Nicole Keilbach-Schmittel

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D Nicole Keilbach-Schmittel (* 8. Juli 1972 z Dodtnau as Nicole Keilbach) isch e dytschi Dialäktdichteri un Schriftstelleri.

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Nicole Keilbach isch z Dodtnau uf d Wält chuu un z Atzebach ufgwachse. No dr Schuel het si z Huuse ne Gärtnerlehr gmacht un derno z Fryyburg en Uusbildig zur Erzieheri. Si isch ghyrote mit em Günther Schmittel un het mit ihm fimf Chinder. Si läbe zämme im Zäller Stadtdail Gräsge.

Literarisch Schaffe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Keilbach-Schmittel schrybt Gedicht, Gschichten un Lieder uf Alemannisch, wie si sälber sait us ihre „Lebenssituation als Mutter, Ehepartnerin und Frau zwischen Himmel und Erde“[1]. Si schrybt au fir Chinder un goht mit ihre Wärch au in Chinderschuele un Schuele zum Vorläse.

Anne 2003 het si bim erschte Gerhard-Jung-Wettbewerb dr dritt Bryys in dr Kategory Lyrik gwunne, drei Johr speter bi dr zwooten Uflag vum Wettbewärb derno dr erscht Bryys in dr nämlige Katgory un e dritte Bryys in dr Kategory Prosa.

Im Johr 2009 isch si aini vu dr Dailnämmer bi dr Internationale Mundart-Literatur-Werkstatt z Schopfe gsii.

Im Drey-Verlag isch anne 2012 ihre erscht Gedichtband «de schöfliwulken en schupf» uuschuu, mit ere CD, wu si d Gedicht druf vorgläse het.

D Carola Horstmann schrybt in ere Rezänsion zum Gedichtband vu dr Keilbach-Schmittel:

„In 's menschelet' taschtet sich d Dichtere vom Rand vo de Welt her aane, immer de Mensch im Blick. Umweltkataschtrophe, husgmachti. Dütschi Soldate sterbe in Afghanischtan: do wird mit de dopplete Bedüttig vo gefallen gschpielt un di gängigi Kriegsschprooch ufbroche. Witter goht s in de Alltag: wie mer mit de Tücke vo de moderne Zivilisation kämpfe, e Freud hän, wenn di erotische Nochbere am Obe vergässe, d Läde abezlo. Im e chleine vereiterte Chratzer werde drei volli Strophe lang Ufmerksamkeit gschenkt. [...] 'drüberäweg' isch e rasanti Sammlig vo innere Dialog: Füre oder zruck? Iine oder use? Schiss, des alles nit z schaffe, Schiss vor em heiße Brei [...], unruehig ummegluegt, wo sin di andere, wer bin ii, was wär wenn. [...] Des Kapitel isch villicht s stärkschti. S isch de ganz alltäglichi Wahnsinn un s hilft nüt user Auge zue un dure. Was übrig blibt im beschte Fall, un für de Leser isch des e Glück, isch e bsundrigs Gedicht.“

Alemannisch dunkt üs guet, I/2012[2]

Dr Markus Manfred Jung het iber ihri Täxt gsait, ass si dur e frisch, glychzytig zärtlige un fräche Ton uuszaichnet seie. Allmee heb si d Keilbach-Schmittel ihre klare, knappe, bildryche Ton aagaignet. Was en am maischte aariere diei, sei dr doppelbedig Humor, e Humor, wu us dr Melancholy cheem, aber au ne lychte un gallige Humor.[3]

Wu si bi dr Mundart-Werkstatt z Bockenheim ufdrätte isch, het si iber ihri Literatur gsait: «Es ist mir wichtig, den Menschen mit meinen Werken entgegenzukommen, sie abzuholen und mitzunehmen auf die Reise durch dieses wundervolle Leben.»[4]

Im Oktober 2014 het d Keilbach-Schmittel bim Wettbewärb „Lahrer Murre“ zämme mit em Wendelinus Wurth dr erscht Bryys in dr Kategory Prosa gwunne.[5][6]

Wärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Aigeni Biecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • de schöfliwulken en schupf. Drey Verlag 2012

Bydreg in Anthologie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • i mag di, mog di, mig di. Alemannische Liebesgedichte, Hrsg. von Markus Manfred Jung, Hanspeter Wieland und Wendelinus Wurth. Drey-Verlag, Gutach 2009

Uuszaichnige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 3. Blatz Lyrik bim Gerhard-Jung-Wettbewerb 2003
  • 1. Blatz Lyrik un 3. Blatz Prosa bim Gerhard-Jung-Wettbewerb 2006
  • 1. Platz Prosa bim Wettbewärb Lahrer Murre 2014

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. 3landinfo, 1. April 2009
  2. S. 74f.
  3. Doppelbödiger Humor als Markenzeichen, Badische Zeitung, 23. Mai 2012
  4. Bisherige Teilnehmer der Mundart-Werkstatt
  5. Lahrer Murre für Mundartkünstler, Badische Zeitung, 14. Oktober 2014
  6. Virtuoser Umgang mit der Sprache, Lahrer Zeitung, 15. Oktober 2014