Messias

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Daarstellig von ere Szeene in dr Bible: Dr Richder Samuel salbt dr David zum Köönig, z Dura Europos, Sürie, 3. Joorhundert n.d.Z.

Dr Begriff Messias (hebräisch ‏משיחMaschiach oder Moschiach, aramäisch Meschiah, in griechischer Transkripzioon Μεσσίας, ins Griechische übersetzt Χριστός Christos, latinisiert Christus) stammt us em Tanach und bedütet dr „Gesalbti“. Er wird dört für Köönig und Hoochibriester verwändet.

D Übersetzig vom hebräische Wort in dr griechische Septuaginta isch im Christedum zur Bezäichnig und zum Ditel vom Jesus Christus worde. D Christe glaube nämlig, ass sich d Brophezeijige im Alte Testamänt, vor allem im Buech Jesaja uf e Jesus vo Nazareth wurde bezie. Dä Aaspruch und au dä vo alle andere Lüt, wo sich im Lauf vo dr Gschicht as Messias bezäichnet und mänggisch au e hufe Aahänger gfunde häi, wird im Juudedum nit anerkennt.

Überblick[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Tanach, dr hebräische Bible, bezäichnet dä Hohäitsditel e Mensch, wo vo Gott erwäält und bevollmächtigt worde isch, bsundrigi Ufgoobe für si Volk Israel z erfülle. Mäistens isch das e Köönig gsi, spööter au e Hoochebriester, im überdräite Sinn au e Brofeet, wo vo Gott inspiriert isch.

Noch em Undergang vom Riich Juda (586 v. d. Z.) häi biblischi Brofeete verkündet, ass e Retter und Friidensbringer in dr Ändzit chiem. D Septuaginta het Maschiach immer mit Christos übersetzt. S Urchristedum het dr Jesus vo Nazareth mit däm griechische Ditel bezäichnet, latinisiert „dr Christus“. Mit em GlaubensbekenntnisJesus Christus“, wo zum Äigenaame worde isch, häi die jüüdische Aahänger vom Jesus welle sääge, ass Gott in däm Mensch si ändgültige Häilwille offebar gmacht häig und ass die brofeetische Verhäissige sich häige afo erfülle.

D Dütige vom biblische Begriff häi sich wäge dr geegesitige Abgränzig vom Juudedum und vom Christedum usenanderentwigglet. Aber d Hoffnig uf en ändgültige Friide uf dr Wält, wo an en Indiwiduum knüpft isch, het immer wider Mensche verlockt, zu welere Religioon si au ghöört häi. Dä Glaube, wo men em dr Naame Messianismus git, het immer wider au uf politischi Ideologie iigwirkt.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Hebräischi Bible
  • Messias und Messianismus. In: Concilium. Internationale Zeitschrift für Theologie. Ostfildern-Ruit 29.1993. ISSN 0588-9804 (Inhalt (Memento vom 23. Juni 2008 im Internet Archive))
  • Roger Liebi: Der verheißene Erlöser. Messianische Prophetie - ihre Erfüllung und historische Echtheit. (Memento vom 1. Oktober 2007 im Internet Archive) Schwengeler, Berneck 1983, Beröa, Züri 1994 (PDF online; 542 kB).
  • Hartmut Gese: Der Messias. In: Zur biblischen Theologie. Alttestamentliche Vorträge. Beiträge zur evangelischen Theologie. Bd 78. Kaiser, München 1977, S.128-151, Mohr, Tübinge 1983. ISBN 3-16-144700-X.
  • Werner H. Schmidt: Alttestamentlicher Glaube in seiner Geschichte. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2004 (9. Ufl.), S.207-215. ISBN 3-7887-0655-4 (Der Messias)
  • Ernst-Joachim Waschke: Der Gesalbte (= Studien zur alttestamentlichen Theologie: Beihefte zur Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, 306). Walter de Gruyter, 2001, ISBN 3-110-17017-5.
Nöis Testamänt
  • Jürgen Moltmann: Der Weg Jesu Christi. Christologie in messianischen Dimensionen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1989. ISBN 3-579-01931-7.
  • Carsten P. Thiede: Der unbequeme Messias. Wer Jesus wirklich war. Brunnen-Verlag, Gießen 2006. ISBN 3-7655-3876-0.
  • Otfried Hofius: Ist Jesus der Messias? Thesen. In: Der Messias. Jahrbuch für Biblische Theologie. Bd 8. Neukirchener Verl., Neukirchen-Vluyn 1993, ISBN 3-7887-1465-4, S .103-130.
  • Wilhelm Breuning (Hrsg.): Der Messias. Jahrbuch für Biblische Theologie (JBTh), Band 8, Neukirchener Verlag 1993, ISBN 3-7887-1465-4.
Jüüdischi Messiaserwartige
  • Henri Cazelles: Alttestamentliche Christologie. Zur Geschichte der Messiasidee. Äinsiidle 1983, ISBN 3-265-10262-9.
  • Nathan Peter Levinson: Der Messias. Kreuz, Stuttgart 1994, ISBN 3-7831-1333-4.
  • J. Neusner, W. Green, E. Frerichs (Hrsg.): Judaisms and Their Messiahs at the Turn of Christian Era. Cambridge 1987, ISBN 0-521-34146-9 (englisch).
  • Reinhold Mayer: War Jesus der Messias? Geschichte der Messiasse Israels in drei Jahrtausenden. Bilam, Tübingen 1998, ISBN 3-933373-01-8.
  • Israel Knohl: The Messiah Before Jesus: The Suffering Servant of the Dead Sea Scrolls. University of California Press, 1. Auflage 2001, ISBN 0-520-23400-6 (englisch).
  • Ludwig (Lajos) Venetianer: Die Messiashoffnung des Judenthums. Metzler, Peter W., Duisburg 2010, ISBN 978-3-936283-11-2.
Jüdisch-christlige Messiasdialog
  • Clemens Thoma: Das Messiasprojekt. Theologie jüdisch-christlicher Begegnung. Pattloch, München 1994, ISBN 3-629-00626-4.
  • Hans Hübner: Der „Messias Israels“ und der Christus des Neuen Testaments. in: Kerygma und Dogma. Göttinge 27/1981, S. 217-240 ISSN 0023-0707.
  • Ekkehard W. Stegemann (Hrsg.): Messias-Vorstellungen bei Juden und Christen. Kohlhammer, Stuttgart 1993, ISBN 3-17-012202-9.
  • Martin Karrer: Der Gesalbte. Die Grundlagen des Christustitels. Vandenhoeck + Ruprecht, Göttinge 1997, ISBN 3-525-53833-2.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wiktionary Wiktionary: Messias – Wortherkunft, Synonym und Übersetzige

Juudedum
Christedum

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]