Katastrophe von Tschernobyl

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Reaktor Nr. 4 z Tschernobyl im September 2006, er isch jetzt dur ne "Sarkophag" iighuuset
D Lag vom Chraftwärch in der Nöchi vo de Stadt Prypjat

D Kataschtrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 isch die bisher schlimmschti Kataschtrophe im ene Chärnchraftwärch gsii. Si het sich in der Ukraine ereignet, wo damals zur Sowjetunion ghört het.

An däm 26. April het d Betriebsmannschaft vom Block 4 von däm AKW müesse en Tescht bii laufendem Betrieb duurefüehre. Doderbii sind aber Fehler passiert, wo bii däm AKW-Typ zun ere ungwollte sogenannte Leischtigs-Exkursion, en ere schlagartige chärnphysikalische Leischtigserhöhig, gfüehrt händ. Das het denn au sofort zun ere Wasserschtoff-Explosion und, wie vermuetet wird, auch zun ere Dampfexplosion gfüehrt, wo d Beton-Deckplatte vom Reaktor weggschleuderet händ.

Der Reaktorchärn het sofort angfange z schmelze, und do dä AKW-Typ keis schtabils Containment het, ischs sofort zun ere grosse Radioaktivitäts-Freisetzig choo, wo denn ungfähr en ganzi Woche anduuret het. D Sowjets händ nach rund zwei Täg angfange, mit Helikopter Sand und en Neutroneabsorber-Chemikalie (Bor) uf en wiit offnig Reaktor abzwärfe, was d Chettereaktione unterbunde het und langsam auch zun ere Abchüelig von der Schmelzemasse gfüehrt het.

D Schätzige von de Opferzahle differiere sehr schtark. Während die Internationali Atomenergie-Organisation IAEO, wo en Fachorganisation von der UNO isch, aber in ihre Schtatute auch der Uuftrag het, die "friedlichi Nutzig von der Chärnenergie z fördere", bisher einzig der Tod von einige Dutzend Füürwehr-Lüüt, wo bim sofortige Füürlösche akut verschtrahlt worde sind und der Tod von einige Chinder uus der Bevölkerig wäge Schilddrüese-Chräbs als zwiifelsfrei durch d Radioaktivität von dere Kataschtrophe erzüügt gseht, gits anderi Fachlüüt, wie en Gruppe mit Ärzt und em chürzlich verschtorbnig Atomexperte Vassily Nesterenko, wo bis zu 100'000 längerfrischtige Chräbs-Toti gseh. S Problem bii dere längerfrischtige Opferzahl isch, dass sie nit eindüütig medizinisch chan feschtgschtellt wärde, will Chräbs-Todesfäll natürlich au anderi Ursache chönd haa als d Tschernobyl-Radioaktivität; me isch do uf schtatistischi Näherigs-Rechnige angwiise.

Bi der Zahl 100'000 wird dervo uusgange, dass d Radioaktivität durch ne massive Graphit-Brand im Reaktor zum grosse Teil fascht vertikal in d Atmosphäre uufe triibe worde isch und sich denn über grossi Gebiet auch bis nach Weschteuropa verteilt het und dört - natürlich nach Verdünnig - teils uusgrägnet isch. D Lüüt in der Region von Tschernobyl händ noch relativ Glück ghaa, will d Radioaktivität nit nur schtark nach obe triibe worde isch, sondern will d Region im 30-km-Radius und auch wiiter uuse sehr dünn bevölkeret isch. En Schtadt von 50'000 Iiwohner in öppe 4 km Entfärnig vom Wärk, Pripjat, isch bis zu ihrer Evakuierig rund anderthalb Täg schpöter nit in der Windrichtig von der radioaktive Wolke gläge, womit d Belaschtig von dene Lüüt relativ gring gsii isch. Au Kiew, d Hauptstadt vo de Ukraine, isch ufgrund vo de Windrichtig glimpflich dervo cho, dodefür sind witi Landstrich z Wiissrussland hüt no verstraalt.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Artikel vom J. Wolters in Atomwirtschaft vom Juni 1987
  • K. Traube et al.: Nach dem Super-GAU
  • National Geographic vom April 2006, dütschi Uusgab
  • S. Adamek: Die Atomlüge

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Katastrofe vo Tschernobyl – Sammlig vo witere Multimediadateie