Hugo Jaeggi

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Der Hugo Jaeggi fotografiert vom Matthias Leupold (2017)

Der Hugo Josef Jaeggi[1] (* 15. Mai 1936 z Solothurn; † 23. August 2018 z Burg im Leimental) isch e Schwizer Fotograf gsi.

Läbe und Wärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Der Hugo Jaeggi het sini Bruefslehr as Fotograf bim Ernst Räss vo 1953 bis 1956 z Solothurn absolviert, nachdäm er 1953 s Gymnasium abgschlosse het. Nochär isch er vo 1958 bis 1959 Kameramaa für s Schwizer Färnseh gsi. D Meisterprüefig het der Hugo Jaeggi 1960 abglegt. Vo denn a het er z Basel es eignigs Fotigschäft as freischaffende Fotograf bis 1974 gha. Ab 1983 het er z Burg im Leimental (Kanton Basel-Landschaft) gläbt ud gschaffet. Der Jaeggi het sich konstant eigene Fotiprojäkt mit höchem künschtlerischem Aspruch gwidmet, bsunders im Berich vom Porträt. Gmeinsami Reisene hei ne – oft mit em befründete Journalist Peter Jaeggi[2] – unter anderem nach Guatemala, Indie, Wissrussland und in afrikanischi Länder gfüert. Die Ufträg het er derzue brucht, um näbe em farbige „Pflichtteil“ für d Medie eigeni, ganz persönlechi und meistens schwarz-wissi Bilder z mache. Während d Reportagefotis in vilne verschidene Printmedie erschine sind, zum Bispil im Magazin vo der Basler Zitig, het der Künschtler kontinuierlech sis persönliche fotografische Wärch vervollständigt.

Der Jaeggi het versuecht, sini Erläbnis und Tröim in immer wieder neu komponierte Bilder z fasse, wo in bsundrigs Liecht taucht sind. Die klassische Parameter vo der Gstaltig, e duredänkti Komposition und Narration in mehrere Erzählebene, si für ihn wesentlichi Kriterie gsi. Drbi het er über sächs Johrzähnt lang sini bewährti Chlibild-Kamera Leica mit eme 35-mm-Objektiv brucht.

„Hugo Jaeggi ist auch ein virtuoser Erzähler. Vor allem die Begegnung mit Menschen inspiriert ihn dazu, Lebensgeschichten und Schicksale aufzuzeichnen, Entwicklungen zu begleiten, Veränderungen zu beobachten und über diese Veränderungen nachzudenken,“ het der Peter Pfrunder, der Diräkter vo der Fotistiftig Schwiz, gschribe[3] über e Hugo Jaeggi.[4] D Fotistiftig Schwiz z Winterthur archiviert über 600 Silbergelatineprints vom Künstler (Stand 2017[5]).

D Bildtheme vom Hugo Jaeggi umfasse: Porträt, Landschaft, Stillläbe, Alltag, Industrie (Von Roll), Arbet, mehreri Langzitprojäkt, humanitäri Theme u. a. in der Schwiz und in Europa: Belarus, Tschechie, Afrika: Tansania, Asie: Indie, Südamerika: Guatemala u. v. a.

Bis 2016 het är anere Rudolf-Steiner-Schuel unterrichtet. Ab 2006 het sich der Hugo Jaeggi mit der Digitalkamera Veränderige in der nöchschte Umgäbig zuegwändet, won er d Ussergwöhnlechkeit vo natürleche Verfallsprozäss um sis Huus ume entdeckt het.

Der Jaeggi isch 2018 im Alter vo 82 Jahre a Chräbs gstorbe.[6] Der Dokumentarfilm vom Matthias Leupold und em Jérôme Depierre übers Läbe und Wärch vom Hugo Jaeggi (Zudem ist der Traum oft Realität genug, 2019) het grad no chönne fertiggstellt wärde.

