Audius

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De Audius oder Audaeus isch e Missionar vo de Gote gsii und het im 3./4.Jh. glebt. Er gelt as Herätiker und sini Ahänger werded Audianer und sini Lehr werd Audianismus gnennt.

Lebe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Audius het im 3./4.Jh. glebt und isch e Zittgnoss vom Arius gsii, emene andere Herätiker. Er isch e gibürtige Syrer gsii und e iifrige Vereerer vo Gott. Sini Intoleranz gegenöber weniger fromme Mensche het em vill Finde gschaffe, bsunders bi de Gaistliche. Schliessli het er mit de offizielle Cherche broche. Er het aber vili Aahänger ghaa, wo z Mesopotamie meriri Chlöster baut hend. De Chaiser Konstantin de Gross (306-337) oder noch anderne, de Konstantius II. (337–361) hend de graisi Audius is Exil i d Provinz Scythia minor gschickt, won er d Mission vo Gote glaitet het, wo dozmol nördlich vo de Donau glebt hend.

Audianismus[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Audianer sind e christlichi Sekte gsii, wo e uusprägte asketische Lebesstiil ghaa hen. Si sind e Tail vo de syrische Cherche gsii. As Herätiker sind si drum bitrachtet wore, well si i folgende Pünkt vo de orthodoxe Christelehr abgwiche hend:

  • Gott sai anthropomorph, da haisst, er het e menschlichi Form
  • s Osterdatum, wo ane 325 im erste Konzil vo Nikaia festglait woren isch, hend d Audianer nöd anerchennt
  • und schliessli hend si sich selber nochem Audius Adianer gnennt und nöd öppe Christe

Audianer[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Nochem Tod vom Audius im 4.Jh. hend z Mesopotamie am Euphrat und um Antiochia meriri Audianer glebt und au bi de Gote hets vill Audianer gee. Em Audius sii Noofolger, der Bischof Uranius, het z Mesopatmie Gote zu Bischöf ordiniert. En andere Noofolger vom Audius isch de gotischi Bischof Silvanus (†375) gsii. Nochdem aber underem Gotekönig Athanarich um 370 e Christeverfolgig iigsetzt het, sind vill christlichi Gote uf Syrie und Palästina gfloche, wo sii Chlöster gründet hend.

D Gote sind gliichzittig au vom Wulfila (†383) missioniert wore, wo e gmässigte Arianer gsii isch. Im Gegesatz zum Audianismus het sich denn de Arianismus bi de Gote döregsetzt und denn au bi anderne Germane verbraitet.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • st. Epiphanius: Adversus haereses 3,1,14f

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Herwig Wolfram: Die Goten; Münche 1990. ISBN 3-406-33733-3
  • Aleksander A. Vasiliev: The Goths in the Crimea; Cambridge MA (1936)