Huntare

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früemittelalterlichi Landschaftsnäme

E Hundare (ahd. huntari n.; lat. centena) isch im früene Mittelalter e Bizaichnig vonere Landschaft gsii. De Uusdruck chunnt nume bi de Alemane, z Friesland und z Schwede vor.

Bidüütig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Wort cha as “Hundertschaft” düütet werde und het vermuetlich e Landschaft, wo hundert Chrieger stelle cha oder mue bizaichnet. De Füerer vomene Hundare isch Hunno (ahd. hunno m.; lat. centurio, centenarius tribunus) gnennt wore. Jünger und verwaltigstechnisch en anderi Sach bildet di englische Hundreds, wo e Land zu 100 Hides bizaichnet het.

Verbraitig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Alemanne[ändere | Quälltäxt bearbeite]

För de alemannischi Ruum sind zwüschet 776 und 1007 acht Hundare (altalem. huntari n.) öberliferet. Si bizaichnet chlinneri Landschafte a de Preipherii vo grössere Göi und vo Baare. D Näme sind jewils miteme Manename bildet wore, wie z.b. Waldramnishuntari “Hundare vom Waldram”.

Friesland[ändere | Quälltäxt bearbeite]

För Friesland sind nume zwai Hundare (afrs. hunderi) öberliferet, wo miteme Sippename uf -ing bildet wore sind: Camingehunderi und Killingohuntari.

Schwede[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Z Schwede hend d Hundare (aschwed. hundare n.) chlinneri Verwaltigsainhaite im Piet um de Mälarsee bizaichnet, bischränket sich aso uf s Piet vo de Svear. Bi de südliche Göte und z Dänemark isch degege de Uusdruck Herrad bruucht wore.

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Bd. 15: “Hundare”