Polis

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D Akropolis vo Athen. Athen isch e wichdigi Polis im antike Griecheland gsi.

As Polis (altgriechisch πόλις pólis ‚Stadt, Staat‘; Plural Poleis vo πόλεις póleis) wird gwöönlig dr antiki griechischi Stadtstaat bezäichnet, mit eme stedtische Siidligskärn, dr Stadt (ἂστυ asty), und em Land drum, wo drzue ghöört het (χώρα chōra) und wo d Iiwooner von em de Iiwooner vom urbane Zentrum rächtlig gliichgsetzt gsi si. Die tüpischi Polis isch e Bürgergmäind bzw. e Personeverband gsi und het sich nit brimär über iir Territorium definiert, sondern über iiri Mitgliider.

Sit dass d Polis in archaischer Zit entstande isch und wil s im Hellenismus e Hufe Nöigründige gee het, isch d Middelmeerwält über Joorhundert ewäg stedtisch brägt gsi, au wenn d Meerhäit vo de Lüt uf em Land gläbt häi. S römische Riich het sich grad im Oste stark uf die Poleis gstützt, wo denn nume no halbautonom gsi si. In dr Spootantike häi si an e Hufe Ort e langsame Niidergang erläbt. Im 6. Joorhundert het dr Kaiser Justinian non e letschts Mol brobiert, d Posizioon vo de Stedt zu sterke, was aber nid glungen isch und die Islamischi Expansioon im 7. Joorhundert het ändgültig zum Undergang vo de mäiste Poleis gfüert. Im Byzantinische Riich si die mäiste Stedt befestigti Kastron worde, wo vilmol relativ seer vil chliiner gsi si.

Liddratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Heinz Bellen: Polis. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 4, Stuttgart 1972, Sp. 976–977.
  • Victor Ehrenberg: Der Staat der Griechen. 2. Auflage. Zürich/Stuttgart 1965.
  • Peter Funke: Polis und Asty. Einige Überlegungen zur Stadt im antiken Griechenland. In: Gerhard Fouquet u. a. (Hrsg.), Die Urbanisierung Europas von der Antike bis in die Moderne, Frankfurt 2009, S. 63-79.
  • Mogens Herman Hansen: Polis. An introduction to the Ancient Greek City State. Oxford 2006. (Hervorragende Einführung von einem der international führenden Experten.)
  • R. Meiggs, D. Lewis (Hrsg.): A Selection of Greek Historical Inscriptions to the End of the Fifth Century B.C.. 2. Auflage. Oxford 1988.
  • Karl-Wilhelm Welwei, P. J. Rhodes: Polis. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 10, Metzler, Stuttgart 2001, ISBN 3-476-01480-0, Sp. 22–26.
  • D. Roussel: Tribu et cité. Études sur les groupes sociaux dans les cités Grecques aux époques archaique et classique, Paris 1976.
  • Karl-Wilhelm Welwei: Die griechische Polis. 2. Auflage. Stuttgart 1998.
  • Karl-Wilhelm Welwei, Mischa Meier (Hrsg.): Polis und Arché. Kleine Schriften zu Gesellschafts-und Herrschaftsstrukturen in der griechischen Welt. Stuttgart 2000 (Historia-Einzelschriften, Band 146; Sammlung wichtiger Aufsätze von Welwei zur Polis und ihrem Verhältnis zum Territorialstaat im Wandel der drei Epochen der griechischen Antike).
  • Josef Wiesehöfer: Die altorientalische Stadt - Vorbild für die griechische Bürgergemeinde (Polis)? In: Gerhard Fouquet u. a. (Hrsg.), Die Urbanisierung Europas von der Antike bis in die Moderne, Frankfurt 2009, S. 43-61.
Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Polis“ vu de dütsche Wikipedia.

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