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Jean-Jacques Rousseau

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Dr Jean-Jacques Rousseau, Pastell vom Maurice Quentin de La Tour, 1753
Underschrift
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Dr Jean-Jacques Rousseau [ʒɑ̃'ʒak ʁuso] (* 28. Juni 1712 z Gämf; † 2. Juli 1778 z Ermenonville bi Bariis) isch e franzöösischsproochige Schriftsteller, Filosoof, Pedagoog, Naturforscher und Komponist in dr Zit vo dr Ufkläärig gsi. Dr Rousseau het groossen Iifluss uf d Pedagogik und die politischi Theorii im spoote 18. Joorhundert ghaa, aber au no im 19. und 20. Joorhundert in ganz Öiropa. Er isch e wichdige Wäägberäiter vo dr Französische Revoluzioon gsi. Si Wärk Däil vo dr franzöösische und öiropäische Litratuur- und Gäistesgschicht, wo mä nid ooni es chaa.

Im Rousseau si Wältaaschauig und Filosofii

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Dr Rousseau het die menschligi Gschicht as e Niidergangsbrozäss aagluegt, und het s eso zum erste Mol 1749 im Discours sur les Sciences et les Arts („Abhandlung über die Wissenschaften und die Künste“) beschriibe. In politischer, pedagogischer und lääbensbraktischer Hiisicht sig e radikal nöis Dänke und Handle nöötig. Was dr Rousseau vo zitgenössische Gschichtsdänker wie de Turgot und dr Condorcet underschiide het, wo iirersits die negative Site vom Fortschritt nid abglügnet häi, isch dr Umstand, ass äär sonigi Begläiterschiinige nit as Nääbefolge aagluegt het, sondern er het die menschligi Vernumft sälber drfür verantwortlig gmacht, ass si grad s Geegedäil vo iire guete Absichte füürebrocht het.[1] D Grundlaag vo dr Ethik cha also nit d Vernumft si sondern dr Instinkt. Dä soziali Instinkt het mä as Erzier bim Chind müesse sterke und es vor de schlächte Iiflüss vo dr korrupte Gsellschaft beschütze.

  • Dissertation sur la musique moderne (Abhandlung über die moderne Musik), Paris 1743.
  • Discours sur les sciences et les arts. (Abhandlung über die Wissenschaften und Künste), Paris 1750.
  • Narcisse ou l'Amant de lui-même. (Narziß oder Wer sich selbst liebt. Eine Komödie) 1752.
  • Le Devin du village (Der Dorfwahrsager. Eine Oper) 1752.
  • Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes. (Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen), Amsterdam 1755.
  • Économie politique. (Artikel über Politische Ökonomie). In: Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. V. Band, Diderot, d'Alembert, 337–349, Nov. 1755.
  • Principes du droit de la guerre. Ècrits sur la paix perpétuelle. 1758.
  • Julie ou la Nouvelle Héloïse. (Julie oder Die neue Heloise), Amsterdam 1761.
  • Du contrat social ou principes du droit politique. (Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes), Amsterdam 1762.
  • Émile ou De l’éducation. (Emile oder über die Erziehung), Amsterdam 1762.
  • Dictionnaire de Musique. Paris 1768.
  • Les Confessions. (Die Bekenntnisse), Genf 1782. (1. Band, Buch I–VI) und 1789 (2. Band, Buch VII–XII) (Posthum. Verfasst 1765–1770)
  • Les rêveries du promeneur solitaire. (Die Träumereien des einsamen Spaziergängers). Lausanne 1782. (Posthum. Unvollendet, verfasst zwischen 1776–78)


