Zimmed

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Zimmedstange, Gwürzbulver und tröchneti Zimmedblüete

Dr Zimmed isch es Gwürz, womme us dr tröchnete innere Rinde vom Zimmedbaum macht.

Sin Name isch vom middelhochdütsche zinemīn abgleitet, und das chunt als Leenwort vom latynische cinnamum oder cinnamomum, wo em griechische κιννάμωμον und em semitische kinnámōmon entspricht. Im Änglische heisst das Gwürz no fasch wie i de antike Sprooche cinnamon. Uf Rätoromanisch seit me nem chanella und uf Französisch canelle; das Wort chunt vom latynische canna, wo uf Düütsch «Rööre» bedütet.

Zimmed wird scho lang als Gwürz und als Häilmiddel pruucht; z Ägüpte het me drmit au Liiche ybalsamiert. Dr Herodot und dr Hippokrates schrybe vo dere Pflanze. Im Middelalter und dr früene Nöizyt isch dr Zimmed eis vo de tüürschte Gwürz gsi.

Me gwünnt dr Zimmed vom ächte Ceylon-Zimmedbaum Cinnamomum verum oder vo dr Zimmedkassie Cinnamomum cassia, und drnäbe git’s z Asie au no dr indonesisch Zimmed Cinnamomum burmannii und dr vietnamesisch Zimmed Cinnamomum loureiroi und anderi Arte.

D Rinde, wo me vom Baum löst und tröchnet, chunt als Zimmedstange und wemme se tuet maale als Bulver ufe Ladetisch. Us Zwiig und Bletter vom Zimmedbaum macht me Zimmedööl. D Substanze vo däm Ööl gänd em Gwürz dr Guu.

Es Guetzli, wo me im alemannische Gebiet gärn het, isch dr Zimmedstärn.[1]

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Wolfgang Hübner, Michael Wissing: Zimt. Das duftende Juwel aus Tausendundeiner Nacht – Anregendes, Geschichte und Rezepte. Baden/ München 2010, ISBN 978-3-03800-551-3.
  • Janina Drostel: Lavendel, Zimt und Rosenholz – Die Welt der sinnlichen Düfte. Ostfildern 2006. ISBN 978-3-7995-3522-9

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Zimt – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Schwiizerischs Idiotikon, Band 11, Spalte 1538.