Das älteste Gewerbe der Welt

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Filmdate
Düütsche Titel: Das älteste Gewerbe der Welt
Orginaltitel: Le plus vieux métier du monde
Produktionsland: Frankreich
Italia
Deitschland
Erschinigsjoor: 1967
Längi (PAL-DVD): 119 Minute
Orginalsprooch: Franzeesisch
Altersfreigaab: FSK 18
Stab
Regie: Franco Indovina
Mauro Bolognini
Philippe de Broca
Michael Pfleghar
Claude Autant-Lara
Jean-Luc Godard
Dräibuech: Ennio Flaiano
Daniel Boulanger
Georges Tabet
André Tabet<Klaus Munro
Jean Aurenche
Jean-Luc Godard
Produktion: Les Films Gibe – Francoriz – Paris
Rizzoli Film
Rialto Film Preben Philipsen Berlin
Musig: Michel Legrand
Kamera: Heinz Hölscher ond Pierre Lhomme
Bsetzig
  • 1. Episod: „2000 Jahre vor Christi“
    • D Michèle Mercier als Brit
    • Dr Enrico Maria Salerno als Môler
    • Dr Gabriel Tinti als jonger Hendler
  • 2. Episod: „Römische Nächte“
    • Dr Gastone Moschin als Kaiser Flavius
    • D Elsa Martinelli als Kaiserin Domitilla
    • Giancarlo Cobelli als Menippo, a Dichtr
  • 3. Episod: „Mademoiselle Mimi“
    • D Jeanne Moreau als Mimi
    • Dr Jean-Claude Brialy als Philibert
    • Dr Jean Richard als korsischer Soldat
    • Dr Pierre Tornade als Meebltransporteer
    • Dr Jacques Monod als Môô us-em Volk
    • Dr Gérard Lartigau als Antoine
  • 4. Episod: „Fräulein Nini“
    • D Raquel Welch als Nini
    • Dr Martin Held als Eduard
    • D Tilly Lauenstein
    • Dr Siegfried Schürenberg
  • 5. Episod: „Die Amazonen heute“
    • D France Anglade als Catherine
    • D Nadia Gray als Dana
    • Dr Jacques Duby als Bollezischt
    • Dr Francis Blanche als Doktr
    • Dr Marcel Dalio als Vladimir Leskov
  • 6. Episod: „Ein Wochenende auf der Erde“
    • Dr Jacques Charrier als Dick S.
    • D Anna Karina als Natascha
    • Dr Jean-Pierre Léaud als Kellner
    • D Marilù Tolo als Marlene
Dialäkt: Schwäbisch

Das älteste Gewerbe der Welt (Originaltitl: Le plus vieux métier du monde, uff schwäbisch: S eldeschde Gewerbe vo dr Welt) ischt a franzeesisch-deitscher Schbiilfilm en sechs Episoda vo sechs vrschiidene Regisseur (lueg en d Info-Box). S erscht Môl ens Kino komma isch der Film en Deitschland am 6. Abril 1967.

Handlong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

1. Episod: 2000 Jahre vor Christi[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Regie: Franco Indovina

A-ma scheena Dag kommt a jonger Hendler ens Dorf. Der siht so guad aus, dass glei älle Dorf-Scheeheida en-an vrnarrt send, so au d Brit. De sell abr kô et begreifa, dass der ausgerechnet vo ehra nix wissa will. Drom frôgt-se da alda Môler, wo fir sei Weisheit bekannt ischt ond fir dean se sich oft als Modell zor Vrfigong stellt, om Rôt. Der moint, r kennt-ra helfa. Glei mischt’r vrschiidene Farba ond tregt-se behutsam an a baar Stella vo dr Brit ihrem Gsicht auf. Dô drmit macht’r sei schees Modell noh viil scheener: S „Make-up“ ischt erfonda.

Uff oimôl isch der jonge Hendler hin- ond hergrissa vo sellem bezaubernda Mädle. Dui abr merkt, dass a Frau, wo vo-ma Môô begehrt wuud, sich deam au vrweigra kôô. Ond nadiirlich kô-se dui Vrweigerong au uffgäa, wenn sich der Môô des ebbes koschda lôôt. Dô druff fangt dr Vrehrer ôô, sein Schwarm mit Gschenk zo ibrheifa: Kupferstickla, Muschla, Halskedda … Schliaßlich geit d Brit deam hartnäckiga Werba nôch ond nemmt da jonga Môô mit zo-ra Grodde – ooglaiblich bestaunt vo ihre Stammesgenossa, wo sich frôget, wo dees noh amôl nôfihra soll.

