Peutingersche Tafel

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d Peutingersche Tafle mit de Alamannia und em Silva Marciana (Schwarzwald). Drunter de Bodesee.

Die Peutingersche Tafle (Tabula Peutingeriana) isch e Landcharte, wo us de Römerzit stammt. Si zaigt die im 5. Joorhundert bikannti Welt mit Europa, Nordafrika und Asie bis Indie und Sri Lanka. Uf de Charte sind Städt, Stroose, Flüss und Bergzüüg iizaichnet und fast 4000 Näme aggee (Städt, Provinze, Landschafte, Gwässer, Völker). Bestimmti normierti Bildsymbol zaiget die administrativi Funktion vode grössere Städt aa. Au d Distanze zwüschet de Ortschafte sind aggee, jenochdem i römische Maile, gallische Leuge oder persische Parasange.

D Charte nennt nördlich vom Rhii (fl. Renus) de Schriftzug SVEVIA gegenöber vo Mainz (Mogontiaco) und Stroosburi (Argentorate) und de Vogese (Silva Vosagus). Nördlich vom Bodesee isch de Schwarzwald (Silva Marciana) iizaichnet und drüber stoot de Name ALAMANNIA. Östlich devö, nördlich vo de Donau (fl. Danubius) sind d Armalausi gnennt. D Charte het au Fehler, so isch Bregenz (Brigantio) westlich vom Rhii, zwüschet Rhinegg (Ad Rhenum) und Arbon (Arbor Felix) iizaichnet. Dennoch isch die Charte vo unschätzbarem Wert för d Chenntnis vo de römische Geografii.

D Charte isch um 1500 vom Konrad Celtis inere Bibliothek z Worms entdeckt wore und denn vom Humanist Konrad Peutinger († 1547) publiziert wore. Die gfundni Charte isch e Pergamentrole mitere Längi vo 682 cm und enere Braiti vo 34 cm. Si stammt usem 11. oder 12. Johrhundert und isch e Kopi vonere Charte usem Afang vom 5. Johrhundert. Si isch im 18. Johrhundert Bsitz vode Wiener Nationalbiblothek wore und 1863 i elf Blätter verschnitte worde. De Tail wo Spanie, Irland, England und Marokko abbildet sind, isch vemuetli scho im 16. Johrhundert nüme ume gsii.

S Format vode Pergamentrole het natürli dezue gfüert, as d Charte langstreckt isch und nöd maasstabsgetroi und Italie und anderi Länder wo ehner e nord-südlichi Usrichtig hend verlaufet inere west-östliche Richtig. Au sind d Meer nu as langi dünni Straife abbildet.

i de Mitti sind Süditalie und Sizilie

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • E. Weber: Tabula Peutingeriana. Codex Vindobonensis 324, Österriichischi Nationalbibliothek,. (Graz 2004). ISBN 3-201-01793-0 (Faksimile)
  • Konrad Miller: Iteneraria Romana. Römische Reisewege an der Hand der Tabula Peutingeriana. Strecker & Schröder, Stuttgart (1916)