Gerd Witte

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Dialäkt: Schwäbisch

Dr Gerd Witte (* 14. Juni 1927 z Berlin, † 7. Dezember 2015 z Trossenga[1]) ischt a deitscher Kirchamusiker, Kombonischt ond Hochschuellehrer gwäa.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Gerd Witte kommt em Johr 1927 z Berlin uff d Welt, wo-nr au uffwechst. Wia der Bua 15 Johr alt ischt, wuud’r vo de Nazionalsozialischda zom Ernde-Eisatz nôch Pommern vorpflichdet. Hendrher kommt’r zom Reichsarbeitsdenscht, ond dô drnôch wuud’r zor Wehrmacht eizoga. Au d Kriagsgfangaschaft bleibt-em et erspart. Wiider zruck en dr Hoimet, vorschlegt’s dean jonga Môô nôch Geddenga, wo-nr sich vom Ludwig Doormann zom Organischda ausbilda lôôt. Neabaher ondrnemmt’r noh musikgschichtliche Studia beim Professor Rudolf Gerber (1899–1957) vo dr dordiga Universideet. Hendrher fangt’r en seira Hoimetstadt a Studiom vo dr Kirchamusik an dr Kirchamusikschuel Spandau ôô. Sei wichdigschder Lehrer isch deet dr Ernst Pepping (1901–1981). Späder setzt dr Gerd Witte sei Studiom an dr Musikhochschuel Stuegert fort, wo weage de Kriagsschäda grad nôch Trossenga ausglagret wôrra ischt. Oiner vo seine Lehrer an sellra Schuel isch dr Herbert Liedecke (1912–1998).

Em Witte seine weidre beruafliche Stazioona send: Vo 1950 bis 1985 Organischt ond Kantor an dr Martin-Luther-Kirch z Trossenga ond hendrher a Zeitlang an dr Stadtkirch St. Georg z Stein am Rhein em Kandon Schaffhausa. Neabaher lehrt’r vo 1958 bis 1971 s Orgelspiila an dr Kirchamusikschuel Esslenga. Dô drnôch wudd’r vo dr Staatlicha Hochschuel fir Musik en Trossenga – enzwischa a selbstendiga Eirichdong – zom Professor ernannt. Des Amt iabt’r zwanz Jôhr lang – bis zo seira Vrsetzong en da Ruhestand em Johr 1991 – aus.

Am 7. Dezember 2015 duet dr Gerd Witte en seira Wahlhoimetstadt Trossenga da ledschda Schnaufer. 88 Jôhr alt isch der Môô worra.

Familiäres[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Beim Gerd Witte seim Studiom an der Spandauer Musikhochschuel hôt der Môô d Studentin Ursula Hornickel kennaglernt, wo-nr em Februar 1952 zom Traualtar gfihrt hôt. Zamma hend se drei Dechderla ghet, ond späder send elf Enkela drzuakomma.

A kloina Auswahl vo seine Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Kombosizioona[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Instrumental

  • Christus, du bist uns Licht und Tag, Choralpartita fir Orgel
  • Wie schön leuchtet der Morgenstern Partita fir Orgel
  • Toccata für Orgelpositiv und Cembalo
  • Choralvorspiele für Orgel
  • Sieben kanonische Sätze über alte Weihnachtsweisen fir a Altblockfleet, zwoi Geiga ond a Tschelloo

Chormusik

  • Allein zu dir Herr Jesu Christ, a Motedde fir en Chor a capella[2]
  • Krippenlieder fir Chor mit Instrumentalbegleidong
  • Ich will zu meinem Vater geh’n, fir en Chor a capella
  • Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, fir en Chor a capella
  • Meditation zum Karsamstag, fir en Chor mit Orgelbegleidong
  • Singet dem Herrn ein neues Lied, a Vrtonong vom Psalm 98 fir en Chor a capella
  • Das Reisfeld, vrschidene Liader aus äller Welt fir jonge Stemma

Viirstemmige Sätz fir en gmischda Chor[3]

  • Wenn wir in höchsten Nöten sein
  • Fahre fort, fahre fort
  • Aus tiefer Not schrei ich zu dir
  • Ach Gott, vom Himmel sieh darein
  • Christ unser Herr zum Jordan kam
  • Wachet auf, ruft uns die Stimme
  • Heut singt die liebe Christenheit
  • Schmückt das Fest mit Maien
  • Heut triumphieret Gottes Sohn

De meischde Chorsätz send bloß gemäßigt modern ond au guat vo Laiacheer zo senga.

Schrifda ond Ardikl en Fachzeitschrifda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1955: Zu Ernst Peppings Psalmbicinien, en: Musik und Kirche 25
  • 1963: Grundriss einer chorischen Stimmbildung, Bärenreiter
  • 1965: Die Musik zwischen Kirchgänger und Musiker, en: Musik und Kirche 35
  • 1971: Die Weihnachtsgeschichte des Lukas in der Fassung Ernst Peppings, en: Festschrift Ernst Pepping 1971
  • 1975: Methodische Ansätze im Improvisationsunterricht, en: Musica sacra 95
  • 1983: Frank Michael Beyer. Spiel und Beispiel – Josquin-Glosadas, en: Musik und Kirche 53
  • 1996: Wer weiß, wie nahe mir mein Ende: eine Orgel-Partita von Ernst Pepping, en: Pepping-Studien 1

Litradur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 75 Jahre Kantorei der Martin-Luther-Kirche Trossingen. Trossingen: Evang. Kirchengemeinde 1989
  • Die neue Metzler-Orgel in der Stadtkirche St. Georg Stein am Rhein. Beiheftle zo dr CD, eigspiilt vom Gerd Witte. Stein am Rhein: Kirchgemeinde Stein am Rhein-Hemishofen 1992

Quella[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Siegfried Bauer: Württembergische Größen der Kirchenmusik, a Ardikel en dr Festschrift Landeskirchenmusikfest 2017, rausgäa vo de Württembergische Blätter für Kirchenmusik, Ausgab 3/2017, S. 64–73
  • Lueg d Weblink

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuaßnoda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Traueroozeig
  2. a capella = ohne Instrumentalbegleidong
  3. Neues Chor Gesangbuch, a Voreffentlichong vom Vorband Evangelischer Kirchacheer en Wirdaberg, rausgäa vom Hermann Stern ond vom Eberhard Weismann, Hänsler-Verlag Neuhausen, 1959