Alfons Fügel

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Dialäkt: Schwäbisch

Dr Alfons Fügel (* 10. Auguscht 1912 z Bonlanda – heit a Stadtdoil vo dr Graußa Kreisstadt Filderstadt, † 10. Oktobr 1960 en Esslenga am Neggr) ischt a deitschr Opern- ond Konzertsengr gwäa.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Abstammong ond Ausbildong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Alfons Fügel kommt am 10. Auguscht 1912 z Bonlanda uf de Filder uf d Welt. Glei nôch seira Schualzeit macht’r a Lehr als Pladdaleger. Dô macht’r’s seim Vadder Johann Georg Fügel nôch, wo au scho dean Beruaf ghet hot. Vom Vaddr hot’r abr et bloß de handwerkliche Fähichkeida, sondern au noh d Freid an dr Musik g’erbt. Sellr ischt nemlich dr Vorstand vom Sengerkranz Bonlanda 1866 e. V., ond wia’s halt so ischt, gôht dr Jong emmr fleißig mit seim Vaddr zor wechentlicha Chorprob. Au wenn dui Familie Fügel et grad s Geld em Ibrfluss hot, sorgt dr Vaddr drfiir, dass sei Bua au noh s Klaviirschbiila lerna kô. Dô drbei fellt em Klaviirlehrer uf, dass sei Schieler a ganz tolla Tenorstemm hot. Drom fädlet’r’s ei, dass sich dr jong Alfons mit-em Kammrsengr Fritz Windgassen, em Vaddr vom schbätr noh viil berihmdera Wolfgang Windgassen, treffa ond deam vorsenga kô. Dr Windgassa ischt ganz ôôdoa vom Alfons seira scheena Nadurstemm. Drom sorgt’r drfir, dass des jonge Talent a Stipendiom kriagt, wo-nr d Gsangsstonda bei-nem drmit zahla kô.

Beruflichr Ufstieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wia dr Alfons Fügel mit seira Ausbildong fertig ischt, kriagt’r em Johr 1937 a Angaschmôô am Ulmer Stadttheatr. Deet feiret’r grauße Erfolg als Kalaf en dr Opr Turandot vom Giacomo Puccini ond en dr Titlroll vom Adolphe Adam seira Opr Le postillon de Lonjumeau. S Johr druf heiradet’r d Mathilde Kieß (1912 bis 1969) vo Stuegert-Pliinenga. 1939 gôht’s wiidr a Stickle ufwärts mit seira Karriär: Jetzt därf’r am Opernhaus z Graz senga. S dauret abr et lang, bis-en dr berihmde Dirigent Clemens Krauss (1893 bis 1954) an d Minchner Staatsopr holt. Deet glenzt’r als Rodolfo en dr Puccini-Opr La Bohème, wo an Weihnachda 1940 em Radio ibrtraga wuud.

D Kriagszeit[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Em Alfons Fügel sei Vrhengnis isch der furchtbare Zwoide Weltkriag. Hett Deitschland et ôôgfanga, dui Welt mit so-ra Kadaschtroof zo ibrzieha, nô kennt’r jetzt wahrscheinlich an de bedeidenschde Opernheiser em Ausland senga, abr so isch-em dui Meglichkeit vrsagt bliiba. Jetzt bleibt-em bloß noh ibrig, vor de Soldada zo senga, dass-se a dr Front da Muat et vrliiret, ond en dera beliabda Sendong Wunschkonzert em Großdeitscha Rondfunk ufzotredda.

Seine ledschde Johr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wia dr Kriag schliaßlich aus ischt, schafft’s dr Alfons Fügel nemme, seine alde Erfolg wiidr ufleaba zo lau. Jetzt kô-nr bloß noh durch d Provinz tingla ond deet Konzert gäa. Em Johr 1950 ereffnet’r en seim Hoimetort a Café ond wuud Wirt. Hin ond wiidr tridd’r au noh uf ond sengt a baar vo seine beliabde Liadr, so au am 8. Oktobr 1960 z Esslenga. Wia-nr deet grad midda em Wolgaliad us dr Léhar-Opredde Das Land des Lächelns vom Franz Lehár ischt, erleidret’r an Herzinfarkt. Dô drvo erholt’r sich nemme. Zwoi Däg schbätr schliaßt’r em Krankahaus d Auga fir emmr. Grad amôl 48 Johr alt isch’r worra. Sei ledschda Ruha fend’r uf-em Friidhof vo Bonlanda.

Ufnahma[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Da greeschda Erfolg uf Schallpladda hot dr Alfons Fügel mit-em Liad Wandern, ach wandern us dr amerikanischa Opredde The Rat-Charmer of Hamelin (Der Rattenfänger von Hameln) vom deitschstemmiga Kombonischda Adolf Neuendorff ghet. Dees ond au s Liad vo dr Rickseit, Zwei dunkle Augen, send noh viil Johr nôch seim Dood oft en de deitsche Wonschkonzert vrlangt worra.

Quella[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]