Wolle Kriwanek

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Dr Wolle Kriwanek (links) mit-em Paul Vincent Gunia (rechts) bei-ma Konzert vo dr Wolle-Kriwanek-Band z Eppenga em Jôhr 1992
Dialäkt: Schwäbisch

Dr Wolle Kriwanek – mit-em richdiga Vornama hôt’r Wolfgang ghoißa – (* 29. Dezembr 1949 z Stuegert; † 20. April 2003 z Backnang) ischt a deitscher Musiker (Senger, Giddarischt, Kombonischt, Tekschtr) gwäa, wo Blues ond Rockmusik em schwäbischa Dialekt gsonga ond seine Liadr zom greeschda Doil au selbr gschriiba hôt.

Staziona vo seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Wolle Kriwanek kommt am 29. Dezembr 1949 em Stuegerder Stadtdoil Stammheim uff d Welt ond wechst deet au uff. Scho als Jugendlicher isch’r begeischdret vom Jazz ond vo dr Rockmusik. Wia-nr Midde vo de 1960r Jôhr em Fernseha a Konzert vo dr Mahalia Jackson siht, kommt bei-nem dr Wonsch auf, au amôl Musiker zo werra. Er ischt oinr vo de erschde Deitsche, wo Blues ond Rockmusik mit-em Dialekt vrbendet, bei ehm nadiirlich mit-em schwäbischa. Bald nemmt’r an vrschiidene Nôchwuchsweddbewerb doil. Dr Erfolg stellt sich abr erscht en de 1970r Jôhr ei, wo sich so langsam d Rockmusik nemme bloß en dr englischa, sondern au en dr deitscha Schbrôch feschtsetza kôô. 1969 macht dr Kriwanek sei Abidur am Stuegerter Wirtschaftsgymnasiom. Hendrher studiirt’r bis 1972 an dr Pädagogischa Hochschuel en Ludwigsburg Englisch ond Geografii. Noh em gleicha Jôhr kriagt’r a Stell als Lehrer an dr Sondrschuel fir Lernbehinderte z Ditzenga. Zwoi Jôhr schbätr fangt’r erneit zo studiira ôô, desmôl an dr PH Reitlenga Sondrpädagogik fir Lernbehinderte ond Vrhaldensgesteerde. En dr Zeit vo 1976 bis 1980 legt’r sei zwoids Staatsexama an dr „Metter“-Schual (fir Lernbehinderte) z Biitigheim-Bissenga ab. Jetzt abr macht’r sei Hobby zom Beruaf ond beschäfdigt sich bloß noh mit Musik. Rond sechs Jôhr druff abr zuit’s en wiidr en sein urschbrenglicha Beruaf als Lehrer zruck. Sei nuia Arbeitsschdell isch d Bodawaldschual vo dr Paulinapfleag Wennada. En de 1990r Jôhr schreibt dr Kriwanek reglmäßig a Kolumne ibr Nôchwuchsmusiker en dr ibrregionala Zeidong „Sonntag aktuell“. Em Jôhr 1996 wuud’r dr erschde Vorsitzende vo dr „Rockstifdong Bada-Wirdaberg“ mit-em Sitz en Bada-Bada. Dô draus entstôht 2003 d Pop-Akademii Bada-Wirdaberg en Mannheim. Em April 2003 bricht beim Kriwanek a Schlagôder durch, was d Ursach bei-ra ôôgeborena Herz-Gefäß-Schweche hôt, bisher abr vo koim Menscha bei-nem gmerkt wôrra ischt. Sella Fehlfunkzioo schliaßlich hôt zor Folg, dass’r sei Leaba aushaucha muaß.

