Zirkumzision

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Zirkumzision wältwit
D Zirkumzision vom ene Bueb bi Juude

D Zirkumzision (vo lat. circumcisio „Beschniidig“), au männligi Beschniidig, isch s Abschniide vo dr männlichen Vorhut, däilwiis oder vollständig.[1] Si ghört zu de hüfigste körperlige Iigriff, wo uf dr ganze Wält gmacht wärde.

Umfang, Gründ und Broblematik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Grund für d Zirkumzision isch mäistens religiös und kulturell, e medizinische Indikazion isch sälte. Gegewärtig si schetzigswiis zwüsche 25 %[2] und 33 %[3][4] vo dr männlige Wältbevölkerig beschnitte. D Beschniidig vo gsunde Chinder am achte Läbensdaag gältet im Juudedum as e göttligs Gebot. Dr Koran erwäänt si nit usdrücklig. Si isch aber in islamisch brägte Länder as Sunna wit verbräitet und wird im Chinds- oder Jugendalter duregfüert. In de USA isch d Beschniidig im Buschialter bis vor wenige Joorzäänt wit verbräitet gsi; denn isch d Beschniidigskwote aber zrugggange. 2010 het mä sä bi 77 % vo de Buebe gmacht.[5] Es git Gsellschafte, wo d Beschniidig en Iniziazionsritual isch, d Ufnaam vom Jugendlige in d Gmäinschaft vo de erwaggsene Manne sümbolisiert. D Zirkumzision isch äini vo meerere Behandligsmögligkäite, wo zum Bischbil bi schwere Forme vo dr pathologische Fimose as indiziert gältet, wenn abderi Behandlige kä Erfolg verspräche oder ooni Häiligserfolg bliibe si.[6]

D Zirkumzision isch umstritte, aber mä cha d Diskussion drüber nid vergliiche mit dr uniwerselle Ächdig vo dr Beschniidig vo wiiblige Genitalie. Im angelsäggsische Beriich git s scho lenger e gsellschaftligi Debatte zwüschen Grubben, wo drgege si („Intaktiviste“-Bewegig), und Grubben, wo d Beschniidig befürworte. Umstritte si vor allem dr medizinisch Nutze und d Risike, bi Chinder au ethischi und rächtligi Aspäkt und wie mä s im Hiiblick uf d Menscherächt, vor allem s Rächt uf körperligi Unverseerthäit söll aaluege.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Başar Alabay: Kulturelle Aspekte der Sozialisation – Junge türkische Männer in der Bundesrepublik Deutschland. Dissertation. Springer VS, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-19609-1. (books.google)
  • David L. Gollaher: CIRCUMCISION – a history of the world’s most controversal surgery. Basic Books (AZ), Nöi York 2001, ISBN 0-465-04397-6.
    • Dütschi Übersetzig: Das verletzte Geschlecht. Aufbau-Verlag, 2002, ISBN 3-351-02540-8.
  • Hermann Ferdinand Hitzig: Circumcisio. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band III,2, Stuttgart 1899, Sp. 2570–2571.
  • Matthias Küntzel: Kontaminiertes Terrain. bei: Perlentaucher. 8. August 2012.
  • Nicole Steiner: Die religiös motivierte Knabenbeschneidung im Lichte des Strafrechts: Zugleich ein Beitrag zu Möglichkeiten und Grenzen elterlicher Einwilligung. Dissertation. Duncker & Humblot, Berlin 2013, ISBN 978-3-428-14154-8.
  • Matthias Franz (Hrsg.): Die Beschneidung von Jungen Ein trauriges Vermächtnis. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttinge 2014, ISBN 978-3-525-40455-3.
  • Werner Pieper (Hrsg.): Aus den Vorhaut-Akten. Grüne Kraft, 1988, ISBN 9783925817281

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Zirkumzision – Sammlig vo Multimediadateie

dütsch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

änglisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit: Männliche Beschneidung, Eschborn, Januar 2011.
  2. S. Moses, R. C. Bailey, A. R. Ronald: Male circumcision: assessment of health benefits and risks. In: Sexually transmitted infections. Band 74, Nummer 5, Oktober 1998, ISSN 1368-4973, S. 368–373, PMID 10195035, PMC 1758146 (freie Volltext) (Review).
  3.  World Health Organization and Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (Hrsg.): Male circumcision: global trends and determinants of prevalence, safety and acceptability. Genf 2007, ISBN 978-92-4-159616-9 (WHO) / ISBN 978-92-9173-633-1 (UNAIDS), S. 7 (PDF 2,02 MB, abgrüeft am 24. Oktober 2011).
  4. Bijan Fateh-Moghadam (2010): Religiöse Rechtfertigung? Die Beschneidung von Knaben zwischen Strafrecht, Religionsfreiheit und elterlichem Sorgerecht. In: Zeitschrift für rechtswissenschaftliche Forschung. Heft 2, S. 115–142, Volltext (PDF; 200 kB).
  5. B. J. Morris, S. A. Bailis, T. E. Wiswell: Circumcision rates in the United States: rising or falling? What effect might the new affirmative pediatric policy statement have? In: Mayo Clinic proceedings. Band 89, Nummer 5, Mai 2014, ISSN 1942-5546, S. 677–686, doi:10.1016/j.mayocp.2014.01.001, PMID 24702735 (Review).
  6. Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie: Phimose und Paraphimose Archivlink (Memento vom 23. Septämber 2015 im Internet Archive) (PDF; 210 KB).
Gsundheitshiwiis Bitte tue de Hiwiis zu Gsundheitsthemene biachte!
Icon Hinweis Rechtsthemen.svg Bitte gib au Achtig uf dr Hiwis zue Rechtstheme!
Information icon.svg Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Zirkumzision“ vu de dütsche Wikipedia.

E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.