Walter Courvoisier

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Dialäkt: Schwäbisch

Dr Walter Courvoisier (* 7. Februar 1875 z Riehen em Kanton Basel-Stadt, † 27. Dezember 1931 z Locarno em Kanton Tessin) ischt a Schweizer Arzt, Kombonischt ond Hochschuellehrer gwäa.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Walter Courvoisier ischt am 7. Februar 1875 z Riehen uf d Welt komma. Sei Vaddr isch dr berihmde Chirurg Ludwig Georg Courvoisier gwäa. Nôch-em Abi isch dr Walter Courvoisier en d Fuaßstapfa vo seim Vaddr tredda ond hôt au Medizin studiirt. Obwohl’r em Jôhr 1900 sogar promoviirt hôt (Dr. med.), isch’r en seim Beruaf et glicklich wôrra, weil sei Kopf emmr voll vo laudr Musik gwäa ischt. Drom hôt’r em Altr vo 27 Jôhr sei Stell als Assischdenzarzt uffgäa, ischt nôch Mincha ganga ond hôt deet beim Ludwig Thuille Privatstonda en Musiktheorii ond Kombosizioo gnomma. Dô drbei hôt’r d Dochtr vo seim Lehrer kennaglernt ond a Aug uff-se gwôrfa. S hôt et lang dauret, ond’r ischt em Thuille sei Schwiigrsoh wôrra. Dr nägscht Karriereschridd hôt-em da Poschda als Vizedirigent beim Minchner Kaim-Orchester (em Vorgenger vo de Minchner Philharmoniker) beschert. Bald druff hôt dr Courvoisier an Lehruftrag firs Fach Musiktheorie bei dr Minchner Akademie der Tonkunst (seit 1998 hoißt dui Hochschule für Musik und Theater München) kriagt. 1919 isch’r deet zom Professr ernannt wôrra ond hôt vo dô ôô Kombosizioo glehrt. Zo seine Schialer hend ondr andrem selle schbätre Schweizer Kombonischda Willy Burkhard, Hans Haug ond Heinrich Sutermeister sowia dr Stuegerter Hermann Reutter gheert.

Em Courvoisier sei Kombosizioo-Stil stôht nôh beim Impressionismus, zeigt abr emmr môl wiidr au schbätromandische Ôôkleng.

A Auswahl vo seine Kombosiziona[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Werk firs Theater[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Lanzelot und Elaine, a Musikdrama en viir Ufziig nôch-ma Libreddo vo dr Berta Thiersch, zom erschda Môl ufgfihrt 1917 en Mincha
  • Die Krähen, a musikalischa Komeede en oim Akt nôch-ma Libreddo vom Alois Wohlmuth (UA 1921 z Mincha)
  • Der Sünde Zauberei, a Opr e-ma Vorschbiil ond zwoi Bilder nôch-ma Tekscht vom Joseph von Eichendorff, wo wiidrom uff-na Vorlag vom Pedro Calderón de la Barca zruckgôht (1929)

Werk fir Solischda ond Cheer[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Die Muse fir Bariton ond Orkeschtr nôch-ma Tekscht vom Heinrich Leuthold (1903)
  • Gruppe aus dem Tartarus, a Ballade fir an gmischda Chor ond Orkeschtr nôch-ma Tekscht vom Friedrich Schiller (1904)
  • Der Dinurstrom, nomôl a Ballade fir an gmischda Chor ond Orkeschtr, desmôl nôch-ma Tekscht vom Wilhelm Hertz (1906)
  • Das Schlachtschiff Téméraire (1796), a Ballade fir an Mennerchor ond Orkeschtr nôch-ma Tekscht vom Detlev von Liliencron (1906)
  • Auferstehung, a Kantade fir viir Solostemma, an gmischda Chor ond Orkeschtr nôch-ma Tekscht us dr Bibl, bearbeitet vom Alfred Bertholet (1915, dômôls hôt des Werk noh Totenfeier ghoißa.)
  • Drei Cheer a cappella nôch Gedicht vom Joseph von Eichendorff (1931)
  • Fenf Gseng fir an gmischda Chor a cappella (1931)

Werk fir oinzlne Sengstemma mit-ra Klaviirbegleidong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Sechs Liadr fir a diafa Stemm (1903)
  • Acht Gedichte von Anna Ritter (1903)
  • Fünf Lieder für tiefe Stimme (1904)
  • Sieben Gedichte von Peter Cornelius (1905)
  • Sechs Gedichte von Theodor Storm (1905)
  • Zwei Gedichte von Theodor Storm (1906)
  • Vier Gedichte von Klaus Groth (1906)
  • Fünf Gedichte von Wilhelm Hertz (1903/04)
  • Drei Gedichte von Emanuel Geibel (1906)
  • Fünf Gedichte von Friedrich Hebbel (1907/08)
  • Fünf Gedichte von Peter Cornelius (1908)
  • Zwei Sonette von Michelangelo (1906)
  • Altitalienisches Sonett (1908)
  • Sieben Gedichte von Emanuel Geibel (1906/08)
  • Sieben alte deutsche Gedichte (1909/10)
  • Gedichte von Hermann Hesse (1917 ond nôch 1929)
  • Geistliche Lieder en fenf Bend (1917 bis 1919)
  • Kleine Lieder zu Kinderreimen en viir Bend (1916 bis 1919)
  • Lieder auf alte Deutsche Gedichte (1912/14, 1920 bis 1925)

Reine Instrumentalwerk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • A sinfonischer Prolog zom Carl Spitteler seim Epos Olympischer Frühling (1905)
  • Passacaglia und Fuge b-Moll für Klavier (1908/09)
  • Variationen und Fuge über ein eigenes Thema in Es-Dur für Klavier (1909)
  • Variationen über ein eigenes Thema in D-Dur für Klavier (1909)
  • Festouvertüre für Orchester (1920)
  • Sechs Suiten für Violine solo (1921/22)
  • Langsamer Satz für Streichquartett (1921/22)
  • Zwei Suiten für Violoncello solo (1921)

Quella[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Illustriertes Musiklexikon, rausgäa vom Hermann Abert, Verlag J. Engelhorns Nachf., Stuttgart, 1927
  • Friedrich Herzfeld: Das Lexikon der Musik, Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt am Main – Berlin – Wien (1976)

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Theodor Kroyer: Walter Courvoisier, München 1929.
  • Erich Valentin: Courvoisier, Walter. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 384.

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]