Wilhelm Wieben

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Zur Navigation springen Zur Suche springen
dr Wilhelm Wieben (2010)

Dr Wilhelm Wieben (* 2. Juni 1935 z Hennstedt, Chrais Norderdithmarschen; † 13. Juni 2019 z Hamburg[1]) isch e dytsche Färnsehmoderator, Schauspiiler un Autor gsii. Vu 1973 bis 1998 isch er Sprächer vu dr ARD-Tagesschau gsii.

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Wieben het aafang in dr Kommunalverwaltig gschafft un het derno e Schauspiiluusbildig an dr Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel z Berlin gmacht mit chlainere Rolle am Theater. Nocherdani het er as Rundfunksprächer bim Sender Freies Berlin gschafft, voreb er zue Radio Bremen gwächselt isch, wun er mee yygsetzt woren isch. Im Färnseh het er anne 1963 as Aasager debütiert.[2] Unter anderem het er di erscht Sändig vum Beat-Club aagsait.

Syter anne 1966 het er in dr Tagesschau-Redaktion z Hamburg gschafft, zerscht as Off-Sprächer, voreb er 1973 sy Yystand as On-Sprächer vu dr Tagesschau gee het. Am 5. Mai 1974 hat er zum erschte Mol di 20-Uhr-Uusgab gsproche, am 24. Juni 1998 zum letschte Mol, Sy letschte Yysatz bi dr Tageschau het er as Offsprächer in dr Nomidags-Uusgabe am 29. Juni 1998 ghaa.[3] Är het si dodmol mit dr Wort „Danke, das war’s“ verabschidet, was aber nieme ghert het.[3]

Im Titel Jeanny vum eschtrychische Sänger Falco vu 1985 het dr Wieben fir 2000 D-Mark dr Newsflash din gschwätzt, im Musikvideo zum Lied isch er churz as Nochrichtesprächer z sää.[4] In dr 1980er Johr isch er regelmäßig in dr Sprächroll vum Bassa Selim in s Mozarts Opere Die Entführung aus dem Serail uf dr Bihne vu dr Hamburgischen Staatsopere gstande.[5] E chirze Filmufdritt het er in dr Kumedi Club Las Piranjas vu 1995 zäme mit dr Tana Schanzara ghaa. 2007 het dr Wieben s Intro vum 80’s-Flashback-Sampler byydrait, wu bekannti dytschi Hip-Hop-Chinschtler Erfolg vu dr 1980er Johr druf nei interpretiert hän. Gnännt wird er au in dr Lieder Mein Ding vum Udo Lindenberg un Können diese Augen lügen? vu dr Hamburger Hip-Hop Gruppe Fettes Brot.[6] Anne 2004 het er e Nochrichtesprächer im Animationsfilm Die Unglaublichen – The Incredibles synchronisiert.[7]

Zletscht het dr Wieben, wu z Hamburg-Winterhude gläbt het, vor allem Biecher uf Plattdytsch gschribe un het us ene vorgläse.[8] Är het Plattdytsch as sy Muetersproch aagluegt, Hochdytsch heeb er erscht in dr Schuel glehrt. Näb syne aigene Biecher het er au us andere Wärch gläse, het Heerbiecher gsproche un isch au ab un zue as Färnsehmoderatur ufdrätte.

Dr Wieben isch homosexuäll gsii, het des aber lang nit effetli gmacht. D Inge Meysel het en anne 1995 goutet, wu si in eme Interview mit em Stern gsait het: „Eigentlich habe ich nur schwule Freunde. Ich verreise zum Beispiel gerne mit Wilhelm Wieben.“ Är het dr Meysel des uufreiwillig Outing ni noodrait un het em Stern d Vereffentlichung vu dr Interviewpassage erlaubt.[9]

Uuszaichnig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1983: Krawattemann vum Johr

Wärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Biecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Tondreger (as Sprächer)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Fritz Wischer: Lach man mal! Spossige Geschichten, St. Peter-Ording 1978 (Schallplatte)
  • Hinrich Kruse: Nicks för ungot! Plietsche Geschichten, Kiel 1978 (Schallplatte)
  • To’n Schmunzeln, Hamburg 1981 (Schallplatte/Tonkassette)
  • Wilhelm Wieben spricht Klaus Groth, Kiel 1986 (Tonkassette)
  • Peter Bachér: Heute ist Sonntag. Peter Bachérs beste Kolumnen – Regie: Margrit Osterwold – Berlin und München 2000 (ISBN 3-550-09008-0 (CD) oder ISBN 3-550-09508-2 (Kassette))
  • Peter Bachér: Und wieder ist Sonntag – Regie: Margrit Osterwold – München 2001 (ISBN 3-550-09033-1 (CD) oder ISBN 3-550-09533-3 (Kassette))
  • Teddy Newton: Die Unglaublichen – The Incredibles as Nochrichtesprächer – in 2004 (Animationsfilm)
  • Claus, das Chaosmonster – Hörbuch mit Musik von Olaf Schulte, Michael Bandt und Roland Kohle, mit Manuela Bäcker, oomoxx media 2015

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Wilhelm Wieben – Sammlig vo Multimediadateie

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Ehemaliger "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot. In: spiegel.de. 13. Juni 2019
  2. Sie haben immer das letzte Wort. Die Fernseh-Ansagerinnen wurden schon vorgestellt. Heute nun sind die Herren Kollegen an der Reihe. Hörzu (Merz 1964).
  3. 3,0 3,1 Alexander Josefowicz: Wieben feiert mit Berghoff seinen 80. Geburtstag. In: Hamburger Abendblatt. 2. Juni 2015.
  4. Katja Schwemmers: Wilhelm Wiebens letztes Interview – Der „Tagesschau“-Star und der Vergewaltigungs-Eklat. In: mopo.de. 13. Juni 2019, abgerufen am 13. Juni 2019.
  5. Zum Tod von Wilhelm Wieben: Klare Ansage. In: faz.net. 13. Juni 2019
  6. Ex-"Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot. In: queer.de. Abgerufen am 14. Juni 2019.
  7. Hinweis bei synchron.stimme.com, abgruefen am 17. Mai 2017.
  8. Wilhelm Wieben liest auf Platt. In: Hamburger Abendblatt. 15. September 2009, abgerufen am 13. Juni 2019.
  9. Evelyn Holst: 20 Uhr. In: Die Zeit. 28. August 2008, abgerufen am 13. Juni 2019.
Information icon.svg Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vu dere Version vum Artikel „Wilhelm_Wieben“ vu de dütsche Wikipedia.

E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.