Heugeißfeschd

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Heugeiß z Ibach, Juli 2015

S Heugeißfeschd (dt. Heugeißfest), au Haigeiß, isch e fröhlichi Veranstaldig, wo jeds Johr am End vo de Heuernd gäge End vom Juli für d Helfer vo de Heuernd gfiired würd.[1]

D Heugeiß isch eigetli s letscht Fueder Heu oder de letscht Heuwage wo ibrocht würd, meint aber au s gmeinsami Feschdmohl odr Öhmdesse a dem Dag.[2][3] De Bruuch wird im üsserschte Südweschde vom Schwarzwald un vor allem im Hotzewald pflägt. Organisiert wird s Feschd vom örtliche Buureverband. Hütztag goht s meischt mit änem Umzug mit de Musikkapelle vorneweg aa. Des war frühr no id so. Buebe in Läderhose und Maidli in de Trachde hocke uf änem Heuwage obe und a Geiß isch an de Wage drabunde odr wird hinterhäre zoge. Nochär würd vil drunke, gässe un danzt. S Heugeißfeschd gits under anderem z Afterstäg, z Bernau,[4] z Bierbronnen, z Ibach,[5] z Wyle[6] und z Wyde. D Schwobe säge zum Heugeiß Heukatz. Bi däne hockt a Ma uffm Heuwagen obe druff, d Heukatz; de macht luddr Blödsinn und miaut wi a Katz.[7]

D Dialäkt-Rockgruppe Luddi vo Birkedorf-Üehlinge hät a Liäd gschribe, des heißt: „No isch zum letschte Mol Haigeiß“.[8]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Heugeißfeschd Ibach Juli 2015 Bildr un Filmli uf flickr.com

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Südbaden Alemannisches Lexikon
  2. Badisches Wörterbuch Band II, Seite 673
  3. Hermann Fischer: Schwäbisches Wörterbuch. Tübingen. Band III (1908–11), Spalte 1553/54
  4. Bei der Heuernte ging’s hoch her (Badische Zeitung 28. Juli 2010)
  5. Heugeißfest: Landwirte feiern die Heuernte (Südkurier 28. Juli 2014)
  6. Heugeißfest mit Wettschnupfen (Südkurier 2. Augschte 2014)
  7. Hermann Fischer: Schwäbisches Wörterbuch. Tübingen. Band III (1908–11), Spalte 1553/54
  8. CD: DIALEKT-ROCK: S isch e Heidespaß