Usgoobe

  • Kurt Weigand [Übers] (Hrsg.): Schriften zur Kulturkritik. 5. Auflage. Meiner, Hamburg 1995, ISBN 3-7873-1200-5 (franz.-dt.).
  • Lettres élémentaires sur la botanique (Zehn botanische Lehrbriefe für eine Freundin). 1978 (Insel-Taschenbuch 366).
  • Heinrich Meier (Hrsg.): Diskurs über die Ungleichheit. Schöningh, Paderborn 1984, ISBN 3-8252-0725-0 (Kritische Ausgabe des integralen Textes).
  • Henning Ritter (Hrsg.): Schriften. Hanser, München 1978, ISBN 3-446-12503-5.
  • Dictionnaire de Musique. G. Olms, Hildesheim 1969 (Nachdruck).
  • Dorothea Gülke (Übers.), Peter Gülke (Übers.): Musik und Sprache. Ausgewählte Schriften. Heinrichshofen, Wilhelmshaven 1984, ISBN 3-7959-0424-2.
  • Der neue Dädalus (Le nouveau Dédale, übers. von Klaus H. Fischer); darin: Klaus H. Fischer: Rousseaus Schrift über die Aeronautik. Schutterwald/Baden 2000, ISBN 3-928640-58-5
  • Blaise Bachofen, Céline Spector (Hrsg.): Principes du droit de la guerre. Ècrits sur la paix perpétuelle. Vrin, Paris 2008, ISBN 978-2-7116-2141-5.

Usgweelti Literatuur

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Iifüerige:

  • Rosemarie Ahrbeck: Jean-Jacques Rousseau. Urania-Verlag, Leipzig/ Jena/ Berlin 1978.
  • Béatrice Durand: Rousseau. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2007, ISBN 978-3-15-020315-6.
  • Georg Holmsten: Jean-Jacques Rousseau. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1972, ISBN 3-499-50191-0.
  • Günther Mensching: Jean-Jacques Rousseau zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3-88506-384-0.
  • Michael Soëtard: Jean-Jacques Rousseau. Leben und Werk. Verlag C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63197-9.
  • Bernhard H. F. Taureck: Jean-Jacques Rousseau. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2009, ISBN 978-3-499-50699-4.


Verdiefige:

