Louis Spohr

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Porträt des Komponisten Ludwig (Louis) Spohr 1824 in Kassel vom Johann August Nahl em Jüngere

Dr Louis Spohr (* 5. April 1784 z Braunschweig; † 22. Oktober 1859 z Cassel), au Ludwig Spohr (Daufnaame Ludewig), isch e dütsche Komponist, Dirigänt, Pedagoog, Organisator vo Muusigfest und e Giiger vo internationalem Ruef gsi. Näben em Italiäner Niccolò Paganini zelt er zu de grösste Giiger zu sinere Zit. Dr Spohr isch scho zu Läbzite berüemt worde. Noch em Dood vom Carl Maria von Weber (1826) und vom Ludwig van Beethoven (1827) het er bis zum Durchbruch vo de Wärk vom Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann vo dr Middi vo de 1840er Joor aa as dr bedütendsti lääbgi dütschi Komponist gulte. Er het öbbe 280 Wärk hinderloo drunder Opere, Oratorie, Sümfonie, Konzärt und Kammermuusig.

Wärk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In Chlammere stoot s Entstehigsjoor.[1]

Vokalmusik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Opere[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Die Prüfung, Operette in äim Akt, WoO 48 (1806)
  • Alruna, Grossi Romantischi Opere in drei Ufzüg, WoO 49 (1808)
  • Der Zweikampf mit der Geliebten, Opere in drei Ufzüg, WoO 50 (1810)
  • Faust, Romantischi Opere in zwäi Ufzüg, WoO 51 (1813; Neufassig mit Rezitativ vo 1852, WoO 51a)
  • Zemire und Azor, Romantischi Opere in zwäi Ufzüg, WoO 52 (1818/19)
  • Jessonda, Grossi Opere in drei Ufzüg, WoO 53 (1822)
  • Der Berggeist, Romantischi Opere in drei Ufzüg, WoO 54 (1824)
  • Pietro von Abano, Romantischi Oper in zwei Ufzüg, WoO 56 (1827)
  • Der Alchymist, Romantischi Opere in drei Ufzüg, WoO 57 (1829/30),
  • Die Kreuzfahrer, Grossi Opere in drei Akt, WoO 59 (1843/44)

Schauspiilmusike[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Musik zue Macbeth vom Shakespeare, WoO 55 (1825)
  • Musik zum Schauspiil Der Matrose vom Karl Birnbaum, WoO 58 (1838; Ouvertüre au äinzeln zellt als WoO 7)

Oratorium|Oratorie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Das jüngste Gericht, Oratorium in drei Abdälige, WoO 60 (1812)
  • Die Letzten Dinge, Oratorium no Wort vo dr Häilige Schrift, WoO 61 (1825/26)
  • Des Heilands letzte Stunden, Oratorium in zwäi Däil, WoO 62 (1834/35)
  • Der Fall Babylons, Oratorium in zwäi Däil, WoO 63 (1839/40)

Witeri Vokalmusik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Das befreite Deutschland, Kantate für Solostimme, Chor und Orchester, WoO 64 (1814)
Denäbe het dr Spohr zaalriichi wältlichi und gäistlichi Wärk für Chor und Orchester, Chor und Klavier oder Chor a cappella komponiert, und au Arien mit Orchesterbegläitig.
  • 6 Lieder für Singstimm, Klarinette und Klavier bzw. Violine und Klavier Op. 103
  • 6 Lieder für Singstimm, Violine und Klavier Op. 154
  • 12 Duett und über 90 Lieder

Instrumentalmusik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sinfonie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Nr. 1 Es-Dur, op. 20 (1811)
  • Nr. 2 d-Moll, op. 49 (1820)
  • Nr. 3 c-Moll, op. 78 (1828)
  • Nr. 4 F-Dur „Die Weihe der Töne“, charakteristisches Tongemälde nach einem Gedichte von Carl Pfeiffer, op. 86 (1832)
  • Nr. 5 c-Moll, op. 102 (1837), dr erst Satz isch e Umarbäitig vo dr Orchesterfantasi c-Moll über em Ernst Raupach si Schauspiil Die Tochter der Luft, WoO 6 (1836)
  • Nr. 6 G-Dur „Historische Symphonie im Stil und Geschmack vier verschiedener Zeitabschnitte“, op. 116 (1839)
  • Nr. 7 C-Dur „Irdisches und Göttliches im Menschenleben“ für zwei Orchester, op. 121 (1841)
  • Nr. 8 G-Dur, op. 137 (1847)
  • Nr. 9 h-Moll „Die Jahreszeiten“, op. 143 (1849/50)
  • Nr. 10 Es-Dur, WoO 8, ursprünglich op. 156, denn zrüggzoge (1857)

