Flamenco

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Dänzere mit Kastaniette

Flamenco isch d Bezäichnig für e Grubbe vo Lieder und Dänz us Andalusie. Er gältet as dradizionelli spanischi Muusig, goot aber uf Iiflüss vo underschidlige Kulture zrugg. Im Flamenco wird gsunge (cante), Instrumänt wärde gspiilt (toque), bsundrigs d Gitarre (guitarra flamenca) und danzt (baile). Charakteristisch für d Muusig si metrischi Grundmuster (compás) und ass d Melodik und d Harmonik hüfig modal gänderet wärde. Sit 2010 ghört dr Flamenco zum Immaterielle Kulturerb vo dr Menschhäit.[1]

Musikalischi Äigeschafte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Metrik, d Rhythmik, s Tempo[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr metrische Struktur vo de Palos, de dradizionelle musikalische Forme vom Flamenco, säit mä compás. Si cha in dr Notazion im 12/8-, im 3/4- bzw. 6/8- oder im 4/4- bzw. 2/4-Takt daargstellt wärde. E Hufe Palos gseen in dere Daarstellug wie alternierendi Taktarte (compás alterno) us, wo e 6/8- und e 3/4-Takt abwäggsle. Eso entstöön charakteristischi Betoonigsmuster, wie z. B. daas vo dr Soleá:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
. . | . . | . | . | . |

Dr Flamenco cha acompasado (öbbe: „in Takt brocht“) usgfüert wärde, d. h. rhüthmisch determiniert, oder libre (frei). S Tempo vom ene Stück wariiert zwüsche 80 (z. B. Tientos) und 230 (z.B. Bulerías) Viertel-Note bro Minute.

D Tonalidäät, d Melodik und d Harmonik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Abstiigends e-Phrygisch im Flamenco, hüfigi Alterazione si in Chlammere

E Hufe Palos stöön im sogenannte modo dórico, wo mä nit mit em dorische Modus vo de Chilledoonarte sött verwäggsle. Si Naame chunnt vo dr antike griechische Doonart mit däm Naame und entspricht öbbe dr Doonart, wo mä hüte as phrygisch bezäichnet. Usserdäm chömme Moll (modo menor) und Dur (modo mayor) as Doonarte vor. Harmonisch wird vilmol die sogenannti Andalusischi Kadänz verwändet.

Singer[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Äine vo de berüemtiste Flamenco-Singer isch dr Camarón de la Isla (1950-1992, bekannt as El Camarón), wo s Album Soy gitano von em vo alle Flamenco Album am mäiste verchauft worde isch.[2] Anderi bedütendi Singer, wo dr Flamenco im 20. Joorhundert brägt häi, si dr Antonio Mairena (1909-1983), dr Enrique Morente (1942-2010) und d Fernanda de Utrera (1923-2006) gsi. Zu de bekannte Sänger hützudags ghööre d Estrella Morente, d Niña Pastori und d Pastora Soler.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  •  Claus Schreiner (Hrsg.): Flamenco gitano-andaluz. Fischer, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-596-22994-4.
  •  Gerhard Steingress: Cante Flamenco: Zur Kultursoziologie der andalusischen Moderne. Peter Lang, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-631-30474-9.
  •  Kersten Knipp: Flamenco. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-45824-8.
  •  Bernard Leblon: Flamenco. Palmyra, 2007, ISBN 3-930378-70-1.
  •  Stefan Krüger: Die Musikkultur Flamenco: Darstellung, Analyse und Diskurs. Hamburg 2001 (Dissertation Universität Hamburg, PDF, 1,0 MB).
  •  Anja Vollhardt (Text), Elke Stolzenberg (Fotos): Flamenco: Kunst zwischen gestern und morgen. Weingarten Verlag, 1988/1996, ISBN 3-8170-4006-7.
  •  Gerhard Graf-Martinez: Flamenco Gitarrenschule Band 1, Lehr- und Nachschlagewerk. Schott, Mainz 1994, ISBN 3-7957-5083-0.
  •  Gerhard Graf-Martinez: Flamenco Gitarrenschule Band 2, Lehr- und Nachschlagewerk. Schott, Mainz 1994, ISBN 3-7957-5084-9.
  •  Donn E. Pohren: The Art of Flamenco. Bold Strummer Ltd, 2005, ISBN 0-933224-02-8.

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Flamenco und Peking-Oper sind immaterielles Kulturerbe
  2. López, Carmen (1994c): Camarón de la Isla. Teil 3. Tage der Liebe und des Ruhms., S. 20.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Flamenco – Sammlig vo Multimediadateie
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