  • Bronislaw Baczko: Rousseau. Einsamkeit und Gemeinschaft. Europa Verlag, Wien 1970.
  • Jörg Bockow: Erziehung zur Sittlichkeit – Zum Verhältnis von praktischer Philosophie und Pädagogik bei Jean-Jacques Rousseau und Immanuel Kant. Peter Lang, Frankfurt am Main/ Bern/ New York 1984, ISBN 3-8204-5598-1.
  • Winfried Böhm, Frithjof Grell (Hrsg.): Jean-Jacques Rousseau und die Widersprüche der Gegenwart. Ergon, Würzburg 1991, ISBN 3-928034-06-5.
  • Ernst Cassirer: Die Einheit des Werkes von Jean-Jacques Rousseau. Dinter, Köln 1998, ISBN 3-924794-39-1.
  • Ernst Cassirer, Jean Starobinski, Robert Darnton: Drei Vorschläge, Rousseau zu lesen. Fischer, Frankfurt 1989, ISBN 3-596-26569-X.
  • Anne Davier: Jean-Jacques Rousseau. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz – Dictionnaire du théâtre en Suisse. Band 3. Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1078. (französisch)
  • Jean Chrétien Ferdinand Hoefer (Hrsg.): Nouvelle biographie générale, depuis les temps les plus réculés jusqu’à nos jours. Band 42. Diderot frères, Paris 1863, Sp. 737–766.
  • Nils Ehlers: Der Widerspruch zwischen Mensch und Bürger bei Rousseau. Cuvillier, Göttingen 2004, ISBN 3-86537-306-2.
  • Jean Firges: Julie oder die Neue Héloïse. Die Genese der bürgerlichen Ideologie. Sonnenberg, Annweiler 2004, ISBN 3-933264-36-7.. (Exemplarische Reihe Literatur und Philosophie, Bd. 18)
  • Klaus H. Fischer: Jean-Jacques Rousseau. Die soziologischen und rechtsphilosophischen Grundlagen seines Denkens. Wissenschaftlicher Verlag, Schutterwald/Baden 1991, ISBN 3-928640-00-3.
  • Maximilian Forschner: Rousseau. Alber, Freiburg 1977, ISBN 3-495-47349-1.
  • David Edmonds, John Eidinow: Rousseau’s Dog. Two Great Thinkers at War in the Age of Enlightenment. Harper Collins (Ecco), New York 2006, ISBN 0-06-074490-1. und Faber & Faber, London 2006, ISBN 0-571-22405-9.
  • Iring Fetscher: Rousseaus politische Philosophie. Zur Geschichte des demokratischen Freiheitsbegriffs. 7. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-518-27743-X. (10. Aufl. 2009).
  • Jean Guéhenno: Jean-Jacques. Biographii in drei Bänd, Bariis 1948–52.
  • Karlfriedrich Herb: Rousseaus Theorie legitimer Herrschaft. Voraussetzungen und Begründungen. Königshausen und Neumann, Würzburg 1989.
  • Wolfdietrich von Kloeden: Jean-Jacques Rousseau. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 8, Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0, Sp. 845–857.
  • Volker Ladenthin: Sprachkritische Pädagogik. Beispiele in systematischer Absicht. Band 1: Rousseau – mit Ausblick auf Thomasius, Sailer und Humboldt. Weinheim 1996.
  • Christiane Landgrebe: Zurück zur Natur? – Das wilde Leben des Jean-Jacques Rousseau. Beltz, Weinheim 2012, ISBN 978-3-407-22928-1.
  • Jean Lechat: Discours sur les sciences et les arts. Discours sur l'origine et les fondements de l'inégalité parmi les hommes. Rousseau. (Interpretationen) Reihe Balises, Série Oeuvres #91, Nathan, Paris 1994, ISBN 2-09-180758-3.
  • Heinrich Meier: Über das Glück des philosophischen Lebens. Reflexionen zu Rousseaus Rêveries in zwei Bänden. Verlag C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62287-8.
  • André Niedostadek (Hrsg.): Jean-Jacques Rousseau – Notizen zu einem Querkopf. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2013, ISBN 978-3-8300-7293-5.
  • Martin Rang: Rousseaus Lehre vom Menschen. Göttingen 1959.
  • Juliane Rebentisch: Zur Dialektik demokratischer Existenz. 3. Teil: Demokratie und Ästhetisierung. V. Kapitel: Das Spektakel der Demokratie: Rousseau. Suhrkamp, Berlin 2012.
  • Principes du droit de la guerre. Jean-Jacques Rousseau: Prinzipien des Krieges; Möglichkeit und Unmöglichkeit internationaler Politik. Rousseaus Auffassung des Krieges. Interpretation und mit einer Einleitung zur Textgeschichte von Michael Bloch. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie. Jahrgang 58, Heft 2, Akademie Verlag, Berlin 2010, S. 288–306.
  • Hermann Röhrs: Jean-Jacques Rousseau. Vision und Wirklichkeit. 3. Auflage. Böhlau, Köln u. a. 1993, ISBN 3-412-12592-X.
  • Klaus Semsch: Rousseaus subjektive Distanznahme von der Rhetorik. In: Abstand von der Rhetorik. Strukturen und Funktionen ästhetischer Distanznahme von der ‚ars rhetorica‘ bei den französischen Enzyklopädisten. Felix Meiner, Hamburg 1999, ISBN 3-7873-1396-6, S. 131–186. (Studien zum 18. Jahrhundert, 25)
  • Robert Spaemann: Rousseau – Bürger ohne Vaterland. Piper, München 1980 u.ö. 2008 neu aufgelegt unter dem Titel: Rousseau - Mensch oder Bürger. Das Dilemma der Moderne.
  • Claude Lévi-Strauss: Strukturale Anthropologie II. Das 2. Kapitel: Jean-Jaques Rousseau. Begründer der Wissenschaften vom Menschen. (Titel der Originalausgabe Anthropologie Structurale deux. 1973)
  • Jean Starobinski: Rousseau. Eine Welt von Widerständen. München 1988 u.ö., ISBN 3-596-10255-3.
  • Ulrich Steinvorth: Stationen der politischen Theorie. 3. Auflage. Reclam, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-007735-4, S. 97–132.
  • Dieter Sturma: Jean-Jacques Rousseau. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-41949-6.
  • Ghislain Waterlot: Rousseau. Religion et politique. PUF, Paris 2004.
  1. Johannes Rohrbeck: Aktualität der Aufklärung. In: Sonja Asal / Johannes Rohrbeck (Hrsg.): Aufklärung und Aufklärungskritik in Frankreich. Selbstdeutungen des 18. Jahrhunderts im Spiegel der Zeitgenossen. Berlin 2003, S. 30 f.

Wikisource Jean-Jacques Rousseau im dütschsprochige Wikisource
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 Commons: Jean-Jacques Rousseau – Sammlig vo Multimediadateie
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