Paul Wehrli

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Dr Paul Ernst Wehrli (* 3. Septämber 1902, † 8. Februar 1978) isch e Schwiizer Mundartschriftsteller gsi.

s Läbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Wehrli isch nach de Schuelzyt Lehrer worde und hätt a d Uni Züri studiert. 1933 isch er mit sindere Diss Verlobung und Trauung in ihrer geschichtlichen Entwicklung von der Reformation bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft. Ein Beitrag zur zürcherischen Rechtsgeschichte a dr Jurischtefakultät promoviert worde. Drno isch er Lehrer und spöter dr Sekretäär vom Zürcher Theaterverein gsi. 1937 het er d Marguerite Marsens ghürootet. Gwohnt händ si im Zürcher Stadtkwartier Ussersiil.

I sine autobiografische Büecher beschrypt dr Wehrli Erläbnis us dr Jugetzyt, wo Ussersiil und Wiedike no fascht wie alti Dörfer usgseh händ und wo s dr Siil no, uf dr Feldegg und wyter usse im Siilfäld no vil offnigs Land gha hät. Wie’s s Lääbe dozmol für die Junge so am Rand vo dr Stadt gsi isch, hät dr Wehrli i sine Büecher und bsunders i de Romään vo de Wendelchind ufgschribe. Me cha au vom Zürcher Buebechrieg lääse, wo 1905 zwüsche dene vo Ussersiil und de Zürcher Buebe ustreit worden isch.

Dr Wehrli hät vil für Zytschrifte, bsunders für d Zürcher Illuschtrierti, und au es baar Mundarttheater gschribe. Eis vo dene, won er anne 1939 für en Landestag vo CVJM und CVJT uf dr Landi gmacht hät, isch vo den Organisatoore abglänt worde, wil’s schynts z vil Sprüch gäge die tütsche Nazionalsozialischte drin gha hät.

Dr Soon vom Paul Wehrli isch dr Reiseschriftsteller und Kulturredakter bim Schwiizer Färnsee Peter Konrad Wehrli, wo am 30. Juli 1939 uf d Wält cho isch.

Wärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Die Ehescheidung zur Zeit Zwinglis und in den nachfolgenden Jahrhunderten, 1933
  • Jeder geht seinen Weg, Roman, 1937
  • Die Tore der Fabrik werden ab heute geschlossen, 1938
  • Bund der Eidgenossen. Ein Spiel vaterländischer Gesinnung, 1938
  • Du sollst nicht lügen. Ein Spiel zum 9. Gebot, Zwingli-Verlag, 1938
  • Martin Wendel. Roman einer Kindheit, 1942
  • Regula Wendel, Roman, 1945
  • Albatros. Das Tagebuch des Schülers Peter Wohlgemuth, 1946
  • Martin macht sich, Roman, 1949
  • St. Jakob an der Sihl. Eine Zürcher Bubengeschichte, 1949
  • De 5. Oktober. Lustspiel in 1 Akt, 1951
  • mit Walter Santschi: Leimbach – Zürich (1952), 1952
  • Mein Sohn, Sizilien ist eine Insel, 1954
  • O mein Heimatland. Ein Bundesfeierspiel nach Texten zur vaterländischen Geschichte, Heimatliedern und Aussprüchen von Schweizerdichtern, 1954
  • De Buebechrieg. Ein Spiel für die Jugend in 6 Bildern, 1956
  • Cornelia, 1959
  • Spuk im Damenspiel, 1959
  • D’Mietskaserne. Ein Dialektspiel in 3 Akten, 1961
  • Der Zigeuner im Ruhestand, 1962
  • Isch das en Läbtig. Ein Spiel in drei Akten, 1966
  • mit Arnold Brändli: Kirche in Leimbach, 1899-1972, 1972

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Fabian Brändle: Zwei Leben nach oben: zu den autobiographischen Texten von Paul Wehrli (1902–1978) und Hans Knecht (1913–1986). In: Zürcher Taschenbuch, 132, 2012, S. 311-350.