Heinrich Roth

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dr Heinrich Roth, (* 1. März 1906 z Gerstette; † 7. Juli 1983 z Göttingen) isch ä dütsche Pädagog und Psycholog gsi.

Läbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Heinrich Roth isch am 1. März 1906 z Gerstette, emenä Dorf uf dr Schwäbische Alb uf d Wält cho. Si Mueter isch scho früeh gschdorbe und si Vater ins Usland gange und er isch bi siiner Dante und siim Unggle z Ulm ufgwachse. Er het sächs Johr lang z Künzelsau Lehrer glehrt. Won er aber kei Boschde an erä Schuel gfunde het, het er vo 1926 bis 1928 as Huuslehrer gschafft, und z Erlange verschideni Fächer schdudiert. Noch em Abschluss isch er bis 1931 Lehrer uf erä Schuel z Ulm gsi. In de neggschde zwei Johr het er z Tübinge gschdudiert. 1933 het er s Schdaatsexamen gmacht und bim Oswald Kroh promoviert. Wil er zun erä verbotene Grubbe vo dr Bündische Jugend ghört het, het er nüm am ä Lehrerseminar welle schaffe, wien er vorgha het. Vo 1934 bis 1938 het er as Armeepsycholog an dr Psychologische Prüfschtell z Münche gschafft. 1942 isch er as Soldat in d Armee iigzoge worde. Noch em Chrieg isch er 1947 as Dozent an s Pädagogische Inschtitut z Künzelsau cho und het wiiter z Württeberg—z Schduttgard und z Esslinge—in der Lehrerbildig gschafft. Im Johr 1961 isch er an d Georg-August-Universität z Göttige grüeft worde.

Dr Roth het zur Schriftleitig vo dr Ziitschrift "Die Deutsche Schule" ghört, nodäm si neu gründet worden isch. Er isch vo 1966 bis 1974 Mitgliid vom Dütsche Bildigsrot gsi und bim Max-Planck-Inschdidut für Bildigsforschig.

Dr Heinrich Roth isch am 7. Juli 1983 z Göttingen gschdorbe.

Ehrige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

1970 het dr Roth dr Kulturpriis vom Dütsche Gewerkschaftsbund übercho. Sit 1987 het d Heinrich-Roth-Gsamtschuel z Boodefäld si Name.

Wärke(Uswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Kind und Geschichte, 1955
  • Psychologie und Pädagogik,(Josef Derbolav, Heinrich Roth), 1959
  • Jugend und Schule zwischen Reform und Restauration, 1961
  • Pädagogische Psychologie des Lehrens und Lernens, 1963
  • Autoritär oder demokratisch erziehen?, 1965
  • Erziehungswissenschaft, Erziehungsfeld und Lehrerbildung, (Heinrich Roth, Hans Thiersch), 1967
  • Begabung und Lernen. Ergebnisse und Folgerungen neuer Forschungen, (Herausgeber), 1980
  • Kind und Geschichte, 1982

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Waltraud Harth-Peter: Die "realistische Wendung" in der pädagogischen Forschung. Heinrich Roth (1906-1983) und sein Verhältnis zur geisteswissenschaftlichen Pädagogik. In: Brinkmann, W./Harth-Peter, W. (Hg.): Freiheit - Geschichte - Vernunft. Unter Mitarbeit von M. Böschen und F. Grell. Echter, Würzburg 1997
  • Dietrich Hoffmann: Bibliographie Heinrich Roth, Max-Traeger-Stiftung der GEW, Frankfurt 1989
  • Dietrich Hoffmann: Roth, Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 113 f.
  • Carolin Lehberger: Die realistische Wendung im Werk von Heinrich Roth, Dortmund 2009
  • Josef Speck (Hrsg.): Geschichte der Pädagogik des 20. Jahrhunderts. Band 2. W. Kohlhammer, Stuttgart 1978

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]