Mattenenglisch

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Dialäkt: Bärndütsch

Ds Mattenänglisch isch e Soziolekt vom Bärndütsche. Sy Name het nüt mit Änglisch z tüe, sondern mit sym Ursprungsort, em Bärner Mattequartier, bzw. der Mattenängi, wo ds traditionellen Unterschichtsquartier vo Bärn isch gsy. Syt sech im Louff vom 20igschte Jahrhundert d Bevölkerigsstruktur vo däm Quartier starch het veränderet, wird ds Mattenänglischen im Alltag nümm bbruucht. Es git aber e Verein, wo's bis hüt pflegt.

Mattenänglischi Gheimsprach[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die mattenänglischi Gheimsprach glycht em Pig Latin, wo im änglische Sprachruum verbreitet isch. Es zeichnet sech aber bsunders derdür uus, das der erscht Vokal immer ganz ersetzt wird. Teil Lüt bezeichne nume die Gheimsprach als Mattenänglisch.

D Regle göh eso:

  1. Bi Wörter, wo mit emne Konsonant afö, wird dä Konsonant – bzw. ds ganze Konsonantecluster am Wortafang – a ds Wortändi bewegt. Hindedra chunt es ee, u der erscht Vokal wird ersetzt dür nes i. Bispil:
    • Mueter → m-ueter → ueter-m → ieter-mee
    • Schnure → schn-ure → ure-schn → ire-schnee
  2. Bi Wörter, wo mit emne Vokal afö, chunt hindedra es ee, bzw. es hee, we ds Wort mit emne Vokal ufhört, u der erscht Vokal wird ersetzt dür nes i:
    • Änglisch → inglisch-ee
    • Öpfu → ipfu-hee

Unbetonti Partikle blyben entweder unveränderet, oder si wärden als Bestandteil vo anderne Wörter behandlet, we si sech enklitisch a nes Wort alehne, bispilswys:

  • gib ere → gibere → g-ibere → ibere-g → ibere-gee

Mattenänglische Wortschatz[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Der mattenänglisch Soziolekt het e Huuffe spezielli Usdrück gha. Zum Teil lat sech dä Wortschatz uf überregionali Gounersprache wi ds Rotwälsche (byspilswys e Ligu Lehm für 'es Stück Brot') oder d Sprach vo de Schwyzer Fahrende, ds Jenische, la zrüggfüere. E Groossteil vo däm Wortschatz wird hüt zwar nümm bbrucht, aber es paar mattenänglischi Wörter sy i ds normale Bärndütsch ufgnoh worde. Bispil:

  • Jiu 'ja'
  • Gieu (Giel) 'Bueb'
  • Modi 'Meitschi'

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Otto von Greyerz: E Ligu Lehm. Das Berner Mattenenglisch. Lukianos, Liebefeld 1967; Fischer Media, Bärn 1999, ISBN 3-85681-437-X (zeersch i: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, Band 29, Bärn 1929, S. 217–255; Syte mit Link zur Online-Ressource)
  • Matteänglisch-Club Bärn: Matteänglisch – Geschichte der Matte, Dialekt und Geheimsprache, Bargezzi, Bärn, 8. Uflag 2001.

Links[ändere | Quälltäxt bearbeite]