Konrad III. (HRR)

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
De König Konrad III. in ere Miniatur us de Kölner Königschronik (13. Jahrhundert), Brüssel, Königlichi Bibliothek, Ms. 467, fol. 64v.

De Konrad III. (* 1093 oder 1094; † 15. Februar 1152 z Bambärg) us em Adelsgschlächt vo de Staufer isch 1116/20 Herzog z Franke, 1127–1135 Gägekönig vom Lothar III. und 1138–1152 König im Heilige Römische Rych gsi.

Im 12. Jahrhundert isch d Idee schtercher worde, dass d Fürschte für s Rych mitverantwortlich siged. Dur das het sich d Mitsprach vo de Fürschte am Rychsregimänt und bi de Königswahle intänsiviert. Anders als in de Monarchie Frankrych, Ängland und Sizilie hend im Heilige Römische Rych erbrächtlichi Vorschtellige a Bedütig verlore. Nach em Tod vom Heinrich V., em letschte salische Herrscher, im Mai 1125 sind d Ambitione vo de beide staufische Brüeder Friedrich und Konrad uf d Königsnachfolg gschyteret. Em Friedrich syni Königswahl isch misslunge, wil er us synere Abschtammig vo de Salier en Erbaaschpruch abgleitet und demit s Wahlrächt vo de Fürschte missachtet. Schtatt ihm isch de sächsischi Herzog Lothar gwählt worde. De Konrad het sich 1127 zum Gägekönig erhobe, isch aber äbefalls erfolglos gsi. D Wahl vom Lothar und sy Schtryt mit de staufische Brüeder um s salische Erb hend en Chrieg im Rych usglöst. Nach em Tod vom Lothar het sich de Konrad i de Königswahl vo 1138 gäge de machtbewussti Bayern- und Sachseherzog Heinrich de Stolzi duresetze chönne. Em Konrad syni Nüüornig vo de Herzogtümer Sachse und Bayern, wo die erbrächtliche Aaschprüch vo de Welfe ignoriert hend, sind gschyteret. Während synere gsamte Herrschaftszyt hend in Bayern und Sachsen d Welfe Heinrich de Stolzi, Heinrich de Leu und Welf VI. ire Widerstand gäge Konrad wytergfüehrt.

Als König het de Konrad d Herrschaftsträger vom Rych dur Hüratspolitik a sich binde welle. Vo 1147 bis 1149 het er en Chrüzzug undernuu, wo en vollschtändige Misserfolg worden isch. Als erschte vo de römisch-dütsche Könige syt 962 het de Konrad nid d Kaiserwürde erlangt. Syni Konflikt mit de Welfe Welf VI. und Heinrich em Leu hend lang als Usdruck vom ene staufisch-welfische Gägesatz gulte, wo d Rychspolitik im 12. Jahrhundert dominiert heb. Erscht i jüngschter Zyt isch die Yschätzig schtarch relativiert worde.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Lexikonartikel

  • Stephan Freund: Konrad III. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 4, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7, Sp. 410–414.
  • Friedrich Hausmann: Konrad III. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 12, Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. 496–499.

Darstellige

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Konrad III. – Album mit Multimediadateie