2. Episod: Römische Nächte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Regie: Mauro Bolognini

Mr schreibt s Jôhr 300 nôch Chrischdi en Rom. En dr Ehe vom Kaiser Flavius ond seira Frau Domitilla ischt s gegaseidige sexuelle Vrlanga scho lang vrloscha. Jedr Dag hôt da iblicha Trodd: Nôch-em Regiira standet Tafl- ond Badefreida uff dr Tagesordnong ond dô drnôch gôht’s ens Bedd. Wia abr dr Kaiser merkt, dass sei Weib eigschlôfa ischt, stôht’r wiidr auf, ziagt a schäbigs Gwand ôô ond lôôt da Palascht hendr sich. Zerscht mischt’r sich ondr s Volk ond am Ende vo seim Stadtbumml fihrt-en da Weag en-a Luxus-Bordell. Deet geit-em d Chefin da Rôt, r soll’s doch amôl mit dera „Nuia“ probiira. Dr Flavius kommt dera Empfehlong nôch. Wia-nr abr dui „Nuia“ erblickt, vrschlegt’s-em d Schbrôôch – dui Nuia ischt koi andra wia sei Eheweib. Trotz ällem vrgniaget-se sich so mitnandr, wia’s halt en soddiche Heiser iblich ischt, ond stellet boide fescht, dass e-ma andra Bedd vo-ma andra Haus au a ganz andra Stemmong uffkomma kôô.

3. Episod: Mademoiselle Mimi[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Regie: Philippe de Broca

Dui Episod schbiilt en dr Zeit vo dr franzeesischa Revoluzioo z Paris: Dr Scharfrichter Sanson ischt a viilbeschäfdigter Môô. Weil sei Freizeit eng bemessa ischt, befriidigt-en d Kurdisane Mimi oft en dr Kutsch, wo-nen zo seim Arbeitsblatz brengt. Der befendet sich em Hof, wo-mr vo dr Mimi ihrem Zemmer aus an scheena Blick druff werfa kôô. Drom hôt d Mimi au da Schbitznama „Mimi la Guillotine“ vrpasst kriagt. Wia de sell grad en ihr Wohnong zruckkommt, wuud-se scho vo-ma bluatjonga Birschle erwardet, wo sich Philibert nennt ond sich als Kinschtler ausgibt. Dr Mimi kommet glei Zweifl, ob se der Kerle au zahla kôô. Wia der abr an genussvolla Blick uff da Hinrichdongsblatz wirft ond siht, wia deet grad a Adliger sein Kopf vrliirt, erklärt’r dr Mimi, r häb zwar em Moment koin oinziga Sou en dr Dasch, dät abr bald a grauß Vrmeega erba, weil sei Onkl, dr Marquis de Montauber, grad vrschiida sei. Ond weil d Mimi Manna mit Zukunft schätzt, sorgt-se drfir, dass’r glicklich wuud. Wia abr a Stond rom ischt, beurlaubt-se-n fir a Weile, weil grad a Termin mit-ma wichdiga Freier ôôstôht, wo-se et blatza lau kôô. Kaum hôt dr Philibert s Zemmer vrlassa, poldret a Korse mit-ma graußa Seebl rei.

Onda uff dr Strôß teilt dr Philibert seim Freind mit, dass ällas klabbt häb. Ond wia dr sell et glauba will, dass’r ibrhaupt nix hôt zahla miaßa, klärt-en dr Philibert auf, dass mr halt emmr an guada Eifall braucht, wenn-ma Erfolg han will.

4. Episod: Fräulein Nini[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Regie: Michael Pfleghar

Dui Episod schbiilt om d Wende vom 19. zom 20. Jôhrhondert z Berlin: Em Frailein Nini ihr graußa Vrehrong gilt em Kaiser, ganz bsonders seim Bild uff de 1000-Mark-Schei. En ihrem Stammlokal suacht ond fendet-se an eltra Môô, wo ihre Erwardonga zo entschbrecha scheint. Dr sell – Eduard hoißt’r – nemmt-se mit en sei Wohnong. Deet machet-se zamma „Musik“, wia d Nini ihr Arbet zo nenna pfleagt. Kaum hôt dr Eduard sei Luscht gnossa, schlôft’r au scho ei. Bevor sich d Nini us-em Staub macha will, nemmt-se aus seira Briafdasch noh schnell zwoi Dausender-Schei. Dô drbei fellt-ra em Eduard sei Visidakart en d Hend. Wia-se siht, dass der a Baron vo Hannover ond drzua noh dr Besitzer vom greeschda Berliner Bankhaus ischt, ziagt-se’s vor zo bleiba.

Wia dr Eduard d Nini am nägschda Dag zahla will, fangt dui ôô zo heila. Se sait zo-nem, dass-se-n ganz arg meega dät ond frôgt-en nôch seim Beruaf. Dr Eduard abr druckst bloß rom ond will et mit dr Antwort rausricka. Dô druff heichlet d Nini Mitleid mit-em, sait-em ens Gsicht, se dät-en fir an arma Schlucker halda ond schiabt-em vrscheemt dia zwoi Dausender zua. Dr Eduard kommt aus-em Stauna et raus, was’r dô fir a liabs Wesa uffgablet hôt. D Nini abr woiß, dass-se älle Weicha richdich gstellt hôt ond es nemme lang daura kôô, bis-se an seira Seit zor Baronin uffsteigt.

5. Episod: Die Amazonen heute[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Regie: Claude Autant-Lara

Ondr „heute“ isch dui Zeit gmoint, wo der Film entstanda ischt. Dui Episod schbiilt also gega Ende vo de 1960er Jôhr, ond zwar en Paris.

