Diktatur

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D Diktatur bezeichnet e Staatsform, wo e bechränggti Zahl vo Lüt, siigs numme en einzelne «Diktator» oder e Gruppe, so wie zum Bischpiil e Junta oder e Partei, die unbeschränggti Herrschft im Staat het.

Hüfig existiere so Institutione, wie me se us de Länder mit ere pluralistische Demokratii kennt, wie d Parlamänt, d Parteie, dGwärkschafte und so wyter, zum Schiin au in Diktature, si dört aber vo de Machthaber igsetzt und kontrolliert und ohni entscheidende Iifluss uf d Politik.

Diktature chönne au in demokratische Staate errichtet wärde, wenn d Gsellschaft inere Krise isch, zum Bispil dur d Mobilisierig vo Volksmasse. Hüfiger bassiert das aber in Staate, wo s demokratische Dängge schwach veranggeret isch, und meischtens dur e Putsch. Dä bringt denn i dr Regel e Militärjunta ans Rueder, us welere sich denn mänggisch en Autokrat cha usebrofiliere (wie öpe dr Nasser z Ägypte und dr Peron z Argentinie). Es git au d Möglichkeit, ass e Demokratii es für nötig findet, d Staatsmacht vorübergehend einere Person azverdraue, und die cha d Gwalt uf Duur für sich beanspruche. In dr Weimarer Republik het s doderfür dr Verfassigsartikel 48 gha, wo im Riichsbresidänt d Kompetänz ge het Notverordnige z erlo, was dr Hitler usgnützt het, für zum sich under eme Mänteli vo Legalität diktatorischi Vollmachte z erschliiche und d Machtinstrumänt z schaffe, wo sini Position gsicheret hend.

Diktature si im allgemeine nationalistisch, au wenn si sich öffentlig nit immer drzue bekenne (wie die kommunistische Diktature in Europa und in Asie im 20. Johrhundert) und verspräche soziali Besserig (was in de meiste Fäll, zum Bischpiil im Faschismus in Italie under em Benito Mussolini und em Nationalsozialismus z Dütschland under em Hitler schlussändlig leeri Verspräche bliibe).

Aktuell (2018) gitts in erschter Linie die folgende Staate, wo der Begriff Diktatur uff se zuetrifft: China, Nordkorea, Vietnam und Kuba, alli mit kommuistischem Gsellschaftssystem, und in Europa muess me au Wissrussland drzue zelle. Meh Staate hei zwar diktatorische Iischlag, füehre aber no Wahle düüre, au wenn si deils manipuliert si, und si hei deils nur no iigschränkti Grundrächt für d Bevölkerig (das isch denn e «Glänkti Demokratie»), das gilt zum Bischpiil für Russland unter em Vladimir Putin, d Türkei unter em Recep Tayyip Erdogan, der islamisch Iran und au Venezuela.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • dtv-Lexikon, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1970, Band 4, S.112