Em Wolle Kriwanek sei musikalischa Laufbôh ond sei Stil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sein erschda graußa Erfolg vrzoichnet dr Kriwanek em Jôhr 1971 beim Backnanger Strôßafescht. Deet belegt’r bei-ma Schlagrwettbewerb da erschda Platz mit seim Liad „Sunny“. Viir Jôhr druff errengt’r da Siig bei-ma SDR-Weddbewerb, wo dr beschde Liadrmacher vo Bada-Wirdaberg ermiddlet wuud. Seller Omstand vorhilft-em au bald druff zo-ma Uffdridd beim ZDF en dr Sendong „Drehscheibe“, wo-nr sei Liad „Lila Tilla“ zom Beschda geit, a Schboddliad ibr de farbliche Vorliaba vo-ra Frau, begleidet vo-ma Ragtime-Klaviir. Ab 1975 schafft dr Kriwanek eng mit-em Musiker Paul Vincent Gunia zamma. De meischde Liadr, wo jetzt entstandet, ganget uff dui Vrbendong zruck. Dr Gunia begleidet au em Kriwanek sein schwäbischa Gsang uff dr Slide-Guitar. En vrschiidene Liadr vrbendet dr Kriwanek schwäbische Tekscht mit englische Ausdrick uff a dobbldeidiga Art ond Weis, so zom Beischbiil 1976 uff dr Singl „Badwanna Blues“, wo s dradizionelle Wannabad am Samschdichôbed vôr dr ARD-Schbortschau beschreibt („Dann feel i me so wohl, vom Kopf bis ronder zr Soul“) ond beim schbätra Titl „Reggae di uff?“.[1] Ende dr 1970r Jôhr bis en s nägschde Jôhrzehnt brenget dr Kriwanek ond dr Gunia mehrere Langschbiilbladda raus. Se nennet sich jetzt „Kriwanek und Schulz Bros.“ En dui Zeit fellt au des Liad „Strôßabôh“ („I muaß dui Strôßabôh noh kriaga, bloß dr Fenfer brengt mi hoim“)[2] Dô drvoo entstôht sogar a englischa Versioo, wo‘s en dr Vrkaufshitparade vo Großbritannien bis uff da zehnda Platz schafft. Ôôgregt vom Erich von Däniken seine Biacher ond vom Steven Spielberg seim Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ schreibt dr Kriwanek des Liad „Guck, guck, i han a UFO gseah“, wo-nr bei-ma Schbaziirgang middla en dr Nacht vo-ra Fliagenda Ondrtass ibrrascht wuud. Wia-nr nô dia Fremde uff Hochdeitsch ôôschbricht, moinet de selle: „Ach, schwätz doch Schwäbisch wia mir au!“. [3] Drneaba greift dr Kriwanek au Tekscht vo schwäbische Volksliadr uff, zom Beischbiil „Draußa em Wald“, „Es schneielet, es beielet“, „En meiner Stuba“ ond „Enne denne dubbe denne“, ond vrarbeidet dia zo Blues-Rock-Versiona. Em Kriwanek seine Tekscht behandlet au oft s Leaba vo de so gnannde kloine Leit. So beschreibt’r zom Beischbiil em Liad „Babylon“ an kloina Biro-Ôôgschdelldr, wo vo-ma Leaba en Luxus als machtvoller Pharao fandasiirt, em Liad „Easy Rider“ an Bank-Ôôgschdelldr, wo sich beim Geldzehla durch da Droom vo-ra Harley-Davidson ablenka lôôt, em „PS-Walzer“ an ôôgeaberischa Fahrer vo-ma Mercedes 500SE, wo sich schbätr rausstellt, dass’r bloß dr Schoffeer vo sellem Waga ischt. Mit seim Song „Herbertstrôß“ setzt‘r em Stuegerter Rotlichtvirtl a Denkmal. Gega Ôfang vo de 1980r Jôhr hôt dr Kriwanek efders amôl an Ufftridd em Dridda Fernsehprogramm vom Siddeitscha Rondfonk, oimôl sogar zamma mit dr graußa Catharina Valente. Gega d Midde vo de 1980r Jôhr gôht dr Kriwanek wiidr seim alda Beruaf als Lehrer nôch, was abr et hoißt, dass’r sich vo dr Musik vrabschiida dät. Dui betreibt’r jetzt halt noh als Neabatädichkeit. Zo seine Mitstreider gheeret - neaba seim Freind Paul Vincent Gunia an dr Slide-Guitar – dr Mick Brehmen († 2010) am Bass, dr Dieter Stümpfl am Schlagzeig ond dr Uli Eisner am Mischpult. Au fir a baar schbortliche Ereignis steiret dr Kriwanek d Liadr bei: „Ready, Steady, Go!“ em Jôhr 1986 fir d Leichdadledig-Eiropamoischdrschaft en Stuegert, „Silver Arrows“ fir d „Silberpfeil“ vom Daimler-Benz en dr Formel 1 ond da Titl „Stuttgart kommt“ fir da VfB Stuttgart. Sei ledschds Werk ischt a Liad zor ennerdeitscha Bewerbong vo seira Hoimetstadt fir de Olimpische Schbiile 2012.