Konzertouvertüre[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Ouvertüre C-Dur, op. 12 (1806)
  • Konzertouvertüre im ernsten Stil D-Dur, op. 126 (1842)
  • Große Konzertouvertüre F-Dur, WoO 1 (1819)

E Däil Ouvertüre zue Büünewärke het dr Spohr gsonderet für dr Gebruuch im Konzertsaal veröffentlicht, zmäist unter äigener Opus-Zaal:

  • Ouvertüre zur Opere Die Prüfung, op. 15a
  • Ouvertüre zur Opere Alruna, op. 21
  • Ouvertüre zur Opere Faust (Spohr)|Faust, op. 60
  • Ouvertüre zur Opere Jessonda, op. 63
  • Ouvertüre zur Opere Der Berggeist, op. 73
  • Ouvertüre zum Shakespeare sim Macbeth, op. 75
  • Ouvertüre zur Opere Pietro von Abano
  • Ouvertüre zur Opere Der Alchymist

Violinkonzert[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Konzert Nr. 1 A-Dur, op. 1 (1802)
  • Konzert Nr. 2 d-Moll, op. 2 (1804)
  • Konzert Nr. 3 C-Dur, op. 7 (1806)
  • Konzert Nr. 4 h-Moll, op. 10 (1805)
  • Konzert Nr. 5 Es-Dur, op. 17 (1807)
  • Konzert Nr. 6 g-Moll, op. 28 (1808/09)
  • Konzert Nr. 7 e-Moll, op. 38 (1814)
  • Konzert Nr. 8 a-Moll, op. 47 (1816)
  • Konzert Nr. 9 d-Moll, op. 55 (1820)
  • Konzert Nr. 10 A-Dur, op. 62 (1810)
  • Konzert Nr. 11 G-Dur, op. 70 (1825)
  • Concertino Nr. 1 (au Konzert Nr. 12) A-Dur, op. 79 (1828)
  • Concertino Nr. 2 (au Konzert Nr. 13) E-Dur, op. 92 (1835)
  • Concertino Nr. 3 (au Konzert Nr. 14) a-Moll "Sonst und Jetzt", op. 110 (1839)
  • Konzert Nr. 15 e-Moll, op. 128 (1844)
  • Konzert G-Dur, WoO 9 (um 1799)
  • Konzert e-moll, WoO 10 (1803/04)
  • Konzert A-Dur, WoO 12 (1804)
  • Konzertsatz für Violine und Orchester, WoO 16 (um 1809)

Klarinettekonzert[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Konzert Nr. 1 c-Moll, op. 26 (1808)
  • Konzert Nr. 2 Es-Dur, op. 57 (1810)
  • Konzert Nr. 3 f-Moll, WoO 19 (1821)
  • Konzert Nr. 4 e-Moll, WoO 20 (1828)

Anderi Konzert und Concertanti für mereri Instrument und Orchester[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Concertante für zwei Violinen und Orchester Nr. 1 A-Dur, op. 48 (1808)
  • Concertante für zwei Violinen und Orchester Nr. 2 h-Moll, op. 88 (1833)
  • Concertante für Violine, Violoncello und Orchester C-Dur, WoO 11 (1803)
  • Concertante für Harfe, Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur, WoO 13 (1806)
  • Concertante für Harfe, Violine und Orchester Nr. 2 e-Moll, WoO 14 (1807)
  • Quartettkonzert für zwei Violinen, Viola und Violoncello mit Begleitung des Orchesters a-Moll, op. 131 (1845)

