Churräzie

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Churräzie im früeje Middelalter

Churräzie isch vom früeje Middelalter bis in die früeji Nöizit e Bezäichnig für dä Däil vo dr spootrömische Browinz Raetia prima, wo in dr Zit vo dr Välkerwanderig si sproochlig und kulturell Charakter het chönne bhalte und immer no vo Curia Raetorum (Chur) us verwaltet worde isch. D Raetia prima het scho in dr Römerzit au noch iirer Hauptstadt Raetia Curiensis ghäisse. «Churräzie» isch also zerst emol nüt anders as die dütscho Übersetzig vo dr latiinische Bezäichnig. Mä het aber dä dütsch Naame mäistens nume für e zentral und südlig Däil vo dr früenere Brovinz verwändet. In dr Völkerwanderigszit, woorschinlig zwüsche 400 und 600, isch dr nördlig Däil zwüsche Konstanz und Bregänz vo de Alemanne besiidlet worde. Drbii isch die romanisierti Bevölkerig verdrängt oder assimiliert worde. Im Beriich vo Churräzie hingege isch die romanischi Kultur non e baar Joorhundert und däilwiis bis hüte erhalte bliibe, und wäge däm isch s Gebiet au as «Churwalche» oder «Churwahle» bezäichnet worde – wo „walch“ oder „wälsch“ us dütscher Sicht die romanischi Sprooch und Kultur bezäichnet.

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Otto P. Clavadetscher: Rätien im Mittelalter. Verfassung, Verkehr, Recht, Notariat. Ausgewählte Aufsätze. Festausgabe zum 75. Geburtstag. Desertina-Verlag, Disentis 1994, ISBN 3-85637-223-7.
  • Otto P. Clavadetscher: Die Einführung der Grafschaftsverfassung in Rätien und die Klageschriften Bischof Viktor III. von Chur. in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. 70, 1953, S. 46–111. ISSN 0323-4045
  • Otto P. Clavadetscher: Zum churrätischen Reichsgutsurbar aus der Karolingerzeit. In: Zeitschrift für Schweizerische Geschichte. Bd. 30 (1950), S. 161–197, doi:10.5169/seals-77325.
  • Reinhold Kaiser: Churrätien im frühen Mittelalter. Schwabe, Baasel 1998. ISBN 3-7965-1064-7.
  • Ursus Brunold, Lothar Deplazes (Hrsg.): Geschichte und Kultur Churrätiens. Festschrift für Pater Iso Müller OSB zu seinem 85. Geburtstag. Disentis 1986. ISBN 3-85637-112-5
  • Sebastian Grüninger: Grundherrschaft im frühmittelalterlichen Churrätien. Dissertation Universität Zürich 2003. Disertina, Chur 2006. ISBN 3856373195
  • Elisabeth Meyer-Marthaler, Franz Perret (Hrsg.): Bündner Urkundenbuch. Bd 1. Bischofberger, Chur 1955.
  • Alois Niederstätter: Herrschaftliche Raumorganisation im nachmaligen Vorarlberg während des Mittelalters. Ein Überblick. In: Montfort, 4/2009, S. 231–258.
  • Wolfgang von Juvalt: Forschungen über die Feudalzeit im Curischen Raetien. Zürich 1871.
  • Thomas von Mohr (Hrsg.): Codex Diplomaticus ad Historiam Raeticam. Sammlung der Urkunden zur Geschichte Cur-Raetiens und der Republik Graubünden. Bd 1. Chur 1863, Bd 2. Chur 1852–54.
  • Ulrich Stutz: Karls des Grossen divisio von Bistum und Grafschaft Chur. Ein Beitrag zur Geschichte der Reichs- und Kirchenverfassung der fränkischen Zeit im Allgemeinen und zur Geschichte Churrätiens sowie des Eigenkirchenrechtes im Besonderen. Weimar 1909.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Information icon.svg Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Churrätien“ vu de dütsche Wikipedia. E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.