Mathias Gnädinger

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Mathias Gnädinger (* 25. März 1941 z Ramse; † 3. April 2015 z Züri) isch en Schwizer Schauspiler und Synchronsprächer gsi.

Läbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Mathias Gnädinger hät vo chlii uf wele Schauspiler wäre. Uf Druck vo de Eltere hät er aber zerscht Schriftsetzer glärnt. Dänn hät en sin Onkel a de Schauspilschuel aagmolde. Noch däre Uusbildig hät er uf verschidnige Bühnene gschaffed; so zum Bischbil am Neumarkt Theater z Zöri, z Kassel, z Esse, z Mannheim, z Breme und z Berlin. Sit 1988 isch er freischaffende Schauspiler gsi. Er hät z Stai am Rhii im Kanton Schaffuuse gläbt.

De Gnädinger hät i öber 130 Theaterstuck und öber 70 Kino- und Färnseh-Film mitgspillt. Er hät als Charakterdarsteller gulte, wo Rolle gspillthät, wo chli verschrobe, kurlig gsi sin und e ruuchi Sproch gha händ. I Interviews hät er gsait, as er mängmol sälber esoo seg.[1] Sini letschte grosse Uuftritt sind i de Färnseh-Serii «Der Bestatter» zäme mit em Mike Müller, im Film «Usfahrt Oerlike» zäme mit em Jörg Schneider und im Film «Der grosse Sommer» gsii.

De Gnädinger isch am 3. April 2015 im Alter vo 74 Johr im Uni-Spitol z Zöri gstorbe.[2]

Nochtrag[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bim draie vom Film «Usfahrt Oerlike» isch scho klar gsi, as de Jörg Schneider schwär chrank isch und me hät ghofft, as me de Film no vor sim Tod cha fertig mache.[3] De Gnädinger sait im Film zum Schneider; „I stirb wohrschiinli vor Dir“. De Schneider isch em 22. Augschte 2015 gstorbe.

Bi de Verlajig vom Hans-Reinhart-Ring hät de Gnädinger de Billy Wilder zitiert: "Mit Preisen ist es wie mit Hämorrhoiden. Ab einem gewissen Alter bekommt sie jedes Arschloch".[1]

Filmografii (Uuswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1976: Die plötzliche Einsamkeit des Konrad Steiner
  • 1977: Em Lehme si Letscht
  • 1978: Trilogie 1848 – Der Galgensteiger
  • 1980: Der Erfinder
  • 1981: Das Boot ist voll
  • 1983: Der Gemeindepräsident
  • 1987: Der elegante Hund (Fernsehserii)
  • 1988: Gekauftes Glück
  • 1988: Klassezämekunft / Klassentreffen / Broken Silence
  • 1989: La nuit de l’éclusier / Die Nacht des Schleusenwarts
  • 1989: Leo Sonnyboy
  • 1989: Pestalozzis Berg
  • 1989: Tatort: Howalds Fall
  • 1990: Bingo
  • 1990: Der Berg
  • 1990: Tassilo – Ein Fall für sich (Fernsehserii)
  • 1990: Umud’a yolculuk / Reise der Hoffnung
  • 1990: Winckelmanns Reisen
  • 1992: Leo Sonnyboy – Vom Trauerkloss zum Herzensbrecher
  • 1992: Probefahrt ins Paradies
  • 1993: Der grüne Heinrich
  • 1993: Justiz
  • 1994: Büvös vadász
  • 1994: Joe & Marie
  • 1994: Kinder der Landstrasse
  • 1994: Tschäss
  • 1996: Deutschlandlied
  • 1996: Tresko – Der Maulwurf
  • 1998: Tatort: Russisches Roulette
  • 2000: Komiker
  • 2000: WerAngstWolf
  • 2001: Im Namen der Gerechtigkeit
  • 2001: Lieber Brad
  • 2001: Spital in Angst
  • 2001: Tatort: Time-out
  • 2002–2007: Lüthi und Blanc (Fernsehserii)
  • 2002: Big Deal
  • 2002: Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers
  • 2002: Tatort: Schlaraffenland
  • 2004: Hunkeler – Das Paar im Kahn
  • 2004: Sternenberg
  • 2004: Hunkeler – Tod einer Ärztin
  • 2004: Der Untergang
  • 2005: Die Vogelpredigt oder Das Schreien der Mönche
  • 2005: Ricordare Anna
  • 2007: Hunkeler macht Sachen
  • 2007: Marmorera
  • 2009: Hunkeler und der Fall Livius
  • 2010: Länger Leben
  • 2011: Silberkiesel – Hunkeler tritt ab
  • 2012: Hunkeler und der Fall Ödipus
  • 2013–2015: Der Bestatter (Fernsehserii)
  • 2015: Usfahrt Oerlike
  • 2015: Der grosse Sommer[4]

Auszeichnungen[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Litratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. 1,0 1,1 Mathias Gnädinger gestorben persoenlich.com vom 6. April 2015
  2. 2,0 2,1 Mathias Gnädinger ist tot Tages-Anzeiger, Artikel vom 4. April 2015
  3. Jörg Schneider schwer krank – er sagt sämtliche Vorstellungen ab Mitteilig vom 29. September 2014 uf srf.ch
  4. «Voller Erinnerungen»: Ursula Gnädinger zurück in Japan Artikel uf srf.ch vom 15. Dezember 2015