Chauvinismus

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Sproochchauvinismus: Uf eme Blakaat z Odessa in dr Ukraine stoot, ass Russisch as literarischi Sprooch alle andere öiropäische Sprooche überlääge sig.

Chauvinismus isch e übertribeni Form vaam Patriotismus. Es gaat deby um e Uufwärtig vaam eigene Land, Volk, Spraach oder Region. Dr Begriff wird mit Nationalismus, Rassismus, und Faschismus verbunde, aber er wird mindestens so hüfig mit Spott bruucht, zum Byspil we öpper übertribene Spraachpurismus betribt. Im moderne Sprochbrüch het dr Begriff Chauvinismus e Üswittung erfahre. Mer bezeichnet sitter dr 70er Johr aü Männer, wu sich fraüefejndlig verhalte, as "Chauvis" (Chauvinischte).

Das Wort isch benännt nam Soldat Nicolas Chauvin. Syni absoluti Higab a de Napoleon wird im Französische Volkstheater vaam früehe 19 Jaarhundert regelmässig verspottet, wodür är e halb-mythische Status beko het.

Nationalischtische Chauvinismus ka bi Mehrheite un bi Minderheite vorkumme. D Mehrheite hän aber meischtens d Macht, dr Minderheit ihrini Sprochgsetzer usw. ufzzwinge. Mä ka en au bi allene politische Richtunge gsee, nit numme bi rächtsradikale, won er allerdings am hüfigste vorkunnt. So het dr Kemalismus, wu d Tirkei in d Moderni un zu Airopa ani gfiährt het, fascht e Johrhundert nit aerkännt, ass d Kurde e bsunderi Ethniä mit ere eigene Sproch sin un het d kurdisch Sproch in dr Effentligkeit verbotte.

D Feschtstellung vum Chauvinismus isch nit alliwiil eifach, wel d Abwärtig vu Velker, Sproche, Religione, Fraüe usw. viilmol in satiirischer Form vordrage wird un wel Gspass un Ernscht do durrenander gehn. So ischs zum Biispiil schwär, z entscheide, eb des hochditsche Sprochchauvinismus isch, wiä dr ditsch Radiosänder SWR3 Sketsch mit Dialäktsprächer bringt. Gegner meine do, dr Dialäkt un sini Sprächer wäre lächerlig gmacht; Befiirworter meine, des isch alles blos Gspass. Ähnlig isch s bi dr Oschtfriisewitz.

Lueg ou[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Friederike Habermann: Der unsichtbare Tropenhelm. Wie koloniales Denken noch immer unsere Köpfe beherrscht, thinkOya, Klein Jasedow 2013, ISBN 978-3-927369-75-7.
  • Renschler Regula und Roy Preiswerk (Hrsg.): Das Gift der frühen Jahre. Rassismus in der Jugendliteratur, Lenos / Z-Verlag, Basel 1981, ISBN 978-3-85787-089-7.
  • Gottfried Mergner, Ansgar Häfner (Hrsg.): Der Afrikaner im deutschen Kinder- und Jugendbuch: Untersuchungen zur rassistischen Stereotypenbildung im deutschen Kinder- und Jugendbuch von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus. 2. Uflaag, Ergebnisse, Hamburg 1989, ISBN 3-925622-54-3.