Chammermusik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Nonett F-Dur für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn, op. 31 (1813)
  • Oktett E-Dur für Violine, zwäi Viole, Violoncello, Kontrabass, Klarinette und zwäi Hörner, op. 32 (1814)
  • 4 Doppelquartett für 2 Streichquartett: Nr. 1 d-Moll, op. 65 (1823); Nr. 2 Es-Dur, op. 77 (1827); Nr. 3 e-Moll, op. 87 (1832/33); Nr. 4 g-Moll, op. 136 (1847).
  • Septett a-Moll für Klavier, Flöte, Klarinette, Fagott, Horn, Violine und Violoncello, op. 147 (1853)
  • Sextett C-Dur für zwäi Violinen, zwäi Viole und zwäi Violoncelli, op. 140 (1848)
  • Quintett c-Moll für Klavier, Flöte, Klarinette, Fagott und Horn, op. 52 (1820)
    • s gliich bearbäitet für Klavier, zwäi Violine, Viola und Violoncello, op. 53 (1820)
  • Quintett D-Dur für Klavier, zwäi Violine, Viola und Violoncello, op. 130 (1845)
  • 7 Striichquintette (für zwäi Violinen, zwäi Violen und Violoncello): Es-Dur und G-Dur, op. 33 (1813/14); h-Moll, op. 69 (1826); a-Moll, op. 91 (1833/34); g-Moll, op. 106 (1838); e-Moll, op. 129 (1845); g-Moll, op. 144 (1850).
  • 34 Striichquartett (zwische 1804 und 1857): C-Dur und g-Moll, op. 4; d-Moll op. 11; Es-Dur und D-Dur, op. 15; g-Moll, op. 27; Es-Dur, C-Dur und f-Moll, op. 29; A-Dur, op. 30; E-Dur, op. 43; C-Dur, e-Moll und f-Moll, op. 45; Es-Dur, a-Moll und G-Dur, op. 58; h-Moll, op. 61; A-Dur, op. 68; a-Moll, B-Dur und d-Moll, op. 74; E-Dur, G-Dur und a-Moll, op. 82; Es-Dur, op. 83; d-Moll, As-Dur und h-Moll, op. 84; A-Dur, op. 93; A-Dur, op. 132; C-Dur, op. 141; G-Dur, op. 146; Es-Dur, op. 152; Es-Dur, WoO 41; g-Moll, WoO 42.
  • 5 Klaviertrio: Nr. 1 e-Moll op. 119 (1841); Nr. 2 F-Dur op. 123 (1842); Nr. 3 a-Moll op. 124 (1842); Nr. 4 B-Dur op. 133 (1846); Nr. 5 g-Moll op. 142 (1849)
  • Zaalriich Duo, Fantasie, Potpourri, Salonstuck usw. für Violine und Klavier
  • Meereri Sonate für Harpfe und Violine, dodrunter d Sonate D-dur, op. 113
  • Adagio F-Dur für Fagott und Klavier, WoO 35 (noch em Adagio vo dr Sonate für Harpfe und Violine, op. 115)
  • Solostuck für Harpfe
  • Solostuck für Klavier, dodrunter di Felix Mendelssohn Bartholdy gwidmet äinzig Klaviersonate vom Spohr (As-Dur, op. 125, 1843)