Auszoichnonga[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1967: Dr Zwoide Preis beim SDR-Nachwuchs-Wettbewerb – Beste Amateurband von Baden-Württemberg
  • 1971: Dr Erschde Preis beim Sängerwettstreit uff-em Backnanger Strôßafescht
  • 1975: Dr Erschde Preis beim SDR-Wettbewerb – Bester Liedermacher von Baden-Württemberg
  • 2000: Dr Regionaut (heute: Hans-Peter-Stihl-Preis) 2000 vom Forum Region Stuttgart

A nôchdräglicha Ehrong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Am 18. Mai 2009 nennt d Stadt Stuegert em Stadtdoil Stammheim d Wissmannstrôß, wo dr Wolle Kriwanek uffgwachsa ischt, en „Wolle-Kriwanek-Strôß“ om. [4]

Diskografie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Alba uff Langschbiilpladda bzw. CDs[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1977: Kopf oder Zahl (Polydor)
  • 1977: Schwäbische Trilogie (Polydor)
  • 1980: Wolle Kriwanek & Schulz Bros. (Phonogram)
  • 1981: Let's fetz (Phonogram)
  • 1982: Kriwanek & Vincent (Phonogram)
  • 1983: Außer Betrieb (Ariola)
  • 1984: Schwabenrock (Best of ...) (Phonogram)
  • 1988: So und nicht anders (Bellaphon)
  • 1992: Hot Wollé (Bell Records)
  • 1993: Bescht of... live (Bell Records)
  • 1995: Gute Unterhaltung (Bell Records)
  • 2002: Zucker & Salz (Bell Records)
  • 2003: Spätlese (Bell Records)
  • 2003: Schwabenrock pur - Das Beste aus 28 Jahren (An Schuber aus Babbadeckl mit de fenf Original-Alba seit 1992; Bell Records)

Singles[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1976: Badwanna Blues / Denn I Mog Di (Polydor)
  • 1977: Lila Tilla / Mein Frau, der Drache (Polydor)
  • 1980: Die Stroßaboh / UFO (Philips/Phonogram)
  • 1980: Babylon / Enne denne dubbe denne (Philips/Phonogram)
  • 1982: I bin für die bloß der Neger / Hey Joe (Vertigo/Phonogram)
  • 1983: Frauen in Uniform / Komm vorbei (Ariola)
  • 1984: Easy Rider / Außer Betrieb (Ariola)
  • 1986: Ready Steady Go (ondrem Projektnamea Take Off, dr Titlsong zo de Leichtathletik-Eiropamoischdrschafda) (Teldec)
  • 1995: Gib deim Herz'n Stoß (Bell Records)
  • 1995: Die große Flut (Bell Records)
  • 1996: Stuttgart kommt (Bell Records)
  • 1998: Silver Arrow (ondrem Projektnama Grip) (Intercord)
  • 2003: Olympia - Ich hab einen Traum (Bell Records)
  • 2003: Gib deim Herz'n Stoß 2003 (Bell Records)

Oinzlne Nôchweis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. http://www.youtube.com/watch?v=o-9EDrh_ASw
  2. http://www.youtube.com/watch?v=T1tBhFQTtf4
  3. Archivierte Kopie. Archiviert vom Original am 2005-02-05. Abgrüeft am 2012-07-21.
  4. http://www.positiv-medien.de/html/wolle-kriwanek-strasse_in_stut.html (Site cha nüme abgrüeft wärde; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.positiv-medien.de

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

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