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Schupfnudla

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Nackete Mariele mit Ribel und Zucker
Dialäkt: Oberallgairisch
Krutnudla: Buabespitzle mid Krut
Fleisch mit Schupfnudla


Schupfnudla odr Buabespitzle, Fingernudla und Nackete Mariele isch a traditionells Gricht aus Siddytschland und Eschtrich.

Früaha sind de Schupfnudla aus Roggemehl, Wasser und Salz gmachd wore. S isch scho belegt fir d Landsknecht im Dreißigjahrige Krieg. Huit nimmt mer dazue moischt e Grombieradoig.

D Buabespitzle sind mit en italienische Gnocchi verwandt.[1]

Schupfnudla hoissens, weil dr Doig grollt (= gschupft) wird,[2] Buabespitzle, weils e bitzle wie e Buabepenis ussehe.[3]

Dr Doig wird aus kochde Grombiera, Woizamehl, Oier und Wasser gmachd. Vo dem Doig rollt mer lange, fingerdicke Würschtle, wo nacher in mundgrechte Nudla gschnitta were. Mit dr Hand formt mer no e Spitz an jeder Site. Nacher were d Schupfnudla in Wasser kocht, spada trocknet und oft no in Fett gschenkt odr bitzle anbrate.

S gibt zahlreiche Variante, als Hauptgricht odr als Beilage, mit Gmias als Krutnudla odr als Mehlspeis (mit Ribel odr Mohn; in Altbayre und Eschtrich).

Nackete Mariele

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E Variante vo d Schupfnudla isch s Nackete Mariele. Des sin Schupfnudla pur als Hauptspeis, bloos nacket mid Zucker im oifochstn Fall odr mid Zucker und Ribel bzw. Mohn.

  • Aegidius Kolb, Leonhard Lidel : D' schwäbisch' Kuche, 18. Auflage, 2017. ISBN 978-3928934022
  • Karola Wiedemann, Martina Kiel: Schwäbisch kochen, Graefe und Unzer, 2010. ISBN 3833816309 (S. 54)
 Commons: Schupfnudla (Dytschland) – Sammlig vo Multimediadateie
  1. Schupfnudeln sind die schwäbischen Buabespitzle. (Memento vom 17. Oktober 2017 im Internet Archive) uf neckar-magazin.de
  2. Duden: Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden. 1999, ISBN 3-411-04733-X: „schupfen in der landschaftl. Bedeutung‚ rollen, wälzen‘“
  3. Hermann Fischer: Schwäbisches Handwörterbuch; auf der Grundlage des "Schwäbischen Wörterbuchs" von Hermann Fischer und Wilhelm Pfleiderer. Hrsg.: bearbeitet von Hermann Fischer und Hermann Taigel. H. Laup’sche Buchhandlung, Tübingen 1986, ISBN 3-16-444814-7, S. 92.