Langzitbeobachtige/Bildfolge (Uswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1982: Peter G.
  • 1986: Trudy R.
  • 1999: Pina D.
  • 1996: Christoph E.
  • 2006: Genesis

Einzelusschtellige (Uswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1956: «Mensch und Leben», Fuchsenhöhle, Solothurn
  • 1981: Work Gallery, Züri
  • 1982 und 1988: Galerie Photo Art, Basel
  • 1983: Galerie Jutta Rössler, Stuttgart
  • 1983: «Künstlersymposium», Ausstellungsraum Basler Künstler, Basel
  • 1984: «Widerschatten und die andere Seite des Spiegels», Forum Stadtpark, Graz
  • 1985: «Retrospektive 1954-1984» Kreissparkasse, Reutlingen, Dütschland 1985
  • 1985: Photoforum PasquArt, Biel
  • 1986: «Hugo Jaeggi. Fotografien», Kunstmuseum, Solothurn
  • 1987: Centre d'Action Culturelle, Mulhouse, Frankrich
  • 1991: Kornhauskeller, Bärn
  • 1996: «Bena Bai. Die Lepra hat ein Gesicht», Kunstmuseum, Olte
  • 1997: «Lieber Hugo, mir geht es gut», Kulturforum, Laufe BL
  • 1997: «Lichtzeichen», Universität Basel
  • 1999: Festival International du Film, Fribourg
  • 1998: «Die Hoffnung stirbt zuletzt – Belarus im Jahre zwölf nach Tschernobyl», mit em Sergej Bruschko, Wanderusschtellig, Palais Besenval, Solothurn
  • 2002: «Christoph Eggli, ein Schweizer Sozialflüchtling»
  • 2004: «Gesichter», Ausstellungsraum Klingental, Basel
  • 2009/10: «Die andere Seite des Spiegels», Fotogalerie Schneider-Henn, Wasserburg
  • 2012: «Sélection», Kulturforum, Laufe
  • 2013: «Zwischenwelten», BelleVue, Basel 2013
  • 2016: «Fotografien 1953-2016», Fotostiftung Schweiz, Winterthur
  • 2017: Galerie Argus Fotokunst, Berlin
  • 2019: «Hugo Jaeggi-Fotografie», Philosphicum, Basel

Gruppenusstellige (Uswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1981: «Arbeitende Schweiz», SBG-Galerie, Pavillon Werd, Züri
  • 1982: «Sehweisen», Work Gallery, Züri
  • 1984: «Unbekannte Schweiz», SBG-Galerie, Pavillon Werd, Züri
  • 1984: «Nachdenken über 1984», Kunstmuseum, Solothurn
  • 1987: «Frauen sehen Männer, Männer sehen Frauen», Kunstmuseum, Solothurn
  • 1988: «Portraitkunst», Kulturhaus Palazzo, Liestal
  • 1990: «Fremd», Palais Besenval, Solothurn
  • 1990: «Wichtige Bilder. Fotografie in der Schweiz», Museum für Gestaltung, Züri
  • 1993: «Drei Städte, sieben Fotografen», Okresni Muzeum, Kladno, Tschechie
  • 1993: «3 Städte, 7 Fotografen», Photoforum PasquArt, Biel
  • 1996: «Im Kunstlicht. Photographie im 20. Jahrhundert», Kunsthuus Züri
  • 1997: «Weltenblicke. Reportagefotografie und ihre Medien», Fotomuseum, Winterthur
  • 1998: «Über Sicht. Fotoförderung im Kanton Solothurn seit 1973», Palais Besenval, Solothurn
  • 2000: «Projekt Totentanz. Werden/Sein/Vergehen», Palais Besenval, Solothurn
  • 2003: «Solothurn im Sucher», Kunstmuseum, Solothurn
  • 2003: «Nu», Photoforum PasquArt, Biel
  • 2006: «Vergessen & verkannt. Sieben Positionen aus der Sammlung der Fotostiftung Schweiz», Fotostiftung Schweiz, Winterthur
  • 2010: «FastNacht: Dämmerung und Dunkelheit», Fotogalerie Karin Schneider-Henn, Wasserburg am Inn D
  • 2011: «Die Zeit in der Zeit», Fotogalerie Karin Schneider-Henn, Wasserburg am Inn D
  • 2011: «Fotografie der Gegenwart am Jurasüdfuss», Historisches Museum, Olte
  • 2012/13 «Anita Neugebauer: Photo Art Basel», Das Verborgene Museum, Berlin

