Werner Richter (Dichter)

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Dr Werner Richter (* 10. Februar 1929 z Chränzech; † 16. Merz 2018) isch e dytsche Schuemacher, Buur un Dialäktautor gsii.

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Usbildung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Werner Richter isch as viert Chind vum Arthur Richter, eme Waldhieter, un syre Frau Herta Richter z Chränzech uf d Wält chuu. Är isch in sym Huus in dr Hebelstroß 6 ufgwachse,wun er au sy Lääbe lang gwohnt het. Im Chrieg het dr Werner im Jungvolk gsii un het mieße Schanzedienscht laischte. Noch em Chrieg het er Schuemacher glehrt, un speter au dr au dr Maischter gmacht. Är het derno in dr Walzefabrik Wetzel gschafft, derzue e wenig buurt. Anne 1960 am Johannisdag het er d Yvonne Lederer (1933-2017) ghyrote, d Dochter vum e Beck, wu Schnyderi glehrt het. Si hän si scho um 1950 chännglehrt bi Wandrige vum Schwarzwaldverain.

Alemannische Dichter[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Noch ere Sportverletzig am Chnyy het er d Arbet mieße ufgee un het ab do vor allem buurt un gschribe. Är het si als „dr letscht Buur vu Chränzech“ gnännt.

Aafangs het er vor allem fir Verain gschribe, fir d Fasnet un fir Theaterbihne. Syt 1977 het er im Markgräfler Tageblatt as „Ohrechrübler“ e alemannischi Kolumne gschribe, im Lauf vu dr Johr iber 1300 Glosse. Fir dr Sidweschtfunk het er alemanischi Täxt gschribe un isch au as Sprächer vu alemannische Täxt im Radio ufdrätte. Au im Basler Radio Basilisk het er ab un zue Ufdritt ghaa. Är het iber 30 Theaterstuck gschribe, wu vum Mundart-Theaterarchiv vum „Bund Heimat und Volksleben“ verdribe un vu vyl Haimetverain ufgfiert wore sin. Z Chränzech het er au ne Bihne grindet, wu unter anderen Stuck vu ihm ufgfiert het. Anne 1975 het dr Werner Richter sy erscht Buech „Hornfelsewind“ im Lohrer Schauenburg-Verlag publiziert, e Band mit alemannische Gedicht. Im Lauf vu dr Johr het er no elf anderi Biecher mit alemannische Gedicht uusegee un ai Band mit hochdytsche Gedicht („Geträumte Liebeslieder“).

Dr Gerhard Jung het im Vorwort zum zwaite Buech vum Richter, Erdguu, iber ne gschribe:

„Die allgemeine Sehnsucht nach Freude, nach innerer Harmonie, nach ein wenig Wärme und Geborgenheit in unserer nüchternen kalten Sachwelt, ist die Triebfeder und das Schwungrad für das dichterische Schaffen des Grenzachers Werner Richter. Er ist dafür mit gesundem und sauberem Humor begabt und er lebt und schreibt nah am Pulsschlag einfacher Menschen. [...] das macht froh. Und es macht doppelt froh, weil der Dichter nie verletzt, selbst dort nicht, wo er mit seiner eigenen feinen Ironie sich selbst und und uns alle „auf den Arm nimmt“ [...] so [...] steht Werner Richter der Ehrentitel „Heimat-Dichter“ zu, weil er mit seinem Werk zu jener frohen und freien Menschlichkeit beiträgt, die den Erdguu, den Atem jeder echten Heimat ausmacht.“

Gerhard Jung, 1966

Mitgliedschafte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Werner Richter isch Mitglid vu dr Muettersproch-Gsellschaft gsii un vu 1986 bis 1993 as Verdrätter vu dr Dichter Mitglid im Vorstand.

Syter 18 gsii isch, isch dr Richter aktiv Mitglid bim Durnverain Chränzech gsii un langi Johr au bi dr Chränzecher Naarezumft, sy Frau het syt 1950 im Chilchechoor gsunge. Vu 1975 bis 2007 hän s Richters als e Biecherstand uf em Johannismärt z Chränzech gmacht.

Ehrunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wäärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hornfelsewind. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1975, Reihe Silberdistel
  • Erdguu. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1980, Reihe Silberdistel
  • De Gusti un de Ernst. Eigenverlag, Lahr
  • Heiter bis bewölkt. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1981, 2. Aufl. 1986
  • E Armvoll Freud. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1981, 2. Aufl. 1985
  • Früsch vom Faß. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1984, 2. Aufl. 1987
  • Vier Wuche am Stuck. oder: Morn fang i aa. Eigenverlag, 1987
  • Jetz schloots 13. Eigenverlag, Grenzach 1989
  • Heimeligi Churzwiil. Eigenverlag, Grenzach 1991
  • Jetz hauts mi um. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1992
  • Ohä Liisi, ohä lätz. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1995
  • Jetzt hauts mi nomool um. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr 1996
  • Geträumte Liebeslieder. Eigenverlag, Grenzach 2000
  • Chömmet mit. Verlag Hinkender Bote, 2001
  • Wenn man an einer Grenze wohnt. Eigenverlag, Grenzach 2003

Derzue het dr Richter iber 30 Dialäkttheaterstuck verfasst.

Uuszaichnige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Heidi Zöllner: Abschied von Werner Richter. In: „Alemannisch dunkt üs guet“, Heft 1/2018, S. 64