Schrifte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Violinschule von Louis Spohr (1831–1832). Haslinger, Wien 1833, 250 S.
  • Selbstbiographie 2 Bände, Kassel 1860–1861, 350+413 S.
    • Faksimiledruck, hrsg. von Eugen Schmitz. Bärenreiter-Verlag, Kassel 1954.
    • Lebenserinnerungen, erstmals ungekürzt nach den autographen Aufzeichnungen herausgegeben von Folker Göthel, Schneider, Tutzing 1968 (2 Bde.) e-text bei Zeno
  • Briefwechsel mit seiner Frau Dorette, hrsg. von Folker Göthel, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1957.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ufsätz
  • Hans Michael Schletterer: Spohr, Louis. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 35, Duncker & Humblot, Leipzig 1893, S. 239–259.
  • Spohr, Ludwig. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Uflag. Bd. 15, Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1892, ‎ S. 172.
  • Peter Rummenhöller: Louis Spohr. Ruhm und Vergessenheit eines Komponisten zwischen Romantik und Biedermeier. In: Ders.: Romantik der Musik. Analysen, Portraits, Reflexionen. Bärenreiter Verlag, Kassel 1989, S. 140-148, ISBN 3-7618-1236-1.
  • Leonie Biehler: Das Phantom am Opernplatz. Auf den Spuren von Louis Spohr. In: Andreas Wicke (Hrsg.): Kasseler Musikgeschichte. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2004, S. 51-56, ISBN 3-8313-1231-1.
  • Martin Wulfhorst: Spohr, Louis. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil Bd. 15 (MGG). Zweite, neubearbeitete Ausgabe. Kassel 2006, Sp. 1200-1220.
Monographie
  • Alexander Malibran: Louis Spohr. Sein Leben und Wirken. Sauerländer Verlag, Frankfurt/M. 1860.
  • Dorothy Moulton-Mayer: The forgotten Master. The life & times of Louis Spohr. Da Capo Press, New York 1981, ISBN 0-306-76099-1 (Nachdr. d. Ausg. London 1959).
  • Herfried Homburg: Louis Spohr. Bilder und Dokumente seiner Zeit (Kasseler Quellen und Studien; 3). Röth-Verlag, Kassel 1968.
  • Stadtsparkasse Kassel (Hrsg.): Louis Spohr. Avantgardist des Musiklebens seiner Zeit. Bärenreiter-Verlag, Kassel 1979.
  • Folker Göthel: Thematisch-bibliographisches Verzeichnis der Werke von Louis Spohr. Musikverlag Schneider, Tutzing 1981, ISBN 3-7952-0175-6.
  • Paul Katow: Louis Spohr, Persönlichkeit und Werk. RTL Edition, Luxembourg 1983, ISBN 2-87951-031-7.
  • Hartmut Becker, Rainer Krempien: Louis Spohr, Festschrift und Ausstellungskatalog zum 200. Geburtstag. Verlag Wenderoth, Kassel 1984, ISBN 3-87013-019-9.
  • Clive Brown: Louis Spohr. Eine kritische Biografie („Louis Spohr. A critical biography“). Merseburger Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-87537-320-2.
  • Gerald Kilian: Studien zu Louis Spohr. Wahl-Verlag, Karlsruhe 1985, ISBN 3-88147-021-2 (zugl. Dissertation, Universität Heidelberg 1986).
  • Helmut Peters: Der Komponist, Geiger, Dirigent und Pädagoge Louis Spohr (1784-1859). Stadtbibliothek, Braunschweig 1987.
  • Simon Moser: Das Liedschaffen Louis Spohrs. Studien - Kataloge - Analysen - Wertungen. Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte des Kunstliedes. Verlag Wenderoth, Kassel 2005, ISBN 3-87013-035-0 (2 Bde., zugl. Dissertation, Universität Göttingen 2000).
  • Wolfram Boder: Louis Spohr und die Musikpädagogik. Verlag ADB, Kassel 2006, ISBN 3-923461-69-0.
  • Wolfram Boder: Die Kasseler Opern Louis Spohrs. Musikdramaturgie im sozialen Kontext. Bärenreiter Verlag, Kassel 2007, ISBN 978-3-7618-1878-7 (2 Bde., Text- und Notenband).
  • Susan Owen-Leinert, Michael Leinert: Louis Spohr Lied Edition. Gesamtausgabe der ein-und zweistimmigen Klavierlieder. Verlag Christian Dohr, Köln 2009/10 (12 Bd. mit zweisprachigen Vorworten u. Kritischem Bericht).
  • Michael Zywietz (Hrsg.): Spohr und seine Zeitgenossen, Kassel 2011 [im Druck]

Dokumänt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Brief vom Louis Spohr befinde sich im Bestand vom Leipziger Muusigverlaag C. F. Peters im Staatsarchiv Leipzig.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Louis Spohr – Sammlig vo witere Multimediadateie

Fuaßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Titel, Nummerierig und Date no: Folker Göthel: Thematisch-bibliographisches Verzeichnis der Werke von Louis Spohr, Tutzing 1981.