D Catherine ischt a moderna Amazone mit 65 PS ondr dr Modorhaub vo ihrem Audo. Ihre Konda empfangt-se en ihrem fahrenda Bordell. Se glaubt, dass-se da dobbleda Erger hett, wenn-se uff dr Strôß standa dät: Et bloß mit dr Vrkehrsbolezei, sondern au noh mit dr Sidde. D Chefin vo deam Ondrnehma ischt ihr Freindin Dana, wo-se samt dr Kondschaft sicher durch da Vrkehr kutschiirt. Dia zwoi send dr feschda Moinong, mit so-ma fahrenda Freidahaus älle Problem aus dr Welt gschafft zo han. Abr trotzdem kommt-en d Bolezei uff d Schliche ond vrbiadet dui „Firma“. Mit was dia Ordnongshiadr abr et grechnet hend, isch dui graußa Fandasii vo de Amazona. Dia stellet sich oifach uff a andrs Gfährt om, wo et bloß fir meh Diskrezioo sorgt, sondern au fir d Catherine ond ihre Konda noh viil bequemer ischt – an Krankawaga!

6. Episod: Ein Wochenende auf der Erde[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Regie: Jean-Luc Godard

Em Jôhr 2000 hôt dr Mensch da Weltraum erobret ond vrschiidene Planeda besiidlet, wo-nr Galaxia nennt. Zwischa deane herrscht an reger Reiseverkehr. Ama scheena Dag kommt dr Dick S., a Techniker fir kinschtliche Blôama, uff seira Reis vo dr Galaxis 4 zor Galaxis 7 an dr Galaxis 1 (= Erde) vorbei. Deet hôt’r uff-em Weltraumbôhhof Paris weaga-ra Vrschbädong vo seim Aschtro-Jet an lengera Zwangsaufenthalt. Bei so-ma Zwischafall wuud de Passaschiir a ganza Auswahl vo Zerstreionga bodda, zom Beischbiil Ondrhaldonga durch Bild ond Too, vrschiidene Schbiil, abr au a Vrgniaga mit-ra Frau. Dr Dick entscheidet sich firs Ledschdere ond fillt a Formular aus, wo-nr sein gwenschda Typ ôôkreiza kôô. Dô druff wuud’r zo dr Natascha gfihrt, oira vo selle, wo firs Gschäft mit dr Luscht zuastendich send. Glei stellt sich raus, dass dui et woiß, wia-mr em Dick seira Hoimet Galaxis 7 Liabe macht. Se kennt bloß d Schbiilarda vo a baar andre Galaxia. Dr Dick abr, wo dô drmit nix ôôfanga kôô, hôt jetzt d Gleagaheit, ällerloi neie Sacha kennazlernet. Ond am Schluss entdecket dia zwoi ganz zuafellich a nuia Liibes-Schbiilart, wo enzwischa uff älle Galaxia ganz en Vrgessaheit grôôda ischt – da Kuss ond s echde Sich-meega. Abr so ebbes gilt heitzodag als Vrbrecha gega d Allgemeinheit. Dia Leit send schliaßlich gnormt ond däffet et aus deane enge Zweng ausbrecha. Drom entwicklet sich dui Gschicht fir dia zwoi zo-ma Albtraum.

Kridik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Dr Evangelische Film-Beobachter beurteilt de oinzlne Episoda ganz ondrschiidlich: De erscht helt’r fir de schwechscht, doils läbbisch, doils langweilich. Bei dr zwoida moint’r, dank am Gaston Moschin sei a defdiga Bleedelei rauskomma. Beim dridda Doilstick dädet sich de pikandeschde Details biada, dr Philippe de Broca hett abr flodd ond leicht inszeniirt. Em Pfleghar sei Folge – dr oinzig deitsche Doil vo deam Film – wär besser als erwardet ond kennt d Leit zom Lacha brenga. De fenft Episod dät gega de zwoi vôriga a bissle abfalla, hett abr emmr noh an guada Ondrhaldongswert. De ledscht vom Godard sei mit Abstand de bescht. En dr Zammafassong hoißt’s: Sechs episodenhafte Varianten über das im Titel klar und deutlich ausgedrückte Thema. Fünf Episoden sollen in komischer Übertreibung der Unterhaltung dienen und enthalten zum Teil kräftige Frivolitäten, die sechste Episode […] ist eine alptraumhafte Zukunftsvision. Ab 18 mit Vorbehalten.
  • S Lexikon des internationalen Films weist druff nô, dass älle Regisseur des schlipfrige Thema ironisch ibrschbitzt ond seicht ondrhaldend behandlet – bis uff da Godard. Deam sei Episod sei wia a Art Ôhang zo seim Film Lemmy Caution gegen Alpha 60 zo seha, dät vo-ra omenschlicha Gsellschaft em Jôhr 2000 handla ond wär sei ledschder „romandischr“ Film.

Litradur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Programm zom Film (Illustrierter Film-Kurier, Nr. 180, Vereinigte Verlagsgesellschaften Franke & Co. KG, München)

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Das älteste Gewerbe der Welt in dr Internet Movie Database