Priise[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1956: Ersti Priis Wettbewerb Schweizerischer Photographenverband
  • 1984: Anerkennigspriis SBG
  • 1984: Werkpreis vom Kuratorium für Kulturförderig vom Kanton Solothurn
  • 1989: Fotopriis vom Kanton Bärn
  • 1987: Erste Priis Fotowettbewerb vom Kuratorium für Kulturförderig vom Kanton Solothurn
  • 1989: Fotopriis vom Kanton Bärn
  • 1990: Erster Preis Fotowettbewerb des Kuratorium für Kulturförderig vom Kanton Solothurn
  • 1994: Priis vom Fotoforum PasquArt Biel
  • 1998: Kunst- und Kulturpriis vom Kanton Solothurn

Einzelpublikation (Bildbänd)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1980: «Grün 80», Friedrich Reinhardt, Basel. ISBN 978-3-7245-0453-5
  • 1984: «Les très riches heures», DU 518, April
  • 1985: «Neue Schweizer Photographen», DU 534, August
  • 1986: «Hugo Jaeggi. Fotografien» (Kat., Text Urs Stahel), Kunstmuseum, Solothurn. ISBN 978-3-906663-05-0
  • 1994: Peter Jaeggi, «Menschen in der Tela – Gesichter und Geschichten aus der Fabrik», Aarcadia-Verlag, Solothurn. ISBN 978-3-908579-01-4
  • 1997: «Energie bewegt Menschen. 100 Jahre Elektra Birseck», Infel, Zürich
  • 1998: Peter Jaeggi (Hg.), «Die Hoffnung stirbt zuletzt – Belarus im Jahre zwölf nach Tschernobyl» (mit Sergej Bruschko), AT Verlag, Aarau. ISBN 978-3-85502-637-1
  • 2006: Peter Jaeggi und Peter Pfrunder (Hg.), «Hugo Jaeggi. Nahe am Menschen: Fotografien», Benteli, Bern. ISBN 978-3-7165-1432-0
  • 2016: «Fotografien 1953–2016» (Kat.), Fotostiftung Schweiz, Winterthur

Sammelpublikatione (Uswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1981: «Almanach '81. Foto und Film im Kanton Solothurn. Eine Bestandesaufnahme», Erziehigsdepartement vom Kanton Solothurn, Solothurn
  • 1990: «Wichtige Bilder. Fotografie in der Schweiz», Der Alltag, Züri
  • 1994: «Über Sicht. Fotoförderung im Kanton Solothurn seit 1973» (Dok.), Palais Besenval, Solothurn
  • 1996: «Im Kunstlicht. Photographie im 20. Jahrhundert» (Kat.), Kunsthuus Züri
  • 1997: «Weltenblick. Reportagefotografie und ihre Medien» (Kat.), Offizin, Züri
  • 1999: «Wenn Leben zu Ende geht», Pädagogisch-Theologisches Institut der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bad Godesberg
  • 2006: «Vergessen & verkannt. Sieben Positionen aus der Sammlung der Fotostiftung Schweiz» (Kat.), Limmat, Züri
  • 2007: «Blumen für Anita: Anita Neugebauer und die Galerie Photo Art Basel», Schwabe, Basel
  • 2011: «Fotografie der Gegenwart am Jurasüdfuss» (Kat.), Historisches Museum, Olte
  • 2012: «A Window to the World. From Dürer to Mondrian and Beyond», Skira, Mailand

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Hugo Jaeggi – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Todesanzeige
  2. Buch über heilige Kühe sowie Buch über Tschernobyl und atomare Katastrophen. Abgruefen am 15. Oktober 2017.
  3. Fotostiftung Schweiz: Fotostiftung: Kontakt. In: Fotostiftung. (fotostiftung.ch [abgerufen am 15. Oktober 2017]).
  4. In: Peter Jaeggi und Peter Pfrunder (Hg.), «Hugo Jaeggi. Nahe am Menschen: Fotografien», Benteli, Bärn
  5. Fotostiftung Schweiz: Fotostiftung: Index der FotografInnen. In: Fotostiftung. (fotostiftung.ch [abgerufen am 15. Oktober 2017]).
  6. Nachruf TagesWoche
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