Schupfnudla

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Dialäkt: Oberallgairisch
Krutnudla: Buabespitzle mid Krut
Fleisch mit Schupfnudla
Nackete Mariele mit Ribel und Zucker

Schupfnudla odr Buabespitzle, Fingernudla und Nackete Mariele isch a traditionells Gricht aus Siddytschland und Eschtrich.

Früaha sind de Schupfnudla aus Roggemehl, Wasser und Salz gmachd wore. S isch scho belegt fir d Landsknecht im Dreißigjahrige Krieg. Huit nimmt mer dazue moischt e Grombieradoig.

D Buabespitzle sind mit en italienische Gnocchi verwandt.[1]

Etymologie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Schupfnudla hoissens, weil dr Doig grollt (= gschupft) wird,[2] Buabespitzle, weils e bitzle wie e Buabepenis ussehe.[3]

Zuabereitig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Doig wird aus kochde Grombiera, Woizamehl, Oier und Wasser gmachd. Vo dem Doig rollt mer lange, fingerdicke Würschtle, wo nacher in mundgrechte Nudla gschnitta were. Mit dr Hand formt mer no e Spitz an jeder Site. Nacher were d Schupfnudla in Wasser kocht, spada trocknet und oft no in Fett gschenkt odr bitzle anbrate.

S gibt zahlreiche Variante, als Hauptgricht odr als Beilage, mit Gmias als Krutnudla odr als Mehlspeis (mit Ribel odr Mohn; in Altbayre und Eschtrich).

Nackete Mariele[ändere | Quälltäxt bearbeite]

E Variante vo d Schupfnudla isch s Nackete Mariele. Des sin Schupfnudla pur als Hauptspeis, bloos nacket mid Zucker im oifochstn Fall odr mid Zucker und Ribel bzw. Mohn.

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Litratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Aegidius Kolb, Leonhard Lidel : D' schwäbisch' Kuche, 18. Auflage, 2017. ISBN 978-3928934022
  • Karola Wiedemann, Martina Kiel: Schwäbisch kochen, Graefe und Unzer, 2010. ISBN 3833816309 (S. 54)

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Schupfnudla (Dytschland) – Sammlig vo Multimediadateie

Refärenze[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Schupfnudeln sind die schwäbischen Buabespitzle. (Memento vom 17. Oktober 2017 im Internet Archive) uf neckar-magazin.de
  2. Duden: Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden. 1999, ISBN 3-411-04733-X: „schupfen in der landschaftl. Bedeutung‚ rollen, wälzen‘“
  3.  Hermann Fischer: Schwäbisches Handwörterbuch; auf der Grundlage des "Schwäbischen Wörterbuchs" von Hermann Fischer und Wilhelm Pfleiderer. H. Laup’sche Buchhandlung, Tübingen 1986, ISBN 3-16-444814-7, S. 92.