D Wannseekomferänz

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Koordinate: 52° 25′ 58,5″ N, 13° 9′ 55,9″ O

D Willa Am Groosse Wannsee 56/58, wo d Komferänz stattgfunde het. (2014)
Dr Ufdraag vom Hermann Göring an dr Reinhard Heydrich vom 31. Juli 1941
E Dokumänt vo dr Wannseekomferänz; d Liste vo dr jüüdische Bevölkerig in Öiropa.

Uf dr Wannseekomferänz si am 20. Januar 1942 in ere Willa am Groosse Wannsee z Berlin fufzää hochrangigi Verdräter vo dr nazionalsozialistische Riichsregierig und de SS-Behörde under em Vorsitz vom SS-Obergrubbefüerer Reinhard Heydrich in sinere Funkzioon as Schef vo dr Sicherhäitsbolizei (SiPo) und vom Sicherhäitsdienst vom Riichsfüerer SS (SD) zämmechoo, zum dr Holocaust an de Juude, wo scho aagfange het, im Detäi z organisiere und d Zämmenarbet vo alle Instanze z koordiniere. Dr Hauptzwäck vo dr Komferänz isch also nid gsi, wie vili dänke, dr Holocaust z beschliesse – die Entschäidig isch mit em Aagriff uf d Sowjetunion (22. Juni 1941) und de Massemord in de bsetzte Gebiet faktisch scho gfalle –, sondern zum d Deportazioon vo dr ganze jüüdische Bevölkerig vo Öiropa zur Vernichdig im Oste z organisiere und die nöötigi Koordinazioon sicherzstelle.[1] D Däilnäämer hä dr zitlig Ablauf für die witere Massemord festgläit, häi d Opfergrubbe erwiteret und si sich uf e Zämmenarbet under dr Läitig vom Riichssicherhäitshauptamt (RSHA) under em Heydrich äinig worde.

Dr Heydrich het vom Hermann Göring am 31. Juli 1941 dr Ufdraag überchoo, d „Ändlöösig vo dr Juudefroog“ z organisiere. Im Dezämber 1941 het dr Heydrich zu dr sträng ghäime Komferänz iiglaade. Drbii gsi si d Staatssekretäär us verschiidene Riichsministerie und em Generalguwernemänt, e Ministerialdiräkter vo dr Riichskanzlei und läitendi Beamti vo dr Sicherhäitsbolizei, vom Sicherhäitsdienst und vo dr Bardeikanzlei. S Brotokoll het dr SS-Obersturmbannfüerer Adolf Eichmann, em Heydrich si Referänt für „Juudenaagläägehäite“, gfüert.

Der Naame „Wannseekomferänz“ isch erst noch em Zwäite Wältchrieg brägt worde. Hüte isch s Huus e Gedänkstatt für e Holocaust.

Liddratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hans-Christian Jasch, Christoph Kreutzmüller (Hrsg.): Die Teilnehmer. Die Männer der Wannseekonferenz. Metropol-Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-86331-306-7.
  • Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (Hrsg.): Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden. Katalog der ständigen Ausstellung. Berlin 2006, ISBN 3-9808517-4-5; (Faksimile aller Exponate sowie Kommentare). Englische Version, ebd. The Wannsee Conference and the Genocide of the European Jews. ISBN 3-9808517-5-3.
  • Christian Gerlach: Die Wannsee-Konferenz, das Schicksal der deutschen Juden und Hitlers politische Grundsatzentscheidung, alle Juden Europas zu ermorden. In: derselbe: Krieg, Ernährung, Völkermord. Deutsche Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg. Pendo, Züri / Münche 2001, ISBN 3-85842-404-8, S. 79–152 (zuerst in Werkstatt Geschichte H. 18, 6. Jg., November 1997), Rezension von Götz Aly.
  • Michael Haupt: Das Haus der Wannsee-Konferenz. Von der Industriellenvilla zur Gedenkstätte. Bonifatius, Paderborn 2009, ISBN 978-3-9813119-1-4, 200 S. mit 131 – teilweise farbigen – Fotos/Dokumenten.
  • Wolf Kaiser: Die Wannsee-Konferenz. SS-Führer und Ministerialbeamte im Einvernehmen über die Ermordung der europäischen Juden. In: Heiner Lichtenstein, Otto R. Romberg (Hrsg.): Täter – Opfer – Folgen. Der Holocaust in Geschichte und Gegenwart. 2. Uflaag, Bonn 1997, ISBN 3-89331-257-9, S. 24–37.
  • Norbert Kampe, Peter Klein (bäidi als Hrsg.): Die Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942. Dokumente, Forschungsstand, Kontroversen. Böhlau Verlag, Köln 2013, ISBN 978-3-412-21070-0, 481 S. (Sammelband, Inhaltsangabe (PDF; 24 kB) beim Verlag).
  • Gerd Kühling: Schullandheim oder Forschungsstätte? Die Auseinandersetzung um ein Dokumentationszentrum im Haus der Wannsee-Konferenz (1966/67), in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 5 (2008), S. 211–235.
  • Peter Longerich: Die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942. Planung und Beginn des Genozids an den europäischen Juden. Edition Hentrich, Berlin 1998, ISBN 3-89468-250-7.
  • Peter Longerich: Wannseekonferenz. Der Weg zur „Endlösung“. Pantheon-Verlag, München 2016, ISBN 978-3-570-55344-2.
  • Kurt Pätzold, Erika Schwarz: Tagesordnung Judenmord. Die Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942. Metropol, Berlin 1998, ISBN 3-926893-12-5.
  • Mark Roseman: Die Wannsee-Konferenz. Wie die NS-Bürokratie den Holocaust organisierte. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36403-9.
  • Johannes Tuchel: Am Großen Wannsee 56–58. Von der Villa Minoux zum Haus der Wannsee-Konferenz (Reihe: Publikationen der Gedenkstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ Bd. 1), Edition Hentrich, Berlin 1992, ISBN 3-89468-026-1.
  • Peter Klein: Die Wannseekonferenz bei Zeitgeschichte-online.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Wannseekonferenz – Album mit Multimediadateie
 Commons: Wannsee Conference – Sammlig vo Multimediadateie
Dokumänt

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Eberhard Jäckel: Die Konferenz am Wannsee. „Wo Heydrich seine Ermächtigung bekanntgab“ – Der Holocaust war längst im Gange. In: Die Zeit vom 17. Januar 1992, S. 33.