Hermann Vortisch

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Dr Hermann Vortisch (* 18. Juni 1874 z Löörech; † 2. Mai 1944 ebedert) isch e dytsche Dokter un Schriftsteller gsii,

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Vortisch isch e Suhn gsii vum Reinhard Vortisch (1844-1920), eme Bankdiräkter, un syre Frau Bertha geb. Raillard (1849–1922). Är het sibe Gschwischter ghaa.

No dr Schuel het er ab 1895 Medizin studiert z Stroßburi, z Basel, z Minche, z Greifswald un z Dibenga. Anne 1901 isch er z Dibenga promoviert wore mit dr Dissertation „Über Sehnervenerkrankungen bei Turmsschädel“. Vu 1901 bis 1903 isch er Assischtänzdokter am Diakonissespital z Bärn an am Frauespital z Basel gsii. Dernoi isch er as Missionsdokter an d Goldkischte z Afrika gange un 1906 uf China. Dert het er anne 1908 het er d Honyen e Polyklinik grindet. Bis 1913 isch er Diräkter vu däm Chrankehuus gsii. Wäg dr bolitische Situation z china un wel er seli chrnak woren isch, isch er in sällem Johr retuur gange uf Dytschland un het derno vu 19014 bis 1928 am dr Aastalt fir Epileptiker z Kork gschafft.

Anne 1906 het er d Theodora van Vloten (1878–1917) ghyrote. Mit ihre het er vier Dechtere ghaa: Adleheid (1908-2001), Esther (1910–2000), Helmtrud (1913–2008) un Sieghild (1916–1953).

As Schriftsteller het er au d Pseudonym „Hermann van Vloten“, „Hermann Grether“ un „Grether Vortisch“ bruucht. Är het alemannischi Gedicht in dr Mundart vum Johann Peter Hebel gschribe, derzu e Huffe Schrifte, wu im Rame vu syre Arbet entstande sin, iber d Mission z Afrika, iber China un anderi. Är het au Schauspiil gschribe, unter anderem iber d Hugenotte un d Salzburger Proteschtante, aber au iber regionali Theme wie dr Johann Peter Hebel un dr Hans Thoma.

Wäärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Über Sehnervenerkrankungen bei Turmschädel. Vorgelegt von Hermann Vortisch. Tübingen, Univ., Diss., 1901
  • Alemannische Gedichte. Lörracher Mundart. Sauerländer, Aarau 1902
  • Alemannische Gedichte. Von Johann Peter Hebel, auf Grundlage der Heimatsmundart des Dichters für Schule und Haus. Hrsg. von Otto Heilig. Winter, Heidelberg 1902
  • Die Neger der Goldküste. Friedrich Vieweg, Braunschweig 1906
  • Aus Hebels Haimet. Gedichte in alemannischer Mundart. Sauerländer, Aarau 1907
  • Hin und her auf der Goldküste. Tagebuchblätter eines Missionsarztes. Verlag der Basler Missionsbuchhandlung, Basel 1907
  • Die Spitaluhr. Der Tempel des Frühlings. Aus der Tätigkeit und dem beschaulichen Leben eines Missionsarztes in China. Verein für Ärztl. Mission, Stuttgart 1911
  • Die Salzburger. Bilder aus der Glaubensnot unserer evangelischen Brüder in Österreich. Ein Laienspiel zum Reformationsfeste. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1912
  • Der Missionsarzt in China. Verlag der Basler Missionsbuchhandlung, Basel 1913
  • Chinesische Patienten und ihre Ärzte. Erlebnisse eines deutschen Arztes. Bertelsmann, Gütersloh 1914
  • Ich bin Gottes Soldat. Eine Gabe an die deutschen Soldaten und an das deutsche Volk. Momber, Freiburg i. B. 1915
  • Der Tod tötet nicht! Eine Gabe an unsere Soldaten im Felde, mit Ansprachen und Gedichten. Momber, Freiburg i. B. 1915
  • Mutter und Kind. Ein ärztlicher Ratgeber für junge Frauen. Von Dr. med. H. Vortisch. Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg 1919
  • Der Aussätzigen Not in alter und neuer Zeit. Verlag der Basler Missionsbuchhandlung, Basel 1920
  • Die Weisen aus dem Morgenland. Ein Weihnachtsspiel für große und kleine Leute. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1926 (Aufführungen und Stoffdarbietungen 6)
  • Danket dem Herrn. Ein Ernte- und Dankfest-Spiel. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1926 (Evangelische Aufführungen und Stoffdarbietungen. Heft 12)
  • Die Hugenotten. Bilder vom Glaubenskampf der Reformierten in Frankreich. Ein Laienspiel zum Reformationsfeste. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1926.
  • Vom Peterli zum Prälaten. J. P. Hebels Leben in zwölf Geschichten und Gedichten. Zum 100jährigen Gedenktag an den Heimgang J. P. Hebels am 22. September 1826. Von Hermann Vortisch. Mit Bildern von Fritz Quidenus. Salzer, Heilbronn 1926
  • Wie ich Missionsarzt wurde. Am Wegsaum. 1927
  • Neues Leben in Kamerun. Die Basler Mission in Kamerun seit ihrer Rückkehr 1924. Geschildert von H. Vortisch. Evang. Missionsverl., Stuttgart 1927
  • Ein Marschall Vorwärts der Mission, Dr. J. L. Krapf. Evang. Missionsverl., Stuttgart 1927
  • Ehre sei Gott in der Höhe! Ein Festspiel für Kinder über das deutsche Weihnachtslied. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1930.
  • Advent und Weihnacht im Hause des Wandsbeker Boten. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1932.
  • Hebel und seine Vorgänger. Aus Hebels Briefen. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur . Geschichtsverein, Schopfheim. Bd. 3 (1932), 3, S. 75 ff.
  • Hans Thoma, Lörrach und das Wiesental. In: Das Markgräflerland. Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur. Geschichtsverein, Schopfheim. Bd. 4 (1932/33), 3, S. 73–79
  • Der Konstanzer November 1901 im Leben von Hans Thoma. In: Die Brücke. Heimatblätter für Geist und Gemüt. Reuß & Itta. Konstanz am Bodensee 1933, Nr. 12
  • Eine Mutter. Aus dem Leben Hans Thomas. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1933
  • Der Malerlehrling Gottes. Das Leben von Hans Thoma. Erzählt von Hermann Vortisch. Müller, Karlsruhe in Baden, 1935
  • Wie Hans Thoma Weihnacht und Neujahr feierte. Eine Erzählung. Mit 12 Federzeichnungen. Kiefel, Wuppertal-Barmen 1936.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2. Auflage. Hrsg. Rudolf Vierhaus. Band 10. Saur, München 2008, S. 312

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]