr Aasatz von ere „zitgschichtlige“ Archäologii isch no umstritte.

D Archäologii isch zwar e verheltnismässig jungi Wüsseschaft, aber mä cha kuum me alli Zitrüüm überblicke, und dorum häi sich verschidnigi Fachrichdige uusebildet. Dodrbii chönne d Epoche regional underschiidlig datiert si, zum Däil si si nit überall dokumentierbar.[1] Näbe dr Orientierig an Epoche (z. B. Middelalterarchäologii) oder Regione (z. B. Vorderasiatischi Archäologii) git s au d Spezialisierig uf bestimmti Themegebiet (z. B. Christligi Archäologii, Rächtsarchäologii).

Au wenn sich d Methodik im Groosse äänelet, chönne d Kwelle seer verschiide si. In dr Vor- und Früegschicht het mä s hauptsächlig mit dr materielle Kultur z due, in dr Früegschicht cha mä mänggisch au uf Schriftkwelle zrugggriffe. Die stöön aber für d Archäologe im Gegesatz zu Wüsseschaftler vo andere Däildiszipline vo dr Gschichtswüsseschaft nit im Middelpunkt. Erkenntniss über d Umwält, s Klima, d Ernäärig oder s Alter vo Fünd hälfe bim Rekonstruiere vo vergangene Kulture.

Archäologischi Däildiszipline[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Archäologii vo Europa und em Nööche Oste glidret sich hischtorisch in d Diszipline:

D Archäologii vun d Alamanne isch e Doil vun d Ur-und Fruehgschichte.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Iifüerige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hans Jürgen Eggers: Einführung in die Vorgeschichte. Piper, Münche 1986 (4. Nöiufl. scrîpvaz, Berlin 2004). ISBN 3-931278-08-5 (Nachdruck des Werks von 1959, daher nur die traditionellen Methoden, neue Ansätze fehlen).
  • Johannes Bergemann: Orientierung Archäologie – was sie kann, was sie will. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2000. ISBN 3-499-55612-X (Klassische Archäologie).
  • Jürg Rychener: Was ist Archäologie? Annäherung an einen Traum. Augster Museumshefte. Römermuseum, Augst 2001, 27. ISBN 3-7151-1027-9.
  • Colin Renfrew, Paul G. Bahn: Archaeology – Theories, Methods and Practice. 5. Uflaag, London 2005, ISBN 978-0-500-28719-4 ; kürzti Übersetzig uf Dütsch vom Helmut Schareika: Basiswissen Archäologie. Theorien – Methoden – Praxis, Philipp von Zabern, Mainz 2009, ISBN 978-3-8053-3948-3.

Überblick[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Paul G. Bahn (Hrsg.): Archaeology. Cambridge Illustrated History. Cambridge University Press, Cambridge 1996. ISBN 0-521-45498-0.
  • Reinhard Bernbeck: Theorien in der Archäologie (UTB Wissenschaft Band 1964). Francke Verlag, Tübingen, Basel 1997, ISBN 3-8252-1964-X, ISBN 3-7720-2254-5.
  • Marion Benz, Christian Maise: Archäologie., Theiss, Stuttgart 2006. ISBN 3-8062-1966-4.
  • Manfred K. H. Eggert: Archäologie. Grundzüge einer Historischen Kulturwissenschaft. Francke, Tübingen 2006. ISBN 3-8252-2728-6.
  • Der Brockhaus Archäologie. Hochkulturen, Grabungsstätten, Funde. F.A. Brockhaus, Mannheim/Leipzig 2008, ISBN 978-3-7653-3321-7.
  • Alain Schnapp: Die Entdeckung der Vergangenheit. Ursprünge und Abenteuer der Archäologie (aus dem Französischen von Andreas Wittenburg), Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-93359-8; Rezension von Lutz Bunk Archäologische Detektivarbeit
  • Jeorjios Martin Beyer: Archäologie. Von der Schatzsuche zur Wissenschaft. Philipp von Zabern, Mainz 2010, ISBN 978-3-8053-4166-0.
  • Matthias Knaut, Roland Schwab (Hrsg.): Archäologie im 21. Jahrhundert. Innovative Methoden – bahnbrechende Ergebnisse. Konrad Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2188-6.
  • Geoffrey John Tassie, Lawrence Stewart Owens: Standards of Archaeological Excavations: A Fieldguide to the Methology, Recording Techniques and Conventions, London 2010, ISBN 978-1-906137-17-5.
  • Marco Kircher: Wa(h)re Archäologie. Die Medialisierung archäologischen Wissens im Spannungsfeld von Wissenschaft und Öffentlichkeit (Reihe Historische Lebenswelten), transcript. Verlag für Kommunikation, Kultur und soziale Praxis, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-2037-5.
  • Aedeen Cremin: Große Enzyklopädie der Archäologie. Die wichtigsten archäologischen Stätten der Welt. Konrad Theiss, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8062-2753-6.
  • Bruce Trigger: A History of Archaeological Thought. Cambridge University Press, Cambridge 1990. ISBN 0-521-33818-2.
  • S. Wolfram und U. Sommer: Macht der Vergangenheit - Wer macht Vergangenheit. Archäologie und Politik. In: Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Band 3 Beier & Beran, Wilkau-Hasslau 1993

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Vgl. M. K. H. Eggert, Archäologie: Grundzüge einer Historischen Kulturwissenschaft, Tübinge/Baasel 2006, UTB 2728
Information icon.svg Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Archäologie“ vu de dütsche Wikipedia.

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